Ambulance Life: A Paramedic Simulator im Test: Ein Mix aus Kammerflimmern und Kantenflimmern
Test
Nach Polizei und Feuerwehr fehlt noch der Rettungsdienst: Wir haben Ambulance Life: A Paramedic Simulator getestet.
Leider wiederholen sich manche Aufträge zwischendurch immer wieder. Bestimmte Patienten zeigen dabei nicht nur die gleichen Symptome, sondern selbst die Unfallorte sind teilweise identisch. Und das macht einiges an Immersion zunichte. Habe ich einen Notfall abgeschlossen, bekomme ich direkt den nächsten Vorfall von der Leitstelle durchgegeben. So klappere ich einen Auftrag nach dem anderen ab, bis meine Schicht eben endet.
Der Schutzengel
Aber ihr möchtet sicher wissen, wie denn so ein Notfalleinsatz genau abläuft. Zunächst fahre ich von der Zentrale mit Blaulicht durch den dichten Verkehr von San Pelicano. Das ist übrigens schon Herausforderung genug, denn Staus sind in der Stadt an der Tagesordnung.
Die NPC-Fahrzeuge bilden zwar sogar eine Rettungsgasse, aber an roten Ampeln bewegen sie sich dennoch nicht vorwärts. Das Schlängeln durch die Blechlawine mag im echten Leben ebenfalls anstrengend sein, aber in Ambulance Life nervt mich das Fahren von A nach B aufgrund der anderen Verkehrsteilnehmer schon nach kurzer Zeit.
Quelle: Aesir Interactive
Zwischendurch rennen mir auch noch Passanten in den Rettungswagen und es bleibt mir nichts anderes übrig, als den letzten Speicherstand zu laden. Ich könnte die Option in den Einstellungen zwar ausstellen, aber zu solch einer Simulation gehört es dazu, dass ich auf Mitmenschen achte.
Sobald ich am Einsatzort angekommen bin, versuche ich, aus Verletzten und Zeugen so viele Infos wie möglich herauszubekommen. Wobei ich mir die Zeugenbefragung an sich sparen kann, denn die haben eh nie etwas mitbekommen.
Durch die Anamnese erhalte ich Namen, Alter und eine erste Einordnung des Notfalls. Bei einem Unfall, einer Schießerei oder einem Brand befinden sich häufig mehrere verletzte Personen am Einsatzort. Mit einer Triage muss ich entscheiden, welchen Patienten ich erstversorge und ins Krankenhaus fahre.
Es fühlt sich aber immer ein wenig mies an, die anderen Schwerverletzten an Ort und Stelle zu lassen. Ich würde mir wünschen, dass ich zumindest weitere Rettungsdienste verständigen könnte, um auch denen zu helfen.
Quelle: Aesir Interactive
Habe ich mich für eine Person entschieden, lade ich sie auf die Trage und verfrachte sie in meinen RTW. Im hinteren Bereich des Fahrzeugs muss ich die wichtigen Entscheidungen treffen. In den meisten Fällen überprüfe ich schnellstmöglich die Vitalwerte - also Blutdruck, Blutzucker, Herzschlag und Atmung.
Blutet eine Person ziemlich stark, kümmere ich mich vorher darum, schließlich geht's dabei um jede Sekunde. Bei der Behandlung muss ich Minispiele abschließen, um die richtigen Handgriffe anzuwenden. Einen Gefäßzugang lege ich beispielsweise, indem ich im richtigen Moment eine Taste drücke. Zum Verbandwickeln fahre ich dagegen in kurzer Zeit eine Linie nach. Die Mechaniken sind alle gut eingebunden, aber auch nichts Besonderes.
