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28.07.2004 13:48 Uhr
Tom Clancy's Rainbow Six 3
Taktisches Vorgehen und knackige Action - |das vereint Ubisofts neuester Titel für den GameCube.
| Steuerung - |
Grafik 72 |
Sound 87 |
Multiplayer 76 |
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28.07.2004 13:48 Uhr - Was wäre die Welt ohne die spannenden und beklemmenden Romane von Tom Clancy. Die Filmindustrie hätte eine literarische Blockbuster-Vorlage weniger - und die Videospielewelt ebenso. Der berühmte Schriftsteller hat es sich zur Aufgabe gemacht, Geschichten mit militärischem und politischem Hintergrund zu verfassen. Das beherrscht er auch sehr gut, was die zahlreichen Platzierungen seiner Bücher in der Bestsellerliste belegen. Zudem hat er schon einige Filmvorlagen - unter anderem Jagd auf Roter Oktober und Der Anschlag - geliefert, die die Kino-Kassen kräftig klingeln ließen. Auch in der Spielewelt findet der Stoff von Tom Clancy regelmäßig Anwendung. Der im Moment berühmteste Vertreter ist wohl Tom Clancy's Splinter Cell. Action mit Anspruch Auch die Rainbow Six-Reihe greift auf eine Vorlage dieses Schriftstellers zurück. Ubisoft bringt mit Tom Clancy's Rainbow Six 3 den aktuellsten Action-Titel auch auf den Game-Cube. Der Spieler übernimmt dabei die Rolle von Ding Chavez, der das Kommando über eine vierköpfige Sondereinsatztruppe hat. Diese harten Burschen sind auf das Klären von besonders brisanten Situationen spezialisiert. Der Spieler muss in den 15 Missionen des Spiels mit seiner Truppe entweder Geiseln retten oder Bomben entschärfen. Die Anzahl der verfügbaren Kameraden kann hierbei - je nach Situation und Erfordernis - variieren. Es kommt durchaus auch mal vor, dass der Spieler Missionen alleine erledigen muss. Eingebettet wurden alle Missionen in eine Geschichte, die auch in der realen Welt durchaus vorstellbar wäre. Eine mysteriöse Terroristengruppe setzt alles daran, die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen der USA zu Saudi-Arabien zu gefährden. Da das hinterhältige Terroristennetzwerk überall auf der Welt agiert, besucht der Spieler sehr unterschiedliche Orte. Atmosphärisch top Atmosphärisch wurden die abwechslungsreichen Umgebungen, wie das Exgefängnis Alcatraz oder die Stadt Dubrovnik in Kroatien, sehr gut umgesetzt. Während der Einsätze steht dem Spieler eine Vielzahl an Befehlen zur Verfügung, welche die Kameraden dank der guten KI auch pflichtbewusst und fast immer zur vollen Zufriedenheit ausführen. Ob man nun möchte, dass einem die Kollegen Rückendeckung geben oder einen Raum stürmen und sämtliche Gefahren ausschalten, es stehen alle Möglichkeiten offen. So macht man sich schließlich auf, einen Raum nach dem anderen einzunehmen. Leider kommt es auch mal vor, dass man nach dem Trial-and-Error-Prinzip vorgehen muss. Wirklich misslungen sind jedoch die eingestreuten Schleichmissionen. Die Gegner haben anscheinend übermenschliche Wahrnehmungsfähigkeiten - das sorgt beispielsweise nach dem 25. Versuch, in ein Penthouse zu schleichen, für eine ordentliche Portion Frust. Einfache Handhabung Die Befehlsvergabe kann über Kurzbefehle mit dem Controller und bei der Xbox- und PS2-Version wahlweise auch über das Headset ausgeführt werden - der GameCube verfügt jedoch leider nicht über eine solche Peripherie. Dennoch haben die Entwickler ganze Arbeit geleistet und das Erteilen von Befehlen per Controller funktioniert nach kurzer Eingewöhnungszeit sehr gut. Es kommt nur sehr selten vor, dass die CPU-gesteuerten Kameraden an Hindernissen hängen bleiben oder verwirrt umherwuseln. Aber auch vonseiten der Gegner bekommt der Spieler die gute KI zu spüren. Die Terroristen gehen in Deckung und feuern wild mit einer Hand in den Raum, um einem das Weiterkommen zu erschweren. Das geht besser Technisch liegt der Titel weit hinter dem, was der GameCube zu leisten imstande ist. Die Framerate ist sehr instabil und schwankt zwischen flüssig - überwiegend in kleinen geschlossenen Räumen - und starken Ruckeleinlagen, die das Zielen immens erschweren. Im Vergleich zur Xbox- und PS2-Version wurden die Umgebungen stark verkleinert und man beginnt oft an Stellen, die in den anderen Versionen erst nach einiger Spielzeit erreicht werden. Die Levels machen mit ihren teilweise matschigen Texturen und der unspektakulären Architektur einen durchschnittlichen Eindruck. Aus diesem Grund ist es unverständlich, warum die Levels in zwei Etappen geladen werden. Das allein wäre ja noch nicht schlimm, wenn man nicht geschlagene 40 Sekunden warten müsste, bis es weitergeht. Allerdings sind die vielen Licht- und Raucheffekte sehr gut gelungen. Akustisch gibt es keinen Grund zum Meckern. Die Funksprüche sorgen zusammen mit dem überragenden, orchestralen Soundtrack für eine tolle Atmosphäre. Wer Lust dazu verspüren sollte, seinen Kumpels Befehle zu geben, kann dies im Zweispieler-Modus tun. In den zwei Spiel-Varianten hat man entweder die Möglichkeit, einen Level von allen Terroristen zu säubern, was sich treffenderweise "Terroristenjagd" nennt, oder man spielt die Mission mit der Aufgabenstellung des Einzelspieler-Modus. Trotzdem einen Blick wert An und für sich macht das gemeinsame Lösen der Missionen schon Spaß. Allerdings bewegt sich im Splitscreen-Modus die Framerate am Rande der Unspielbarkeit. Wer die Wahl zwischen allen drei Konsolenversionen hat, sollte sich auf jeden Fall für die Xbox-Variante entscheiden, da diese über eine starke Technik, das Headset und einen Online-Modus verfügt, der bei der GameCube-Fassung nicht vorhanden ist. Insgesamt ist Tom Clancy's Rainbow Six 3 ein guter Taktik-Shooter, der durchaus in der Lage ist, den Spieler für knapp zehn Stunden an den Controller zu fesseln.
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Die Stealth-Einlagen im Spiel sind völlig misslungen.
Auch die Gegner sind schlau und suchen Deckung.
Die Lichteffekte sind eindeutig die grafischen Highlights.
Jeder Kamerad sichert eine Seite perfekt ab.
Sogar das Gefängnis Alcatraz ist nicht vor den Terroristen sicher.
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Es ist ja schön und gut, dass Ubisoft endlich einen Rainbow Six-Titel für den GameCube umsetzt, aber warum bekommen wir GameCube-Zocker mal wieder nur eine abgespeckte Version? Die Levels sind kleiner als auf der Xbox, die Grafik ist auf PlayStation-2-Niveau und der Mehrspieler-Modus ruckelt wie die Hölle! Außerdem sind die Schleichmissionen voll in die Hose gegangen und frustrieren nach kurzer Zeit. Bei solchen Umsetzungen braucht sich kein Dritthersteller wundern, wenn die Verkaufszahlen nicht stimmen! Aber kommen wir zum Positiven: Das Gameplay ist gelungen und der Titel macht jede Menge Spaß. Schade, hier wäre ohne weiteres ein Hitstempel möglich gewesen.
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