Assassin's Creed: Brotherhood im Test - Das hat uns weniger gefallen

Test Thorsten Küchler

Im Test zu Assassin's Creed: Brotherhood für PS3 und Xbox 360 lest ihr, ob es sich hierbei nur um ein schnödes Addon oder um eine würdige Fortsetzung der Spielereihe handelt. Den Multiplayer-Modus nehmen wir in unserem Assassin's Creed: Brotherhood-Review ebenfalls unter die Lupe.

Assassin's Creed: Brotherhood im Test - Das hat uns weniger gefallen

Sobald ihr sieben Attentäter in eurer Bruderschaft aufgenommen habt, wird Ezio nahezu übermächtig. Quelle: Ubisoft Sobald ihr sieben Attentäter in eurer Bruderschaft aufgenommen habt, wird Ezio nahezu übermächtig. Balancing und KI-Probleme
Sobald ihr sieben Attentäter in eurer Bruderschaft aufgenommen habt, wird Ezio nahezu übermächtig! Denn er verfügt ab diesem Zeitpunkt über eine Spezialattacke, bei der seine KI-Kollegen per Pfeilhagel ganze Horden an Bösewichten auf Knopfdruck eliminieren. Das macht einige Missionen zum Kinderspiel und sieht noch dazu dezent lachhaft aus. Überhaupt schwankt der Schwierigkeitsgrad an einigen Stellen doch bedenklich: Kinderleichte Kampf-Missionen wechseln sich mit teilweise frustrierenden Schleichereien ab (Stichwort: "Erreiche ungesehen….") Weitaus ärgerlicher sind aber die zahlreichen Macken der künstlichen Intelligenz: Mal stürzen sich Bürger (die ihr gerade beschützen wollt) sinnlos einen Abhang hinunter, mal hampeln Gegner wirr um euch herum. Zudem ist die Stadtwache unberechenbar: Uns passierte es diverse Male, dass unser "Gesucht"-Level gering war, die Italo-Polizei aber gnadenlos Hetzjagd auf Ezio machte. Oder aber ein Wächter entdeckte unseren Attentäter aus einem völlig absurden, unrealistischen Blickwinkel.

Story nicht so spannend wie im Vorgänger
Der Barkeeper Desmond Miles wird in der nahen Zukunft von einer Firma namens Abstergo für Experimente missbraucht. Er soll in den Erinnerungen seiner Vorfahren nach dem Fundort eines mächtigen Artefakts suchen. Dies tut er, indem er mittels einer Maschine (des "Animus") historische Ereignisse quasi am eigenen Leib miterlebt. Einer seiner Vorfahren ist der italienische Assassine Ezio Auditore da Firenze, geboren im 15. Jahrhundert. Brotherhood erzählt also eigentlich zwei Handlungen: Zum einen Desmonds Kampf gegen die modernen Tempelritter, zum anderen Ezios Abenteuer in der Vergangenheit. Den Großteil machen aber die altertümlichen Geschehnisse aus: In der Rolle des Ezio versucht ihr, Rom von der Tyrannei der Borgia-Familie zu befreien und diese daran zu hindern, den sogenannten Edensplitter zu finden. Letzterer ist wiederum das erwähnte Artefakt, das Desmond in der Gegenwart sucht. Das alles ist für Kenner der Vorgänger noch einigermaßen verständlich, für Neulinge jedoch nicht zu kapieren. Und so viel sei verraten: Nach dem Abspann des Spiels werdet ihr ein lautes "Hä?" ausstoßen, denn die Story wird mitnichten zu Ende geführt, - Cliffhanger voraus!

Die geselligen Scharmützel machen Laune, können aber in Sachen Spieltiefe nicht mit dem Soloerlebnis mithalten. Quelle: Ubisoft Die geselligen Scharmützel machen Laune, können aber in Sachen Spieltiefe nicht mit dem Soloerlebnis mithalten. Mehrspieler "nur" eine nette Zugabe
Im Vorfeld wurde der Multiplayer als DAS neue Spielelement von Brotherhood gehandelt, im Endeffekt ist er aber nur eine nette Dreingabe zum tollen Solo-Erlebnis. Auf acht Karten könnt ihr gegen maximal sieben andere Online-Zocker antreten. Es gibt vier Spielmodi: In "Gesucht" sowie dessen "Advanced"-Variante bekommt ihr ein Opfer zugewiesen und müsst dieses finden beziehungsweise um die Ecke bringen. Aber Vorsicht: Auch ihr seid das Ziel eines der anderen Assassinen. Bei "Allianz" treten indes Zweierteams gegeneinander an und bei "Manhunt" wechseln die Teams (Jäger und Gejagte) nach jeder Runde die Rollen. Wir haben den Mehrspieler bislang "nur" in der Beta ausprobieren können, sind uns aber sicher: Die geselligen Scharmützel machen Laune, können aber in Sachen Spieltiefe nicht mit dem Soloerlebnis mithalten.

Bildergalerie

Wertung zu Assassin's Creed: Brotherhood (PS3)

Wertung:

90 /10
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