Auf dem unteren Bildschirm wählt ihr die Karten aus.
Wer hätte das gedacht: Nach seinen Auftritten in den beliebten Adventures und Jump & Runs schlüpft das Blaublut diesmal in eine neue Rolle - nämlich die eines Feldherren, der Truppen befehligt.
Hohe Ziele
Mit Battles of Prince of Persia hat sich Ubisoft viel vor-genommen. Die Entwickler versuchten Spielelemente verschiedener Taktik-Überflieger wie Advance Wars, Final Fantasy Tactics oder Fire Emblem zu verschmelzen. Ergebnis dieser guten Ansätze ist ein rundenbasiertes Taktikspiel mit interessanten Karten-Decks und verschiedenen Spielmodi undSzenarien.
Doch leider wird der Titel seinen hoch gesteckten Zielen nicht gerecht - Schwächen bei der Steuerung und Technik trüben den Spielspaß. Der Storymodus beginnt mit einem Tutorial, das euch in das Kampfsystem einführt. Während ihr euch Runde für Runde abwechselnd mit euren Widersachern bekämpft, bestimmt ihr mithilfe von Karten alles Wichtige für jeden Angriff und verstärkt zudem noch eure Einheiten mit verschiedenen Zaubern.
Das Gameplay bietet etwas Tiefgang, doch leider kommt dies im Spielverlauf nicht sehr häufig zum Vorschein. Dafür packt einen bereits nach wenigen Runden das Verlangen, sich alle 200 Karten unter den Nagel zu reißen und damit auf den Schlachtfeldern aufzuräumen.
Schattenseiten
Die Animationen sehen recht ordentlich aus.
In technischer Hinsicht haben sich die Entwickler nicht mit Ruhm bekleckert. Es ist bekannt, dass die Grafik bei Taktikspielen nur zweitrangig ist, aber dennoch sollte diese Tatsache kein Persilschein sein, der es erlaubt, sie komplett zu vernachlässigen. Die Präsentation ist sehr schlicht - die Einheiten des Spielers zum Beispiel sind als simple Quadrate dargestellt. Die Animationen in den Kampfsequenzen hingegen sind ein Lichtblick, auch wenn man sie nach einigen Spielstunden sowieso abschalten wird.
Die Musik sticht positiv hervor und sorgt in gewohnt guter Prince of Persia-Qualität für Stimmung. Was die Steuerung betrifft, offenbart der Titel weitere Schwächen, vor allem wenn es darum geht, den Kartenausschnitt zu scrollen. Aber immerhin werden Multiplayerspieler gut versorgt, sofern sie ein zweites Modul von Battles of Prince of Persia besitzen. In puncto Umfang gibt sich der Titel keine Blöße: Bis alle Karten gesammelt sind, vergehen etliche Spielstunden.
