Der marmorierte Schreibtisch gehört zu den ansehnlicheren Stages.
Sarge und seine grünen Kollegen wagen sich hinter die feindlichen Linien, um das Geheimnis eines mächtigen Serums zu lüften, das in die Hände der braunen Plastikarmee gelangt ist. In gewohnter Third-Person-Manier springt Ihre aktuelle Spielfigur auf Befehl über Bauklötze, robbt zwischen Hot-Dogs hindurch oder sprintet über Lego-Brücken. Robotern, Riesenspinnen und zahllosen braunen Scharfschützen rückt man unter anderem mit Flammenwerfern, Dynamit, Snipergewehren und Bazookas auf den Leib, die oft weithin sichtbar in den Arealen herumliegen. Die Missionen à la "Rette Vikki" oder "Zerstöre alle Raketen" unterbieten sich gegenseitig an Einfallslosigkeit und erfordern bestenfalls ein Minimum an taktischem Geschick. Optisch merkt man den Levels deutlich an, ob sie extra für die neue Hardware entworfen oder lieblos von der PSone gesaugt wurden: Nett texturierte Fantasielandschaften wie ein Spielzeug-Canyon oder eine Schreibtischoberfläche wechseln mit lieblos zusammengeschluderten Stages, bei deren Anblick einem die Galle hochkommt. Die Explosions- und Spiegeleffekte sowie die erstklassigen Rendersequenzen zwischen den Missionen können sich sehen lassen, jedoch nicht über die vielen Grafik- und Kollisionsfehler im Spielgeschehen hinwegtäuschen. Die deutsche Sprachausgabe ist für 3DO-Verhältnisse zumindest halbwegs erträglich geraten, die Musik gewohnt patriotisch-melodramatisch. Die halbwegs genießbare Aufbereitung kann das abgedroschene Spielprinzip gerade noch retten.
Bildergalerie: Army Men: Sarge's Heroes 2
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