The Last Story im Test für Wii: Gutes Japano-Rollenspiel mit Schwächen - Ab heute im Handel

Test Thomas Eder

The Last Story ist ab dem 24. Februar auch in Europa für Wii erhältlich. Videogameszone.de verrät euch im Test, dass The Last Story zwar ein gutes Japano-Rollenspiel geworden ist, allerdings zu viele Schwächen aufweist. Allerdings macht The Last Story auch viele Dinge sehr gut - Im Test lest ihr mehr.

In Japan bereits ein alter Hut, erscheint The Last Story jetzt endlich auch in Europa. In unserem Test zu The Last Story prüfen wir das Rollenspiel aus der Schmiede von Mistwalker auf Herz und Nieren. Der große Rollenspiel-Wurf, den sich die Nintendo-Fans von The Last Story erhofft haben, ist der Titel nicht geworden. Neben der für ein Rollenspiel fast schon verboten kurzen Spielzeit von knapp 30 Stunden und den zu linearen Missionen ist es vor allem das Kampfsystem, das höhere Wertungen verhindert.

Trotz guter, taktischer Ansätze verkommen die Auseinandersetzungen meistens zu unübersichtlichen Massenschlachten, bei denen ihr einfach nur auf die Buttons hämmern müsst. Doch genug gemosert: The Last Story ist ein gutes Rollenspiel, das vor allem durch seine erstklassige Technik und die wunderschöne Atmosphäre punktet. Was uns am Spiel außerdem gefallen hat - und was weniger -, lest ihr in unserem nachfolgenden Test.

Das fanden wir an The Last Story gut:

Die Stadt Lazulis und das gleichnamige Schloss sind wunderschön gestaltet und laden durch die vielen verwinkelten Gassen zum Erkunden ein. Quelle: Videogameszone Die Stadt Lazulis und das gleichnamige Schloss sind wunderschön gestaltet und laden durch die vielen verwinkelten Gassen zum Erkunden ein. Spielwelt
Ein optisches sowie spielerisches Highlight stellt die gigantische Stadt Lazulis mit dem angrenzenden Schloss dar. Hauptsächlich dient sie als eine Art Hub-World für die Missionen, sodass ihr im Rahmen der Handlung immer wieder dorthin zurückkehren müsst. Sie zeichnet sich durch ein gelungenes, europäisch angehauchtes Design, etliche grafisch beeindruckende Plätze sowie viele, meist gut versteckte Items aus. Es macht viel Spaß, durch die zahlreichen verwinkelten Straßen und Gassen zu schlendern und dem Treiben der NPCs zuzusehen.

Aber nicht nur das: Wie es sich für eine gute Metropole gehört, könnt ihr auch den einen oder anderen Laden entdecken, in dem ihr neue Ausrüstung, Waffen-Verbesserungen oder andere praktische Gegenstände erwerbt. Zudem befinden sich die Startpunkte der meisten Nebenquests ebenfalls hier. Im schön anzusehenden Schloss finden manche der Aufgaben sogar direkt vor Ort statt. Ihr seht also: Auch wenn die Hauptquest des Abenteuers sehr linear gestrickt ist, könnt ihr euch hier stilvoll die Zeit vertreiben.

Technik
Die Technik des Abenteuers ist absolut bombastisch gelungen. Ihr werdet euch schwertun, einen Wii-Titel zu finden, der mit der grafischen Brillanz von The Last Story mithalten kann. Einzig die Mario Galaxy-Teile, Metroid Prime 3 sowie einige andere First-Party-Spiele haben der Grafikpracht des Japano-RPGs etwas entgegenzusetzen. Das fängt bei den toll aussehenden Umgebungen an, geht bei der wunderschönen Weitsicht weiter und hört bei den sehr hübsch umgesetzten Figurenmodellen und Animationen auf. Der an vielen Stellen eingesetzte Filter, der das Geschehen ein wenig weicher erscheinen lässt, trägt zudem viel zur sehr gelungenen Atmosphäre bei.

Die Grafik ist an manchen Stellen wirklich atemberaubend schön gelungen. Die Figuren sind hübsch gestaltet und ihre Bewegungen wirken glaubwürdig.
Quelle: Videogameszone Die Grafik ist an manchen Stellen wirklich atemberaubend schön gelungen. Die Figuren sind hübsch gestaltet und ihre Bewegungen wirken glaubwürdig. Auf einem fast gleich hohen Niveau befinden sich die Musik aus der Feder von Nobuo Uematsu und die durch die Bank gut ausgesuchten, englischen Sprecher. Wie schon bei Xenoblade Chronicles sprechen die Figuren mit einem britischen Akzent, was zuerst ungewohnt wirkt, aber sehr gut passt. Ebenso ansprechend ist die Gestaltung der gerenderten Zwischensequenzen, die sich vor jenen der Final Fantasy-Reihe nicht zu verstecken brauchen.

The Last Story steuert sich recht gut - vorausgesetzt, ihr benutzt einen Classic Controller. Das Duo Wii-Fernbedienung + Nunchuk besitzt für die Fülle an nötigen Aktionen nämlich zu wenige Knöpfe, sodass das Spielen damit sehr unkomfortabel ist. Spielt ihr hingegen mit dem Classic Controller, sind alle nötigen Kommandos gut zu erreichen und auch Doppelbelegungen der Knöpfe sind nicht zu beanstanden. Lediglich die Kamera gehorchte uns in den Kämpfen nicht immer so, wie wir uns das gewünscht hätten.

Levelsystem
Simpel, aber gut ausgefallen sind das Levelsystem sowie die Möglichkeit, eure Ausrüstung zu verbessern. Wenn ihr genug Feinde bekommt, werden eure Statuswerte aufgebessert. Mit Ausrüstung, die ihr entweder nach Kämpfen erhaltet oder im Laden kauft, verbessert ihr eure Werte zusätzlich. Außerdem könnt ihr diverse Items finden, mit denen ihr die Waffen, Rüstungen etc. ebenfalls bis zu einem gewissen Level verbessern könnt. Ein bewährtes, aber effektives System!

Bildergalerie

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