Ein Metroidvania ohne Story und Kampfsystem, aber Puzzlefokus und Horrorelementen - Animal Well wagt sich an eine gewagte Mischung und liefert eine großartige Umsetzung mit einer Menge Charme und Mysterien.
Tiere können unheimlich sein: Fledermäuse, Wölfe oder Raben wirken auf viele Menschen verstörend. Wer aber noch nie Angst vor Seepferdchen, Chamäleon oder Straußen hatte, könnte in Animal Well sein blaues Wunder erleben.
Das Indie-Metroidvania von Bigmode, dem Unternehmen des YouTubers vgdunkey, macht seit seinem Release am 09. Mai überall die Runde. Wir haben es gespielt und sagen euch, ob es diesen Hype verdient hat.
Ist das Tier in den Brunnen gefallen?
Die kurze Antwort ist: Ja, hat es. Allein der charmante Pixel-Look überzeugt in Kombination mit der atmosphärischen und zwischendurch auch bedrohlichen Musik. Besonders oft hören wir aber Tiergeräusche, die einen großen Teil der Stimmung ausmachen.
Insgesamt spielt Animal Well (jetzt kaufen ) fantastisch mit Licht und Schatten und auch die Liebe zum Detail macht sich in den meisten Räumen bemerkbar. Der generelle Farbton ist eher dunkel, da viel Blau, Violett und Schwarz verwendet werden. Dadurch stechen aber leuchtende Elemente umso deutlicher heraus.
Wie beim Genre üblich gibt es keinen Fokus auf eine Story. Die ist hier sogar derartig minimal, dass wir sie mit einem Wimpernschlag verpassen können.
Am Anfang des Spiels sehen wir vier Flammen auf dem Bildschirm aufleuchten. Kurz darauf erweckt unser kleiner Blob in einer Blume und beginnt das Abenteuer. Da wir nicht mehr Kontext bekommen, müssen wir viel selbst herausfinden oder eben spekulieren.
Wenn wir im Verlauf des Adventures eine Karte erhalten, finden wir dort eine Markierung für den jeweiligen Fundort der Flammen. Sobald wir alle vier Leuchtfeuer eingesammelt und an den entsprechenden Orten platziert haben, betreten wir das finale Gebiet.
Quelle: PC Games
Ein weiteres Metroidvania-Merkmal stellt das nonlineare Gameplay dar. Das ist in Animal Well erstklassig umgesetzt, was nicht nur an der äußerst zurückgehaltenen Story liegt. Wir haben eine riesige Welt mit unzähligen Abzweigungen zur Auswahl. Während wir diese erkunden, finden sich Upgrades, Collectibles und weitere Wege praktisch von selbst.
Die hohe Fairness überzeugt ebenso: Nachdem wir ins Wasser gefallen sind, respawnen wir, ohne Schaden zu erhalten. Wir gehen lediglich Game Over, sobald wir alle Herzen verlieren oder von Objekten zerquetscht werden. Gut gesetzte Speicherpunkte vor schweren Passagen minimieren dabei den Frust.
