Bioshock 2 im Test: PS3- und Xbox 360-Spiele, die was taugen und in denen was taucht, sind selten. Ganz selten aber sind Nachfolger von PS3- und Xbox 360-Spielen, die was taugen und in denen was taucht. Willkommen in Rapture! Willkommen in Bioshock 2!
Quelle: videogameszone.de
Bioshock 2 im Test für PS3 und Xbox 360: Unter Strom - Der Big Daddy ist in unsere aufgeladene Wirbelwindfalle getappt. Das wird ihn nicht stoppen, aber kurz beschäftigen.
Hat euch die Einleitung in den Bioshock 2-Test für PS3 und Xbox 360 verwirrt? Ja? Super, das dürft ihr gleich als Vorbereitung auf die Handlung von Bioshock 2 verstehen. Die ist noch viel, viel verwirrender. Aber - so hört und liest der aufmerksame Redakteur in den Tiefen des Internets - das ist es auch, was so mancher Fan vom Spiel erwartet: eine Handlung, die eben nicht auf den ersten Blick all ihre Feinheiten offenbart und die nicht gleichmäßig und streng geradeaus vor sich hindümpelt. Super, dann ist Bioshock 2 ja ein voller Erfolg! Irgendwie schon, aber irgendwie ... na ja, fangen wir doch mal ganz am Anfang an: Seit Bioshock sind im gescheiterten Unterwasser-Utopia Rapture zehn Jahre vergangen. Zehn Jahre, in denen die Stadt weiter verrottete, die Splicer zusehends mutierten und die Führungsriege einmal komplett wechselte. Kein großes Wunder, schließlich haben wir ja annähernd alle Verantwortlichen im Laufe von Teil 1 aus dem Weg geräumt. Es ist also ein neuer Sheriff in der Stadt: Sophie Lamb. Ein ausführlicher Test zum Mehrspieler-Modus aus Bioshock 2 folgt in Bälde. Wer sich die Grafik-Frage stellt, der schaut sich unseren Grafikvergleich zu Bioshock 2 zwischen der PS3- und Xbox 360-Version an. Einen Test zur PC-Version von Bioshock 2 lest ihr bei Chris auf pcaction.de. Ob sich Bioshock 2 atmosphärisch und spielerisch gegen den erfolgreichen Vorgänger behaupten kann, erfahrt ihr in unserer Analyse Bioshock vs. Bioshock 2.
Quelle: videogameszone.de
Bioshock 2 im Test für PS3 und Xbox 360: Beschützerinstinkt - Während unsere Little Sister fleißig Adam sammelt, wehren wir drogenhungrige Splicer ab.
Und ihr, der erste aller Big Daddys, geratet schon im Laufe des Introvideos mit der guten Dame aneinander. Dass euer monströser Taucherhelmträger am Ende ebendieses Einleitungsfilmchens das Zeitliche segnet, nur um sich Sekunden später unter eurer Führung auf die Suche nach Töchterchen Eleanor zu machen, braucht euch nicht weiter zu wundern - das ist einer der verwirrenden Umstände, die sich am Ende des Spiels relativ logisch auflösen. Lamb wird euch sogleich als böse verkauft, immerhin scheint sie euren Sprössling entführt zu haben, sie zu finden ist also erst einmal das erklärte Ziel. Sinclair hingegen, ein Industrieller, dessen Namen aufmerksame Bioshock 1-Spieler vielleicht schon einmal gehört haben, mimt den Guten und sabbelt euch stundenlang über Funk die Ohren voll, hilft euch mit Ratschlägen auf die Sprünge und weist euch den Weg. Nicht auf die "Wärst du so freundlich ..."-Art, sondern eher im Stil von "Bring ihn um oder nicht - ist mir doch egal."
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Bioshock 2 im Test für PS3 und Xbox 360: Noch eine Runde - Vor einem Karussell Splicer besorgen wir es einem Rudel Splicer
Geschichtsstunde
Handwerklich erscheint die Story einwandfrei, inhaltlich kann jeder davon halten, was er will - wer auf verworrene und leicht mysteriöse Geschichten steht, kann damit sicher mehr anfangen als jemand, dem eine Folge Teletubbies schon zu komplex ist. Ganz offensichtlich stimmt's aber beim Tempo nicht ganz: Während die Erzählgeschwindigkeit die meiste Zeit zwischen "Tröpfeln" und "leichtem Rinnsal" schwankt, nimmt das Spiel am Ende fast schon zu viel Fahrt auf. Da passieren plötzlich massenhaft Dinge annähernd gleichzeitig, sodass wir mit dem Zuschauen kaum mehr hinterherkommen. Natürlich erzählen wir euch hier keine Details, aber die letzten zwei bis drei Spielstunden sprudeln vor kreativ und interessant inszenierten Ereignissen, worüber der Mangel an ebensolchen im restlichen Spiel beinahe in Vergessenheit gerät. Wieder stehen die obligatorischen Moralentscheidungen auf dem Programm: Little Sisters ausbeuten oder befreien? Held oder Arsch? Spielt ihr gut, erhaltet ihr weniger Adam, dafür aber kleine Belohnungen. Wenn ihr böse spielt, gibt's eine andere Endsequenz auf den Schirm. Das lief in Teil 1 ziemlich ähnlich. Schade, da wäre mehr Raum für moralische Auswirkungen gewesen.
