auto modellista

Test

Spätestens seit die PlayStation 2 auf dem Markt ist, gehen Entwickler von Autorennspielen einen bestimmten Weg: Sie versuchen, ihre Produkte immer realistischer zu gestalten. Auto modellista widersetzt sich diesem Trend, zumindest teilweise. Per Cel Shading sind die Rennwagen als Zeichentrickboliden dargestellt, die Effekte wirken wie in einem Comic-Heft und die Umgebungen muten von der Farbgebung her surrealistisch an. Fahrerisch setzt das Spiel aber auf Simulation: Die Strecken sind echten Renn-, Berg- und Stadtumgebungen in Japan nachempfunden und die Autos sind von fernöstlichen Herstellern lizenziert. Das wirkt sich natürlich auf das Fahrverhalten aus: Ultrarealistisch ist das Spiel zwar nicht gerade, aber eben doch kein Funracer. Vor Kurven sollte man schon abbremsen und Kollisionen mit den Kontrahenten können einen ganz schön aus der Bahn werfen. Die Steuerung ist jedoch so eingängig, dass die ersten Rennen im Karrieremodus kein Problem darstellen. Lediglich die Handbremse tendiert zum Überreagieren, doch die braucht man eigentlich sowieso nicht.
Etwas dürftig ist der Umfang: Neben dem Karrieremodus gibt es gerade mal drei Spielvarianten: Time Attack, Versus und Single Race. Außerdem stört ein heftiges Flimmern ständig die coole Optik. Zwei Dinge reißen das aber einigermaßen wieder heraus: Die 60-Hertz-Option und der VJ&Theater-Modus. Mit diesem Feature lassen sich die besten Rennwiederholungen zu abgefahrenen Videos zusammenschneiden.

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