Ape Escape 3

Test

Sonys Affenbande hat dazugelernt: Diesmal wird die Welt mithilfe der Medien erobert!

Der Dschinn lässt selbst 'Indy' das Tanzbein schwingen. Der Dschinn lässt selbst "Indy" das Tanzbein schwingen. Wir haben's ja schon immer geahnt: Das Fernsehprogramm ist nur dazu gedacht, die Leute zu verblöden und tatenlos vor die Bildschirme zu fesseln. Dies besagt jedenfalls die Vorgeschichte von Ape Escape 3, bei dem die Affen unter der Führung des berüchtigten Chefprimaten Specter wieder mal nach der Weltherrschaft trachten.

Das hypnotisierende Programm von Specter TV hat sogar die Helden aus dem Vorgänger in seinen Bann gezogen, was zwei Nachwuchsretter auf den Plan ruft: Sie haben zu Beginn die Wahl zwischen dem Jungen Satoru und seiner Schwester Sayaka, was spielerisch aber keinen Unterschied macht. Die Jagd nach insgesamt 400 Affen führt Sie durch die kompletten Specter-TV-Studios, sodass jeder Level dem Set eines anderen Films entspricht.

Anspielungen auf real existierende Filmklassiker und -figuren gibt es zuhauf: Vor einem sinkenden Schiff fuchtelt ein gewisser James Cameroon von seinem Regiesessel aus aufgeregt Anweisungen in die Luft, an anderer Stelle läuft Ihnen ein Indiana-Jones-Verschnitt über den Weg und in der Kung-Fu-Welt haben die Entwickler so manche Szene aus Jackie-Chan-Klassikern nachgestellt - genial!

Das Repertoire an hilfreichen "Gotcha-Gadgets", mit denen Sie die Affen selbst in den besten Verstecken aufspüren und fangen können, wurde ein wenig reduziert. Dafür stehen Ihnen insgesamt acht Spezialoutfits mit ihren eigenen Fähigkeiten zur Verfügung, in die Satoru und Sayaka vorübergehend schlüpfen können.

Als Wildwest-Kid ballern Sie die Affen reihenweise über den Haufen, als Wunder-Ninja balancieren Sie über dünne Seile und gleiten über Abgründe hinweg und als Geisterbeschwörer locken Sie selbst die paranoidesten Viecher aus ihren Verstecken hervor - denn bei der Discomusik Ihres Flaschengeistes kann man ja gar nicht anders als tanzen!

Ebenso witzig ist auch das umfangreiche Bonusmaterial, das unter anderem einen Metal Gear-Klon als Minispiel enthält. Die Lokalisierung ist besser gelungen als bei Teil zwei, hinterlässt aber trotzdem einen zwiespältigen Eindruck. Die deutsche Synchronisation ist professionell, dafür gibt's in den Texten immer wieder unschöne Fehler. Aus "defeat" im Sinne von "besiege" wurde an einer Stelle zum Beispiel "Niederlage".

Bildergalerie: Ape Escape 3
Bild 1-3
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Wertung zu Ape Escape 3 (PS2)

Wertung:

85 /10
Pro & Contra
Unzählige witzige IdeenNeues Verwandlungs-Feature
Vieles ist wie im (tollen) VorgängerGelegentliche Ruckeleinlagen
Fazit

Genauso witzig-schräg wie der Vorgänger, aber technisch schwächer und mit vielen recycelten Ideen.

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