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Test
23.02.2005 13:14 Uhr

The Legend of Zelda: The Four Swords Adventures

Mit Link im praktischen Vierer-Pack erleben endlich auch europäische Zocker-Partylöwen coole Abenteuer.

Hersteller:
Termin: Spieler:
Testurteil:
79
 
Steuerung
90
Grafik
67
Sound
74
Multiplayer
88
23.02.2005 13:14 Uhr - Als das Zeitalter des Internets noch nicht angebrochen war, fand man sich als Multiplayer-Fan noch mit Freunden im heimischen Wohnzimmer zusammen. Mittlerweile kann man zum Teil mit knapp 30 Leuten zusammen spielen und sieht sie noch nicht mal. Nintendo bleibt der ursprünglichen Variante treu und beliefert GameCube-Besitzer endlich mit der längst überfälligen PAL-Fassung von The Legend of Zelda: Four Swords Adventures. Dass gerade diese Serie als Grundlage für ein reines Mehrspieler-Vergnügen benutzt wird, ist etwas merkwürdig, da sämtliche Titel der Reihe eigentlich perfekt auf Solisten zugeschnitten waren. Trotzdem ist die Rechnung aufgegangen - das hat schon unser Import-Test in Ausgabe 06/2004 gezeigt. Nintendo hat einfach eine Hintergrundgeschichte erschaffen, die eine plausible Erklärung für die Existenz von vier Links schafft. Der Wind-Dämon Vaati wurde vor langer Zeit besiegt und verbannt. Dazu waren allerdings der Mut und die Stärke von vier Helden nötig. Mithilfe des Schwertes der Vier, das seinen Besitzer vervierfacht, konnte schließlich der Bösewicht dingfest gemacht werden. Doch wie es der Zufall so will, schafft er es, auszubüxen. Zusätzlich hat er sich auch noch die sieben Maiden geschnappt, die durch ihre magischen Fähigkeiten das Siegel, das Vaati festhielt, wieder instand setzen hätten können. So beginnt eine Jagd nach den holden Jungfern und dem Dämon, um Hyrule wieder zu einem zufriedenen und sicheren Ort zu machen. Da die Kraft des Schwertes der Vier in der Vergangenheit bereits wunderbar im Kampf gegen Vaati funktioniert hat, muss die Klinge dieses Mal auch wieder herhalten. Und somit steuert man vier Helden während dieser Rettungsmission.

Geteiltes Leid ist halbes Leid
Das Spiel hat nichts mehr mit den Soloabenteuern zu tun und ist bis in kleinste Detail auf die vier Heldenfiguren zugeschnitten. Diese Tatsache ist sowohl in der Einzel- als auch in der Mehrspieler-Variante zu spüren. Falls man die Rettungsaktion alleine beginnt, bewegt man nur einen der vier Links, wobei die anderen drei Helden aufgereiht wie an der Perlenschnur folgen. Per Kurzbefehl - als Steuergerät kann entweder der GameCube-Controller oder der GBA (SP) verwendet werden - können die Vierlinge entweder vier unterschiedliche Formationen annehmen oder einzeln bewegt werden, um diverse Rätsel zu lösen, Schalter zu betätigen oder Felsblöcke zu verschieben. Die Umgebungen und Levelinhalte bleiben dabei stets gleich, egal ob man alleine, zu zweit, zu dritt oder zu viert loszieht. Allerdings besteht die offensichtliche Stärke des Titels im Mehrspieler-Part. Damit ihr Zelda: Four Swords Adventures mit mindestens einem Kumpel spielen könnt, müssen alle Teilnehmer auf den GBA (SP) als Controller zurückgreifen. Dies war schon bei Final Fantasy: Crystal Chronicles Voraussetzung für diesen Modus, wobei die Spielbarkeit nicht sonderlich ausgereift wirkte. Beim neuen Zelda-Spiel ist das jedoch ganz anders. Hier haben die Entwickler ein System entworfen, das in dieser Form nur durch die Kombination mit dem Handheld spielbar ist.

Jeder für sich und doch gemeinsam
Jeder Spieler steuert seinen Link, der sich durch seine Farbe (Grün, Blau, Rot oder Pink) unmissverständlich von den anderen Links abhebt, auf dem Fernsehbildschirm, solange die Ereignisse auf der Oberwelt stattfinden. Sobald man einen Dungeon oder ein Gebäude betritt, wechselt das Geschehen auf den Bildschirm des Handhelds. Dadurch bleiben die Aktionen des jeweiligen Spielers für die anderen verborgen, sofern sie sich nicht im selben Gebäude oder Dungeon befinden. Auf diese Weise kann jeder auf eigene Faust auf Juwelenjagd gehen. Das hört sich nicht gerade nach Teamwork an - und darum geht es tatsächlich in diesem Fall auch nicht, denn am Ende eines jeden Levelabschnittes erfolgt eine Abrechnung der Klunker und der Spieler mit den meisten Schätzen hat gewonnen. Kleinkriege auf dem Bildschirm sind somit vorprogrammiert, da jeder die anderen Links mit Schwerthieben um einige Juwelen ärmer machen kann. Auf diese Weise werden nicht nur die Konten, sondern auch die Bauchmuskeln der Spieler strapaziert. Es macht einfach unheimlich viel Spaß, kleine Gemeinheiten auszuteilen - und erst recht, wenn man zu viert spielt und alle munter mitmischen. Da werden den anderen Bomben entgegen- und Bumerangs um die Ohren geschleudert oder man wirft einen Mitspieler kurzerhand in eine Schlucht: Die Vielfalt der Hatz auf alles, was nur ansatzweise auf dem Bildschirm funkelt, kennt keine Grenzen. An bestimmten Stellen im Spiel ist allerdings auch Zusammenarbeit gefragt. Etliche Rätsel oder Schalter verlangen den koordinierten Einsatz der gesamten Truppe. So müssen zum Beispiel alle vier Helden zusammen einen riesigen Felsblock beiseite schieben, um überhaupt weiterzukommen. Manche Tore lassen sich nur öffnen, wenn sich alle Protagonisten auf dem Bildschirm verteilen und gleichzeitig einen Schalter betätigen. Und neben den Zelda-typischen Kopfnüssen verlangen auch die Zwischen- und Endgegner nach gemeinschaftlichem Einsatz.

Ausnahme-Erscheinung
Trotz der tollen Umsetzung des Mehrspieler-Modus wird es nicht sehr viele Spieler geben, die sich nur wegen des Zelda-Titels einen GBA (SP) und ein Linkkabel kaufen werden. Wer allerdings bereits über das Handheld verfügt, kann mit seinen Kumpels herrlich spaßige und auch fordernde Abenteuer erleben. Technisch präsentiert sich Zelda: Four Swords Adventures eher von der schlichten Seite. Sämtliche Umgebungen, Städte, Dörfer, Gegner und Dungeons sind in ihrer Gestaltung sehr eng an The Legend of Zelda: A Link to the Past angelehnt. Daraus ergibt sich eine vorherrschende Zweidimensionalität und einzig bildschirmfüllende Explosionen, Wasserbewegungen oder eine stellenweise immense Anzahl an Gegnern verraten, dass es sich um einen GameCube-Titel handelt. Begleitet werden die Mehrspieler-Abenteuer von netten Melodien und Soundeffekten, die auch eher an ein GBA-Spiel erinnern. Man merkt dem Titel deutlich an, dass Nintendo während der Entwicklung den Spielspaß klar in den Vordergrund gerückt hat.
Diese Soldaten erfordern ein koordiniertes Vorgehen.
So viele Gegner wären auf dem GBA nicht möglich.
An manchen Stellen bekommt man GameCube-gerechte Effekte zu Gesicht.

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Udo Crnjak
Meine Meinung - Udo Crnjak
Es macht unwahrscheinlich viel Spaß, zu viert durch die Landschaften von Hyrule zu stapfen, jede Menge Gegner zu beseitigen und Rätsel zu lösen. Die Kleinkriege um die vielen Kristalle sind einfach genial. Im Alleingang ist das Hauptspiel ebenfalls interessant, zumal die Kontrolle der Truppe gut umgesetzt wurde. Die GC-GBA-Connectivity ist in dieser Form auf dem GameCube absolut einzigartig und funktioniert wirklich vorbildlich.
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 Diese Soldaten erfordern ein koordiniertes Vorgehen.
 So viele Gegner wären auf dem GBA nicht möglich.
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