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08.02.2010 18:00 Uhr

Bioshock 2 im Test: Was taugt der Nachfolger für PS3 und Xbox 360?

Bioshock 2 im Test: PS3- und Xbox 360-Spiele, die was taugen und in denen was taucht, sind selten. Ganz selten aber sind Nachfolger von PS3- und Xbox 360-Spielen, die was taugen und in denen was taucht. Willkommen in Rapture! Willkommen in Bioshock 2!


Bioshock 2 im Test für PS3 und Xbox 360: Unter Strom - Der Big Daddy ist in unsere aufgeladene Wirbelwindfalle getappt. Das wird ihn nicht stoppen, aber kurz beschäftigen.
Hat euch die Einleitung in den Bioshock 2-Test für PS3 und Xbox 360 verwirrt? Ja? Super, das dürft ihr gleich als Vorbereitung auf die Handlung von Bio­shock 2 verstehen. Die ist noch viel, viel verwirrender. Aber - so hört und liest der aufmerksame Redakteur in den Tiefen des Internets - das ist es auch, was so mancher Fan vom Spiel erwartet: eine Handlung, die eben nicht auf den ersten Blick all ihre Feinheiten offenbart und die nicht gleichmäßig und streng geradeaus vor sich hindümpelt. Super, dann ist Bio­shock 2 ja ein voller Erfolg! Irgendwie schon, aber irgendwie ... na ja, fangen wir doch mal ganz am Anfang an: Seit Bio­shock sind im gescheiterten Unterwasser-Utopia Rapture zehn Jahre vergangen. Zehn Jahre, in denen die Stadt weiter verrottete, die Splicer zusehends mutierten und die Führungsriege einmal komplett wechselte. Kein großes Wunder, schließlich haben wir ja annähernd alle Verantwortlichen im Laufe von Teil 1 aus dem Weg geräumt. Es ist also ein neuer Sheriff in der Stadt: Sophie Lamb. Ein ausführlicher Test zum Mehrspieler-Modus aus Bioshock 2 folgt in Bälde. Wer sich die Grafik-Frage stellt, der schaut sich unseren Grafikvergleich zu Bioshock 2 zwischen der PS3- und Xbox 360-Version an. Einen Test zur PC-Version von Bioshock 2 lest ihr bei Chris auf pcaction.de. Ob sich Bioshock 2 atmosphärisch und spielerisch gegen den erfolgreichen Vorgänger behaupten kann, erfahrt ihr in unserer Analyse Bioshock vs. Bioshock 2.
Bioshock 2 im Test für PS3 und Xbox 360: Beschützerinstinkt - Während unsere Little Sister fleißig Adam sammelt, wehren wir drogenhungrige Splicer ab.


Und ihr, der erste aller Big Daddys, geratet schon im Laufe des Introvideos mit der guten Dame aneinander. Dass euer monströser Taucherhelmträger am Ende ebendieses Einleitungsfilmchens das Zeitliche segnet, nur um sich Sekunden später unter eurer Führung auf die Suche nach Töchterchen Eleanor zu machen, braucht euch nicht weiter zu wundern - das ist einer der verwirrenden Umstände, die sich am Ende des Spiels relativ logisch auflösen. Lamb wird euch sogleich als böse verkauft, immerhin scheint sie euren Sprössling entführt zu haben, sie zu finden ist also erst einmal das erklärte Ziel. Sinclair hingegen, ein Industrieller, dessen Namen aufmerksame Bioshock 1-Spieler vielleicht schon einmal gehört haben, mimt den Guten und sabbelt euch stundenlang über Funk die Ohren voll, hilft euch mit Ratschlägen auf die Sprünge und weist euch den Weg. Nicht auf die "Wärst du so freundlich ..."-Art, sondern eher im Stil von "Bring ihn um oder nicht - ist mir doch egal."

Bioshock 2 im Test für PS3 und Xbox 360: Noch eine Runde - Vor einem Karussell Splicer besorgen wir es einem Rudel Splicer
Geschichtsstunde
Handwerklich erscheint die Story einwandfrei, inhaltlich kann jeder davon halten, was er will - wer auf verworrene und leicht mysteriöse Geschichten steht, kann damit sicher mehr anfangen als jemand, dem eine Folge Teletubbies schon zu komplex ist. Ganz offensichtlich stimmt's aber beim Tempo nicht ganz: Während die Erzählgeschwindigkeit die meiste Zeit zwischen "Tröpfeln" und "leichtem Rinnsal" schwankt, nimmt das Spiel am Ende fast schon zu viel Fahrt auf. Da passieren plötzlich massenhaft Dinge annähernd gleichzeitig, sodass wir mit dem Zuschauen kaum mehr hinterherkommen. Natürlich erzählen wir euch hier keine Details, aber die letzten zwei bis drei Spielstunden sprudeln vor kreativ und interessant inszenierten Ereignissen, worüber der Mangel an ebensolchen im restlichen Spiel beinahe in Vergessenheit gerät. Wieder stehen die obligatorischen Moralentscheidungen auf dem Programm: Little Sisters ausbeuten oder befreien? Held oder Arsch? Spielt ihr gut, erhaltet ihr weniger Adam, dafür aber kleine Belohnungen. Wenn ihr böse spielt, gibt's eine andere Endsequenz auf den Schirm. Das lief in Teil 1 ziemlich ähnlich. Schade, da wäre mehr Raum für moralische Auswirkungen gewesen.



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16 Kommentare zum Artikel
RO-M-EO | 19.02.2010 | 07.51 Uhr
bin ich froh das sich hier viele meiner Gedanken wieder finden,mein Prolog zum Spiel,hatte wärend dem spielen ständig ein beengtes Gefühl,fand Raptor zu eng,klein,...vor allem im Bezug auf Characterweiterentwicklung ist das Game zu kurz,jaja,ich weis,soll ja ein Shooter sein,ist er das!???
Aber alle die den1 Teil nicht kennen sind sicher begeistert und genau da liegt meine Kritik,...
ndz | 11.02.2010 | 20.01 Uhr
Zitat: (Original von Sc4rFace am 10.02.2010 19:53)
Zitat: (Original von ndz am 09.02.2010 21:05)
Ruhig Blut, Flamer  
Was hast du an der Aussage auszusetzen? Nach 3 Jahren Entwicklung darf man in einem Nachfolger wohl etwas Weiterentwicklung erwarten. Wenn du bei jedem Nachfolger zu einem Spiel nur die oben genannten Dinge...

Zitat: (Original von FlamerX)
Nur ein paar neue Gegner, Waffen, Fähigkeiten und Areale.


... erwartest, braucht man künftig keine Sequels mehr produzieren. Denn all das könnte man auch als Add-On-Content liefern.

Halt, halt, halt. Zählt das für alles außer God of War?


Was willst du damit sagen?  
Sc4rFace | 10.02.2010 | 19.53 Uhr
Zitat: (Original von ndz am 09.02.2010 21:05)
Ruhig Blut, Flamer  
Was hast du an der Aussage auszusetzen? Nach 3 Jahren Entwicklung darf man in einem Nachfolger wohl etwas Weiterentwicklung erwarten. Wenn du bei jedem Nachfolger zu einem Spiel nur die oben genannten Dinge...

Zitat: (Original von FlamerX)
Nur ein paar neue Gegner, Waffen, Fähigkeiten und Areale.


... erwartest, braucht man künftig keine Sequels mehr produzieren. Denn all das könnte man auch als Add-On-Content liefern.

Halt, halt, halt. Zählt das für alles außer God of War?
ndz | 10.02.2010 | 19.46 Uhr
Zitat: (Original von FlamerX am 10.02.2010 08:09)
Das Hacken ist schneller und das Geschehen läuft im Hintergrund schneller. Außerdem bekommt Bonusse für gewagteres Hacken. Weiterhin muss man nun nicht mehr zwischen Waffe und Plasmid wechseln, sondern hat beides gleichzeitig zur Verfügung. Das sind alles kleine Weiterentwicklungen. Weiterentwicklungen sollen wie der Name schon sagt etwas Bestehendes weiterentwickeln und nicht komplett ändern. Ich will den Grundgedanken, der ursprünglich bestand, wiedererkennen.


Da will ich dir ja auch nicht widersprechen. Dennoch fehlt mir ein wenig der "Kick", den mir der erste Teil gegeben hat. Und da nach 3 Jahren Entwicklung ja doch alles auf dem selben (hohen!) Niveau geblieben ist, fehlt eben meiner Meinung nach der vielzitierte "WOW!"-Effekt.

Man hätte von mir aus ruhig ein paar "echte" Neuerungen einbauen dürfen und eben nicht "nur" Detialverbesserungen. Versteht mich nicht falsch, BioShock 2 ist sicher kein schlechtes Spiel, ganz im Gegenteil. Im Vergleich zum ersten Teil finde ich es aber bestenfalls gleich gut. Und da bin ich eben im Hinblick auf die doch recht lange Entwicklungszeit (für ein quasi identisch aussehendes Spiel) doch mit höheren Erwartungen rangegangen. Vll. mit zu hohen...

Zitat: (Original von meisternintendo am 09.02.2010 21:50)
Vor allem bei Bioshock war es doch schier unmöglich den ersten Teil noch zu toppen (da ein WOW-Effekt in dem Sinne einfach nicht zu wiederholen ist). Freu mich aber trotzdem auf den 2. Teil  


Dito  
petib | 10.02.2010 | 09.10 Uhr
Wie im anderen B2 Thread schon geschrieben bin ich auf Flamers Seite. Ich will auch keine großen Veränderungen, wenn das Game schon für mich perfekt war.

Hoffe mein Game kommt bis zum WE an, dann gehts ab nach Rapture  
FlamerX | 10.02.2010 | 08.09 Uhr
Zitat: (Original von ndz am 09.02.2010 21:05)

Was hast du an der Aussage auszusetzen? Nach 3 Jahren Entwicklung darf man in einem Nachfolger wohl etwas Weiterentwicklung erwarten.

Ja. Und in dem kleinen Bisschen, was ich bisher gespielt hab', gibt es das bereits. Das Hacken ist schneller und das Geschehen läuft im Hintergrund schneller. Außerdem bekommt Bonusse für gewagteres Hacken. Weiterhin muss man nun nicht mehr zwischen Waffe und Plasmid wechseln, sondern hat beides gleichzeitig zur Verfügung. Das sind alles kleine Weiterentwicklungen. Weiterentwicklungen sollen wie der Name schon sagt etwas Bestehendes weiterentwickeln und nicht komplett ändern. Ich will den Grundgedanken, der ursprünglich bestand, wiedererkennen.


Wenn du bei jedem Nachfolger zu einem Spiel nur die oben genannten Dinge...
Zitat: (Original von FlamerX)
Nur ein paar neue Gegner, Waffen, Fähigkeiten und Areale.

... erwartest, braucht man künftig keine Sequels mehr produzieren. Denn all das könnte man auch als Add-On-Content liefern.

Ja, könnte man. Von mir aus auch gerne. Mehr habe ich niemals erwartet. Aber ein 6 GB großes Add-On will sich keiner ziehen. Schon gar nicht Leute mit einer schwachen DSL Leitung.


Deshalb wiederhole ich mich gerne:

Zitat: (Original von ndz)
Nach 3 Jahren Entwicklung darf man in einem Nachfolger wohl etwas Weiterentwicklung erwarten.

Wenn man als Entwickler etwas Neues probieren will, dann soll man sich ein neues Franchise ausdenken. Ein Fan eines Franchises will nicht plötzlich im zweiten Teil ein komplett anderes Spiel spielen. Er kauft es sich, weil es Elemente gab', die ihm gefallen haben. Wenn Entwickler diese Inhalte derart verstümmeln - oder wie du sagtest Verschlimmbessern - , dass es sich völlig geändert hat, ist klar, dass die Fans enttäuscht sind und meiner Meinung nach ist es auch ein klein wenig Betrug gegenüber den Fans.


Ich bin Heilfroh, dass BioShock so geblieben ist, wie es war. Und ich war auch einer der ganz großen Kritiker wegen des Multiplayermodus. Ich dachte, dass die Kampagne darunter leiden würde. Bis jetzt bin ich absolut begeistert.


Zitat: (Original von meisternintendo am 09.02.2010 21:50)

Vor allem bei Bioshock war es doch schier unmöglich den ersten Teil noch zu toppen (da ein WOW-Effekt in dem Sinne einfach nicht zu wiederholen ist).

Dem kann ich ganz und gar nicht zustimmen!
Spiel' mal den Prolog. Wenn die erste Big Sister die große Scheibe ankratzt, diese langsam bricht, den Raum innerhalb wenigen Augenblicken komplett flutet und ich wegspült, wirst du wahrscheinlich anders denken. Auch der Unterwasserweg danach nach Rapture mit seinen Wassereffekten und Lebewesen in Verbindung mit dem Soundtrack... Das hatte sehr viel Atmosphäre und mysteriöses. Liegt wahrscheinlich daran, dass der Meeresgrund für uns Menschen neben dem Universum das größte Mysterium mit ihren Bewohnern darstellt.
Ich habe wirklich in dem Moment mit offenem Mund gespielt.

Ich kann mich nicht erinnern, dass ich im ersten Teil so überwältigt war.
Kann aber auch daran liegen, dass ich...
Zitat: (Original von ndz)
Nach 3 Jahren Entwicklung...
einfach alles vergessen hab'.  
carlosblanka | 09.02.2010 | 22.01 Uhr
Bioshock 1: Setting, Story und was Bioshock so ausmacht fand ich super, aber: Alle Gegner im Raum getötet. Man dreht sich um, verlässt den Raum durch die einzige Tür und tritt über die Schwelle. Wenn man jetzt wieder den Raum betritt aus dem man grad kommt sind da wieder Gegner. Was soll den sowas? Das vernichtet in meinen Augen jegliche Atmosphäre und Spieldichte. Bioshock = super Story
aber als "Spiel"? empfand ich es nur als anstrengend und nervig...
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Allgemeine Infos
System: Xbox 360
Genre: Actionspiel
Entwickler: 2K Marin
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Sprache: nicht bekannt
Schwierigkeit: nicht bekannt
Internet: http://www.2kgames.com/cultofr...
Spieler: nicht bekannt
USK: nicht bekannt
Preis: keine Angaben
Termin: 09.02.2010
 
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