Halo 3: ODST im Test: Was taugt das neue Abenteuer im Halo-Universum wirklich? Rechtfertigt die kurze, aber actionreiche Singleplayer-Kampagne den Preis? Dies und mehr in unserer Review zum neuen Halo-Game!
Halo 3: ODST ist ein unglaubliches Spektakel: Im Test fliegen uns Granaten um die Ohren, düsen Bungies an uns vorbei, schreien unsere verbündeten Einheiten uns lauthals Kommandos entgegen: "Aus dem Weg", "Stirb, Stirb, Stirb", "Achtung, feindliche Truppen" - die Aufruhr könnte größer nicht sein. Klar, wir befinden uns im Jahre 2552, es herrscht Krieg. Ein Krieg zwischen Gut und Böse. Ein Krieg zwischen der ODST und der - bereits aus den ersten Halo-Spielen bekannten - Allianz. Während der eigentliche Halo-Held Master Chief während seines letzten glorreichen Abenteuers im Tiefschlaf versunken ist, kämpfen wir in Halo 3: ODST als einer der tapferen Helden der Orbital-Absprung-Shock-Trooper, der ODST. Seine Befehle: Am Leben bleiben, die Mitglieder seines Einsatzteams finden und aus der hart umkämpften Stadt Neu-Mombasa entkommen. Diese Beschreibung mutet wie ein x-beliebiger Shooter an, doch schon nach wenigen Minuten Spielzeit entpuppt sich Halo 3: ODST als das, was wir uns im Vorhinein versprochen haben: ein Halo-Spiel, gespickt mit harten Feuergefechten, einer kurzweiligen Story sowie einem fetten Mehrspieler-Modus. Wenngleich es aber diverse Punkte zu Beanstanden gibt, so viel sei vorweggenommen.
Quelle: Microsoft
Geballte Action: In Halo 3: ODST überzeugten uns vor allem die intensiven Kämpfe.
Halo 3: ODST knüpft an Halo 2 an
Zeitlich fügt sich die Geschichte von Halo 3: ODST nahtlos an die Geschehnisse von Halo 2 an. Wir erinnern an "Metropole", "Prophet des Bedauerns springt aus New Mombasa" - Stichpunkte, bei denen Halo-2-Spieler aufhorchen. Und genau dort setzt Halo 3: ODST an. Sofort nach Spielbeginn vergeht keine ruhige Sekunde, wir werden förmlich in den virtuellen Kampf hineingeboren. Unser Herz klopft. Unser Adrenalinspiegel rast durch die Decke. Wir landen mit unserer ODST in Neu-Mombasa. Sind die denn wahnsinnig, fragen wir uns, als sie uns direkt im Kampfzentrum absetzten. Nein, sind sie nicht, wird uns schnell klar. Schließlich verzichtet Halo 3: ODST gänzlich auf langatmige Ruhepausen, vielmehr versucht ODST wie ein Tornado zu beginnen und wie ein Erdbeben zu enden. Wie ein guter Kinofilm eben.
Quelle: Microsoft
Nachtsicht: Wenn's draußen dunkel ist, hilft das Nachtsichtgerät, das mit der X-Taste angeschaltet wird.
Schon nach Ankunft in der hart umkämpften Stadt geraten wir in erste erbitterte Schusswechsel: Fiese Bösewichte der Allianz versuchen uns mit unkonventionellen, für Halo-Fans aber bekannten Wummen, darunter Plasmawaffen, MGs und Nagelpistolen, aus dem Weg zu räumen. Dabei agieren sie äußerst klug und taktisch vorausschauend. Während wir uns etwa hinter einem umgekippten LKW oder einer Mauer verstecken, versuchen uns die Biester immer wieder aufzulauern. Das gelingt ihnen bestens, denn sobald sie unseren Anzug auch nur minimal aus einer Ecke funkeln sehen, kommen sie angestürmt. Oftmals nicht allein. Aber immer mit reichlich Aggressivität. Im Schlepptau befinden sich oft riesige Gegner, die eine Menge Bleikugeln abhalten. Womit wir direkt beim leidigen Thema wären: Auch in Halo 3: ODST ist die Munition knapp. Regelmäßig Ausschau nach neuen Wummen zu halten, ist von enormem Vorteil!
