Ambulance Life: A Paramedic Simulator im Test: Ein Mix aus Kammerflimmern und Kantenflimmern
Test
Nach Polizei und Feuerwehr fehlt noch der Rettungsdienst: Wir haben Ambulance Life: A Paramedic Simulator getestet.
Durch den Zugang verabreiche ich den Patienten noch Schmerzmittel, Beruhigungsmittel oder eine Salzlösung. Im Anschluss geht's mit Vollgas zum Krankenhaus und ja, ich muss mich erneut durch den Verkehr von San Pelicano quälen. Ich muss dabei sogar auf den Schaden am RTW achten; bei Totalschaden geht's zurück zum letzten Speicherpunkt. In der Klinik übernehmen die Kollegen den Patienten und meine Erstversorgung ist hoffentlich erfolgreich abgeschlossen.
1 mit Sternchen
Um der ganzen Sache noch mehr Würze zu verleihen, erhalte ich nach einem Notfall und nach der abgeschlossenen Schicht eine detaillierte Bewertung meiner Arbeit. Die erscheint mir hin und wieder allerdings etwas beliebig.
Quelle: Aesir Interactive
Selbst wenn die Herzfrequenz meines Patienten während der Rückfahrt auf 270 ansteigt und ja, das ist mir passiert, kann ich in der Endabrechnung noch gut abschneiden. Ich bin mir nicht sicher, ob das die Ansprüche eines Rettungssanitäters sein sollten.
Das eigentliche System dahinter mag ich aber und es sorgt dafür, dass mir das virtuelle Leben meines Patienten noch mehr am Herzen liegt. Aber es wird langsam Zeit, dass ich mich dem Trash-Faktor von Ambulance Life widme, denn der ist eindeutig vorhanden.
Ach du heilige Makrele
Pro Stadtgebiet schalte ich ab einem gewissen Zeitpunkt ein Katastrophen-Szenario frei. Ein wenig übertrieben sind die Einsätze schon: Wenn mitten in der Innenstadt plötzlich eine Highway-Brücke einstürzt und in dem Moment ausgerechnet ein Tanklaster darüberfährt und der auch noch in eine Tankstelle fliegt, dann bricht in San Pelicano kurz das absolute Chaos aus.
Und wer ist der einzige Rettungssanitäter vor Ort? Na klar, natürlich ich! Zehn Minuten habe ich zunächst Zeit, um eine Triage zu treffen. Wem sollte geholfen werden und bei wem ist der Tanklastzug bereits abgefahren? Das Spiel geizt dabei auch nicht gerade mit Blut und Brutalität. Da spritzt einem Verletzten noch das Blut aus den Arterien, ein anderer liegt zweigeteilt unter seinem eigenen Auto begraben.
Quelle: Aesir Interactive
Nachdem ich zehn Minuten farbliche Markierungen, sogenannte Triage Tags, verteilt habe, komme ich im Anschluss in die Behandlungsphase. Der Ablauf spielt sich wie ein normaler Notfall: Ich entscheide, wem ich helfe, danach kommen die Behandlung und die Fahrt ins Krankenhaus.
Für zwischendurch sind die skurrilen Szenarien eine kurze, nette Abwechslung, doch im Grunde unterscheiden sich die Einsätze nicht großartig von der normalen Schicht. Das ist insgesamt schade.
Autsch, das tut weh
Wenn ich schon von gewaltigen Unfällen schreibe, dann lasst mich doch noch ein paar Sätze zur Technik verlieren. Denn die macht dem spannenden Ansatz einen gehörigen Strich durch die Rechnung.
Da gibt's witzigere Bugs wie hüpfende Fahrzeuge. Die anderen Verkehrsteilnehmer kämpfen nämlich nicht nur mit der Wegfindung, sobald ich mich mit Blaulicht und Martinshorne hinter ihnen befinde, sondern auch gegen Bodenwellen. Die Kollisionsabfrage ist außerdem katastrophal und lässt meinen Wagen nach einem Unfall regelmäßig über die Straße und andere Autos schweben.
