Das kennen wir doch so ähnlich aus Burnout 3.
Die Partnerschaft zwischen EA und Warner Brothers scheint gut zu funktionieren, denn für die Softwareumsetzung des neuen Batman-Films vergab das Filmstudio die Lizenz erneut an den Spieleriesen.
Warum auch nicht, schließlich waren die Kooperationen in jüngerer Vergangenheit meist von großem Erfolg begleitet; Harry Potter ist da nur eines von vielen Beispielen. Batman Begins bleibt der mittlerweile in der Games-Branche üblichen Lizenzrezeptur treu: Man kopiere ein erfolgreiches Spielkonzept und verziere es mit Filmschnipseln und einer Story, die mehr oder weniger der Geschichte des Films folgt. Im vorliegenden Fall orientierte sich Electronic Arts an Oberschleicher Sam Fisher und presste die Splinter Cell-Charakteristika in das Batman-Kostüm.
Vorsicht ist Besser als Nachsicht
Die Geschichte des Spiels orientiert sich also an der Handlung des Films. Leider wird diese im Spiel recht konfus erzählt, sodass sich die Details wohl erst vollends eröffnen, wenn man auch den Film gesehen hat.
Es geht darum, dass Bruce Wayne alias Batman, nachdem bei seiner Firma Wayne Enterprises eingebrochen wurde, hinter einem wertvollen gestohlenen Gut her ist. Während seiner Jagd stellt er fest, dass hinter der Sache mehr steckt als nur ein einfacher Diebstahl.
Wer dabei noch die vorangegangenen Batman-Produktionen im Gedächtnis hat, muss umdenken. Batman gilt in dieser Version der Geschichte als dunkler und undurchschaubarer Outlaw, der sowohl gegenüber den bösen Jungs als auch der Polizei Vorsicht walten lässt. Daher verlässt sich der schwarze Flattermann auch in erster Linie auf seine Schleich-Fähigkeiten.
Angst und Schrecken
Ihren Weg bahnen Sie sich, wie bereits angedeutet, in der Haut von Batman in bester Sam-Fisher-Manier. Wer schon einmal Splinter Cell gespielt hat, weiß, was auf ihn zukommt: schleichen, verstecken, Kraxelübungen, Überraschungsangriffe aus dem Dunkeln und kreative Einbeziehung der Umgebung. Gerade letzteres Feature stellt sich als nicht zu unterschätzender Vorteil heraus.
Da Batman bereits ein mysteriöser Ruf vorauseilt, genügt es schon, ein wackeliges Gerüst umzuschmeißen, damit sich die schweren Jungs ordentlich in die Hosen machen. Dann lassen sie nicht nur zu Tode geängstigt die Waffe fallen, sie sind auch schneller zur Strecke zu bringen. Für den akrobatisch veranlagten Batman ist es schwer, sich mit komplettem Waffenarsenal wie Schrotgewehr und Panzerfaust lautlos über die Dächer und Fassaden fortzubewegen - was auch eher untypisch wäre. Daher geht er gegen seine Gegner nur mit seinen Fäusten vor, aber das nicht weniger effektiv.
Das Kampfsystem wurde bewusst simpel gehalten, neben je einem Schlag und Kick beherrscht er lediglich noch einen Spezialangriff und kümmert sich um seine Deckung.
Bunter Mix
Für spielerischen Tiefgang sorgen hauptsächlich die Schleich-Passagen. Besonders positiv fällt das Leveldesign auf. Die Abschnitte sind so gut ausgeklügelt, dass man meist von allen Fähigkeiten Batmans Gebrauch machen muss, um ans Ziel zu kommen.
