Soul Calibur 5 im Test für PS3 und Xbox 360: Kein revolutionärer, aber ein gelungener Nachfolger - Ab heute im Handel

Test Toni Opl

Namcos waffenbasierter Prügler Soul Calibur 5 im Test! Neue Kämpfer, neue Modi, neue Gameplay-Mechaniken - Soul Calibur feiert ein gelungenes Comeback. Was uns am Spiel besonders gut gefallen hat - und was weniger -, das erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test zu Soul Calibur 5.

Soul Calibur 5 im Test: Wenn Entwickler für den neuen Teil einer renommierten Spieleserie Änderungen am Gameplay vornehmen, sorgt das nicht immer für Vorfreude bei den Fans. Auch im Falle von Soul Calibur 5 ging ein Aufschrei durch einschlägige Foren, als Project Soul zahlreiche neue Spielmechaniken ankündigte. Eine Super-Leiste, EX-Special-Moves und speziell inszenierte Ultra-Combos - hat Namco Bandai das bewährte Konzept komplett in Richtung Street Fighter 4 umgekrempelt? Klare Antwort: Nein. Man ließ sich zwar von Capcoms Megahit inspirieren, blieb den Wurzeln der Soul Calibur-Reihe aber treu.

Wie gehabt könnt ihr euch in der Kampfarena mittels Digi-Kreuz oder Analogstick frei in acht Richtungen bewegen. Geblockt wird per Taste, für den Angriff stehen euch drei grundsätzliche Manöver zur Verfügung: horizontale und vertikale Schläge mit der Waffe sowie Fußtritte. Im Spiel sind die­se Angriffe mit den Buchstaben A (horizontal), B (vertikal) und K (Kick) benannt, die Abwehr mit G. Diese vier Kommandos lassen sich nach Belieben auf dem Controller verteilen und auch Kombinationen aus zwei oder drei Tasten, die ihr für Würfe oder Spezialattacken benötigt, dürft ihr als Macros speichern - vorzugsweise auf den Schultertasten.

Das hat uns an Soul Calibur 5 gefallen:

Rauswurf: Besonders spannend werden die Matches am Rand der Arenen. Ein 'Ring-out' ist für den Verlierer meist extrem ärgerlich. (1) Quelle: Videogameszone Rauswurf: Besonders spannend werden die Matches am Rand der Arenen. Ein "Ring-out" ist für den Verlierer meist extrem ärgerlich. (1) Das erweiterte Kampfsystem
Wie eingangs angesprochen, führt Project Soul stattdessen eine ganze Reihe neuer Mechaniken ein. Diese drehen sich vor allem um die neue Kritische Leiste, die von ihrer Funktion her der Super-Leiste aus Street Fighter 4 entspricht. Die hier angesammelte Energie benötigt ihr unter anderem für verstärkte Specialmoves und verheerende Ultra-Combos, die hier Kritische Klinge genannt werden. Letztere sind die größte Gameplay-Änderung, die Soul Calibur 5 zu bieten hat.

Zusätzliche Fighter
Die Kämpferriege umfasst diesmal 27 Charaktere. Die bekannten Figuren sind Mitsurugi, Maxi, Voldo, Siegfried, Ivy, Edge Master, Nightmare, Astaroth, Cervantes, Raphael, Tira, Hilde, Algol, Yoshimitsu und Kilik. Die interessantesten Neuzugänge sind der von einem geisterhaften Werwolf besessene Z.W.E.I., die mit einem magischen Energieball kämpfende Leixia und der Assassin's Creed-Hauptdarsteller Ezio Auditore da Firenze. Ubisofts historischer Meuchelmörder setzt sich unter anderem mit seinen Unterarmklingen, normalen Schwertern und sogar einer Pistole zur Wehr.

Der umfangreiche Charakter-Editor
Der Editor von Soul Calibur 5 erlaubt euch zudem die Erstellung von insgesamt 50 eigenen Figuren. Hierbei dürft ihr sowohl die Originalcharaktere verändern als auch komplett neue Kreationen anfertigen. Allerdings basiert der Kampfstil immer auf einem der Originale - ein Verändern oder Mischen der Moves ist nicht möglich und auch die aus dem Vorgänger bekannte Verteilung von Fertigkeitspunkten haben die Entwickler gestrichen. Obwohl er als spielbarer Charakter selbst nicht zur Verfügung steht, dürft ihr als Bonus auf den Stil von Devil Jin (Tekken) zurückgreifen und damit einen Kämpfer erstellen, der ganz ohne Waffen kämpft.

Viele Spielmodi
Ein klassischer Arcade-Modus ist ebenso vertreten wie die Variante Schnellkampf, in der ihr gegen unzählige Zufallsfiguren antretet. Hier könnt ihr nicht nur Titel für die Kampfkarte, sondern durch Rangaufstiege auch neue Waffen und Rüstungen für den Editor freischalten. Profis wagen sich an den Legendäre-Seelen-Modus, der nach dem Beenden der Story anwählbar ist und mit abartig guten Gegnern aufwartet.

Little Sister: Im Story-Modus kämpft ihr nicht nur mit der Hauptfigur Patroklos, sondern unter anderem auch mit dessen Schwester Pyrrha. Quelle: Videogameszone Little Sister: Im Story-Modus kämpft ihr nicht nur mit der Hauptfigur Patroklos, sondern unter anderem auch mit dessen Schwester Pyrrha. Der vielversprechende Online-Modus
Im Mehrspielerbereich erwarten euch natürlich die obligatorischen Offline-Versus-Battles sowie ein deutlich erweiterter Online-Modus, dessen Server zum Testzeitpunkt noch nicht aktiviert waren. Namco Bandai verspricht weltweite Matches, mehr als 60 Lobbys mit je bis zu 100 Spielern sowie eine Replay-Upload-Möglichkeit auf YouTube. Wir sind gespannt!

Die fette Optik
Grafisch hat sich Teil 5 im Vergleich zum Vorgänger enorm gesteigert. Detailliertere Kämpfer, geschmeidigere Animationen, deutlich aufwendigere Hintergründe, bessere Lichteffekte, ein weitaus hübscheres Menüdesign - das neue Soul Calibur sieht von vorne bis hinten einfach fantastisch aus. Einziger kleiner Makel: Die Kritische-Klinge-Moves hätten ruhig noch einen Deut spektakulärer inszeniert werden können und halten den Vergleich zu dem Ultra-Combos aus SF 4 nicht stand. In puncto Hintergrundmusik erwartet euch der gewohnt orchestrale Soundtrack, den man entweder liebt oder sofort ausschaltet.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Soul Calibur 5 im Test: Das hat uns gefallen
  2. Seite 2 Soul Calibur 5 im Test: Das hat uns weniger gefallen
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