Alone in the Dark in der Vorschau: Der Urvater des Survival-Horrors schlägt zurück

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Alone in the Dark in der Vorschau: Der Urvater des Survival-Horrors schlägt zurück
Quelle: THQ Nordic

Auf dem THQ Nordic Showcase, der neuesten Runde der diesjährigen E3-Ersatzveranstaltungen, gab es neben interessanten Updates zu Gothic, Jagged Alliance 3 und Destroy All Humans 2 auch Neuankündigungen - wie jeder weiß, von uns Gaming-Fans heißgeliebt! Die spannendste war dabei ohne Frage das große Comeback des Horror-Urvaters Alone in the Dark. Wir haben alle wichtigen Infos und verraten euch, ob der Survival-Horror die Moderne ähnlich beherrschen kann wie die düsteren Nächte vor Resident Evil, Dino Crisis, Dead Space & Co.

Eine Third-Person-Kamera, eine tiefgreifende psychologische Gruselerfahrung und ein packender Gameplay-Mix aus Kämpfen, Erkunden und Rätseln. Oder anders gesagt: Der Stoff, aus dem Horrorspiele gemacht sind. Man mag es kaum glauben, doch auch weit in der Vergangenheit, bevor es die ikonischen Genre-Größen wie Resident Evil, Silent Hill (großes Special zur ikonischen Horrorreihe), Dino Crisis oder Dead Space gab, wurde sich intensiv und stimmungsvoll vor alten Röhrenbildschirmen geschaudert.

Wer erinnert sich nicht gerne an die hakelig ausgeführten Fußklatschen, die man gleich zu Beginn des Horror-Spektakels Alone in the Dark einem dahergelaufenen Ghoul ins Gesicht zimmern durfte? Keiner? Dann liegt das vermutlich daran, dass 1992 eine ganze Weile her ist. Dank THQ Nordic und dem Entwicklerteam Pieces Interactive ist das aber schon bald kein Hindernis mehr. Mit Alone in the Dark erscheint bereits der zweite Reboot nach dem durchwachsenen 2008er-Titel. Diesmal möchte man sich einerseits dem Original verschreiben und andererseits neben cleveren Ideen auch ein stimmiges Gesamtprodukt mitsamt eigener Geschichte liefern, das dem aktuellen Überfluss an Horror-Einheitsbrei die blutige Stirn bietet. Die Wünsche des Teams sind somit klar, aber kann das auch tatsächlich heute noch begeistern?

Hier findet ihr den frisch veröffentlichten Reveal-Trailer zu Alone in the Dark

Wir verraten in unserer Vorschau zum frisch angekündigten Reboot, ob der Survival-Horror-Urvater die Moderne ähnlich beherrschen kann wie die düsteren Nächte vor Resident Evil, Dino Crisis, Dead Space & Co.

Aus Alt macht Neu

Die sich seit 2019 in Entwicklung befindende Neuinterpretation aus dem Hause THQ Nordic setzt auf den Originalteil aus dem Jahr 1992, der damals vom französischen Entwickler Infogrames erschaffen wurde und die Videospielwelt, besonders das Horrorsegment, für immer veränderte. Nach einer Trilogie und einem missglückten Vorstoß in die Moderne im Jahr 2004 setzte man wie bereits erwähnt auf eine Neuauflage der Reihe. 2008 gab es den ersten Reboot von Atari und dem Entwicklerteam Eden Games, eine Horrorgeschichte, die, anders als das Original, auf die Neuzeit setzte.
Das konnte auf einer Seite mit brillanten Ideen, jeder Menge Risikobereitschaft für Innovation und einem großen Gameplay-Umfang überzeugen - allein mit Blick auf die Entscheidung, ein klassisches HUD über Bord zu werfen und stattdessen einzig innerhalb der Jacke des Protagonisten das Inventar abzubilden. Gleichzeitig war das Riesenprojekt aber befleckt mit einer teilweise fürchterlichen Dramaturgie, einer schlechten Steuerung und Action, die einfach keinen Spaß bereitete - verdammt mutig war das alles dennoch.
Alone in the Dark Quelle: THQ Nordic Alone in the Dark in der Vorschau: Der Urvater des Survival-Horrors schlägt zurück (2)

THQ Nordic dreht nun die Zeiger wieder ordentlich zurück in die Vergangenheit. In den 1920er-Jahren erfährt die erste spielbare Figur, Emily Hartwood, dass ihr Onkel Jeremy Hartwood innerhalb des Anwesens "Derceto Manor" verschollen gegangen ist - einer Heilanstalt für mental erkrankte, reiche Personen. Mithilfe des Detektivs Edward Carnby, der zweiten Spielfigur, reist Emily zum letzten Aufenthaltsort ihres Onkels, um Antworten zu finden. Nur, um wenig später mit eigenartigen Bewohnern, albtraumhaften Portalen, blutrünstigen Monstern und dem aus den Schatten wachsenden Bösen konfrontiert zu werden. Joa, das klingt alles ziemlich generisch, aber 1992 war das das heißeste Eisen auf dem Gruselmarkt.

Die Geschichte orientiert sich zwar an der des Erstlings, Autor Mikael Hedberg (SOMA, Amnesia) möchte aber eine originelle und eigene Handlung erzählen, die selbst Fans des Originals aufs Neue begeistert.
Alone in the Dark in der Vorschau: Der Urvater des Survival-Horrors schlägt zurück (1) Quelle: THQ Nordic Alone in the Dark in der Vorschau: Der Urvater des Survival-Horrors schlägt zurück (1)

"Ein Liebesbrief an das Original" - reicht das denn?

Ein Horrorspiel, das auf dem modernen Gaming-Markt erscheint, hat natürlich unzählige Vorteile gegenüber eines Kultklassikers aus den 90er-Jahren. Die Grafik ist, wenn gut gemacht, auf einem nahezu fotorealistischen Niveau, die Soundkulisse ein gutes Stück immersiver und die Steuerung zugänglicher und entspannter auszuführen. Ebenso vielversprechend ist, dass man sich auch beim Reboot auf die Zeitepoche der 20er-Jahre und den Handlungsort Louisiana fokussiert. Erfreulich ist auch noch, dass man bei Pieces Interactive der Third-Person-Ansicht treu bleibt und sich nicht für eine Ego-Perspektive entschieden hat. 

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