Battlefield 4 Beta Erkenntnisse: Teamplay, Feintuning und Free-2-Play-Verdacht

Special Sebastian Stange

Nachdem vielen Stunden mit der Mehrspieler-Beta von Battlefield 4 haben wir einige interessante Erkenntnisse zum Spiel gewonnen. Wir erklären euch, was uns an Gameplay und Struktur des Mehrspieler-Modus aufgefallen ist und ziehen ein Fazit zur Beta des Shooters.

Wir haben geballert, gesprengt, mit Verbands- und Munitions-Kästen um uns gerufen, wir haben Ziele markiert, gecampt, über Camper geflucht und Hochhäuser einstürzen lassen. Wir haben die Mehrspieler-Beta von Battlefield 4 gespielt. Und zwar ausführlich. Wie ihr schon von unseren Ersteindrücken oder gar euren eigenen Beta-Einsätzen wisst, ist der Mehrspieler-Part des neuen Battlefield ziemlich nahe am Vorgänger dran. Aufs erste Hinschauen und Hinfassen könnte man die Beta glatt für einen Battlefield-3-DLC halten. Dennoch fielen uns beim Dauereinsatz einige interessante Punkte auf, die wir nachfolgend ansprechen möchten.

1. Teamwork ist wichtiger denn je

Ein gutes Squad ist mit Gold nicht aufzuwiegen. Wer mit seinem Squad-Mitgliedern kommuniziert, in deren Nähe bleibt und sich gegenseitig hilft, der kommt nicht nur generell weiter als "einsame Wölfe", er wird in Battlefield 4 mehr denn je belohnt. Denn nun sind Squads bis zu fünf Spieler groß, anstatt wie zuvor bis vier. Und es ist einfacher denn je, die Vorteile des eigenen Squads zu nutzen. Wenn der Squad-Anführer einen Angriffs- oder Verteidigungsbefehl gibt, wird der sehr deutlich in Minimap und Spielwelt eingeblendet. Wenn ihr bei euren Squad-Kameraden spawnen wollt, könnt ihr in der Map-Ansicht eine Live-Ansicht der einzelnen Spieler sehen und wisst genau, welche Situation euch beim Spieleintritt erwartet. Und nur wenn ihr gut als Squad zusammenspielt, könnt ihr das volle Potenzial der neuen Feldupgrades nutzen.

Die ersetzen die Perks aus dem Vorgänger. Jedes Feldupgrade, es gibt allgemeine und klassenspezifische, verschafft euch automatisch einen Vorteil. Der Pionier kann etwa das Mechaniker-Feldupgrade auswählen. Dann repariert er stets Fahrzeuge schneller. Für erfolgreiche Squad-Aktionen (Reparierern von Squad-Fahrzeugen, Befolgen von Angriffsbefehlen, usw.) lässt er eine kleine Upgrade-Leiste wachsen, die ihm weitere Vorteile verschafft. Auf Level 2 nimmt er weniger Schaden durch Explosionen, auf Level 3 trägt er mehr Claymore-Minen und auf Level 4 hat sein APS-System, das automatisch Sprengstoffe und Explosiv-Projektile abwehrt, eine längere Einsatzdauer. Spielt ihr mit eurem Squad zuammen, wird eure Spielfigur im Laufe der Schlacht immer besser. Der Haken: Wird euer komplettes Squad ausgelöscht, wird euer Feldupgrade-Level wieder auf Level 1 zurückgesetzt.

2. "Levelution" hat Potenzial

Wir hielten "Levelution" ja lange Zeit für eine dieser Werbe-Wortschöpfungen, die das Spiel möglichst reißerisch verkaufen sollen, sich aber schnell als heiße Luft entpuppen. Mit dem Wort beschreiben die Entwickler, dass sich Levels verändern können - in der Beta-Map "Siege of Shanghai" ist das der Einsturz des Hochhauses bei Flaggepunkt B - und nun weitaus interaktiver sind, als je zuvor. Und in der Tat bringt das dem Spiel was. Die Beta-Map ist beispielsweise sehr vertikal und Flaggenpunkt B ist für das Team, dem er gerade gehört, der ideale Absprungpunkt, um mittels Fallschirm die umstehenden Hochhaus-Dächer zu erreichen. So lange das Haus steht, müsst ihr mit Scharfschützen in großer Höhe rechnen.

Sobald jedoch der Wolkenkratzer Schutt und Asche ist, entbrennt die Schlacht mit sehr viel mehr Close-Quarters-Gefechten im Schutt, gleichzeitig entsteht eine neue Sichtlinie für Scharfschützen, die nun zwischen Punkt A und C über enorme Distanzen feuern können. Schön, wie sich hier tatsächlich das Spielgefühl einer Map ändert. Schön auch, dass die vielen neuen Interaktionsmöglichkeiten in der Map wirklich was bringen. Dank der Fahrstühle habt ihr endlich schnelle und sichere Wege auf die oberen Etagen von Häusern. Manuell steuerbare Straßensperren verschaffen euch taktische Vor- oder Nachteile. Denn steht ihr mit dem Panzer vor einer versperrten Durchfahrt müsst ihr einen Stunt wagen oder aussteigen und den Schalter drücken. Und wetten, jeder Scharfschütze auf der Map rechnet damit?

Einige Mauern und Wände können zerstört werden, richtig viel Zerstörung gibt es in der Beta aber nicht. Quelle: Bild: PS3-Beta Einige Mauern und Wände können zerstört werden, richtig viel Zerstörung gibt es in der Beta aber nicht.

3. Es könnte gern mehr Zerstörung sein

Dank Frostbite 3-Technologie soll Battlefield nun noch schöner und besser sein und obendrein mehr Zerstörung bieten. Und ja, es sieht wirklich gut aus - zumindest auf flotten PCs. Und dass da ein komplettes Hochhaus einstürzt, ist in der Tat ein großes Stück Zerstörung. Aber der Hochhaus-Fall verläuft stets exakt gleich, entpuppt sich als simple Skript-Sequenz von einer statischen Map-Variante zur anderen führt. Was wir uns wünschen: Mehr dynamische Zerstörung. Wir wollen mehr Gebäude und Wände zerstören, so wie es uns im Spiel nützt. Wir wollen Gegnern die Deckung nehmen, uns Fluchtwege und Schießscharten in Wände sprengen oder ganze Häuserblocks plätten, wenn wir Lust drauf haben. Doch wie schon in Battlefield 4 gibt es in der Beta-Map des Nachfolgers nur wenige zerstörbare Wände und Gebäude. Hoffen wir also, dass uns andere Maps mehr Spreng-Freiheit bieten.

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