|
14.06.2004 10:42 Uhr
Import-Test: The Legend of Zelda: The Four Swords
Vom Game Boy Advance auf den GameCube. Nintendos Fantasy-Epos wird zum Multiplayer-Vergnügen!
| Steuerung - |
Grafik 67 |
Sound 74 |
Multiplayer 88 |
|
|
14.06.2004 10:42 Uhr - Vom Game Boy Advance auf den GameCube. Nintendos Fantasy-Epos wird zum Multiplayer-Vergnügen! Vor einem Jahr eroberte ein grandioses Zelda-Spiel den Game Boy Advance: The Four Swords. Nintendo betrat mit dem Titel Neuland, war es doch das erste Spiel in der Kultserie, das man zu mehreren spielen konnte. Jetzt veröffentlichte Nintendo in Japan den Zelda-Titel The Four Swords + für den GameCube, welcher spielerisch auf dem Game-Boy-Pendant basiert: Ihr steuert das Spielgeschehen aus einer Vogelperspektive, welche dem Super-Nintendo-Klassiker A Link to the Past entspricht. Genau wie in der Game-Boy-Advance-Version legte man auch hier das Hauptaugenmerk auf den Mehrspielermodus. Hierzu steuert jeder Spieler seinen eigenen Link, den Helden der Zelda-Serie. Damit keine Verwechslungsgefahr besteht, trägt jeder Link andersfarbige Klamotten. In bester Zelda-Manier kämpft ihr gegen diverse Monster, verschiebt Blöcke, aktiviert Schalter, erkundet düstere Dungeons und löst zahlreiche Rätsel. Das Gameplay ist darauf ausgelegt, dass ihr mit euren Freunden zusammenarbeiten müsst. So lassen sich manche Feinde nur zu mehreren besiegen und es gibt auch Rätsel, die sich nicht von einem einzigen Spieler lösen lassen, sondern Kooperation erfordern. Beispielsweise bewegen sich manche Blöcke erst, wenn alle vier Links gemeinsam schieben. Auch einige Türen gehen erst auf, wenn vier Schalter gleichzeitig betätigt wurden. Ein tolles Beispiel für das intelligente Gameplay ist der im Folgenden beschriebene Bosskampf: Ein Bossgegner schießt einen grünen Feuerstrahl auf den grünen Link. Der grüne Link kann diesen mit dem Schwert abwehren. Der grüne Feuerstrahl verfärbt sich blau und bewegt sich nun auf den blauen Link zu. So müsst ihr im Team den Strahl so lange hin- und herschlagen, bis ihr das Feuer auf den Gegner zurückschleudern könnt. Das Design dieser Rätsel ist so unglaublich vielfältig, dass keine Langeweile aufkommt. So- weit gleicht die GameCube-Version dem Game-Boy-Advance-Original. Allerdings gibt es mehrere entscheidende Unterschiede. So benötigt etwa für den Mehrspielermodus der GameCube-Version jeder Spieler zwingend einen Game Boy Advance, da der Titel ausgiebigen Nutzen von der GameCube/Game-Boy-Advance-Verlinkung macht. Wenn ihr auf der Oberwelt herumlauft, seht ihr das Spielgeschehen auf dem Fernseher. Betritt ein Spieler dagegen eine Höhle oder ein Haus, dann wechselt das Spielgeschehen auf den Bildschirm des Game Boy Advance. So können die Spieler auch mal an verschiedenen Orten auf Erkundungstour unterwegs sein. Außerdem sehen die anderen Spieler nicht direkt, was man gerade macht. Denn neben dem gemeinsamen Lösen von Rätseln steht auch der persönliche Konkurrenzkampf im Vordergrund. Jeder Level ist voll gepackt mit Items, Rubinen und Herzteilen. Und so beginnt stets eine unglaubliche Hatz nach allem, was irgendwie auf dem Bildschirm glänzt und eingesammelt werden kann. Am Ende des Spiels wird abgerechnet und derjenige Spieler mit den meisten Punkten gewinnt. Da es jedoch noch diverse Möglichkeiten gibt, Extrapunkte zu erspielen, weiß man nie, wer gerade vorne liegt. Neben der Jagd nach Rubinen und Items macht es aber auch ganz einfach mal Spaß, die Mitspieler ein wenig zu ärgern. So kann man etwa die anderen Links hochheben, sie Abgründe hinunterschmeißen, sie mit dem Schwert ein wenig piesacken oder sich mit einer Bombe etwas Raum verschaffen. Anders als bei der Game-Boy-Advance-Version kann man The Four Swords auch alleine auf dem GameCube spielen. Da das gesamte Konzept des Spiels aber darauf basiert, dass im Team gespielt wird, bekommt der Einzelspieler insgesamt vier Links zur Verfügung gestellt. Neben dem Hauptcharakter kann der Spieler auch die Kontrolle über die anderen Links übernehmen oder auf Knopfdruck bestimmte Gruppen-Formationen einstellen. Gemeinsam stark Wenn es zum Beispiel nötig ist, einen Steinblock wegzubewegen, sollten sich alle Links parallel auf einer Linie bewegen. Habt ihr eine Formation gewählt, so machen alle Links dieselben Aktionen wie der Haupt-Link. Den Einzelspielermodus könnt ihr sowohl mit dem Game Boy Advance als auch mit dem GameCube- Controller spielen. Wenn ihr mit dem GameCube-Controller daddelt, müsst ihr trotzdem nicht auf das Game-Boy-Advance-Feeling verzichten. Denn witzigerweise wird einfach ein Game-Boy-Advance-Bildschirm eingeblendet, wenn ihr ein Haus oder einen Dungeon betretet. Natürlich in der gleichen grafischen Qualität, wie sie auch auf dem Handheld angezeigt würde. Der Einzelspielermodus macht also auch jede Menge Spaß, kann aber bei weitem nicht mit dem Mehrspielermodus mithalten. The Legend of Zelda: The Four Swords + beinhaltet aber mehr als ein einziges Spiel. Das von uns beschriebene Hyrule Adventure gleicht spielerisch dem Game-Boy-Original The Four Swords. Darüber hinaus beinhaltet die japanische Version von The Four Swords + noch die Spiele Navi Trackers und Shadow Battle, welche wir euch im Extrakasten auf Seite 67 vorstellen.In der US-Version von The Four Swords +, welche am 7. Juni unter dem Namen The Legend of Zelda: Four Swords Adventures in Amerika erscheint, wird Navi Trackers aus unbekannten Gründen jedoch nicht enthalten sein. Aus technischer Sicht ist The Four Swords + nett, mehr aber auch nicht. Die Grafik ist in dem bereits aus A Link to the Past bekannten 2D-Stil gehalten, wurde aber mit einigen hübschen Effekten aufgepeppt. Neben feinen Licht- und Partikel-Effekten gibt es auch Schockwellen sowie andere durch Magie ausgelöste Ef-fekte zu sehen. Aufgrund der immensen Grafikpower des GameCube bewegen sich teilweise enorm viele Objekte über den Bildschirm. Nichtsdestotrotz wird das Potenzial des GameCube zu keinem Zeitpunkt ausgereizt. Gleiches gilt für den Sound. Musik und Soundeffekte sind überwiegend aus den Zelda-Spielen bekannt und sorgen für die passende Atmosphäre. Da die Musikstücke aber immer noch im Midi-Format aufgenommen wurden, kann von einer orchestralen Musikkulisse keine Rede sein. Allerdings sollte man fairerweise erwähnen, dass es bei The Four Swords + nicht auf die Technik ankommt. Nintendo wollte den Titel in vielen Belangen bewusst simpel halten, was bei einem Multiplayer-Titel sehr wichtig ist, an dem möglichst viele Spieler gleichzeitig Vergnügen haben sollen. Die Rechnung "Gameplay über Grafik" geht dabei voll auf! Zwei Dinge verhindern aber eine höhere Wertung. Zum einen ist es sehr schade, dass für den Mehrspielermodus unbedingt GBAs benötigt werden. Zum ande-ren ist der Einzelspielermodus zwar durchaus unterhaltsam, aber nicht auf Dauer motivierend. Es handelt sich eben einfach nicht um ein episches Zelda-Abenteuer wie beispielsweise The Wind Waker. Der Mehrspielermodus ist dagegen ein echter Party-Knüller, der an die genialen Mehrspieler-Partien von Super Smash Bros. Melee oder Mario Kart: Double Dash!! erinnert.
|
Hier macht ihr euch mit der Steuerung eurer vier Recken vertraut.
Spielerisch erinnert The Four Swords an A Link to the Past.
Nur zu viert kann man den Stein schieben.
tellt die Links in richtiger Reihenfolge auf die Schalter.
Die Grafik wurde mit netten Wasser- und Lichteffekten versehen.
Lauter feines Sprengmaterial.
Sogar mit einem Pferd geht man gegen die Feinde vor.
Das eigentliche Spiel läuft auf dem GBA ab.
Mit Pfeil und Bogen geht es gegen die Fledermäuse.
Im Einzelspielermodus wird ein Game Boy eingeblendet.
Auf dem Game Boy sieht das Geschehen noch simpler aus.
Manche Schätze könnt ihr nur unter Wasser bergen.
Wir bewaffnen uns mit den Bumerangs.
|
(Fabian Sluga)
Bitte einloggen, um eine Bewertung abzugeben |
Der Beitrag ist noch nicht bewertet.
|
|

Auf dem Game Boy Advance ist The Four Swords ein absolutes Top-Game, das die Möglichkeiten des Handhelds optimal ausnutzt. Die GameCube-Version ist ein Musterbeispiel für die Linkmöglichkeit zwischen GameCube und Game Boy Advance und ein grandioses Mehrspieler-Spektakel. Die Hardware-Möglichkeiten werden aber nicht annähernd ausgereizt. Allerdings spielt das auch keine Rolle, der Titel ist ein klassisches Beispiel dafür, wenn das Gameplay deutlich die Technik überwiegt. Man darf nur nicht mit den falschen Erwartungen rangehen. Denn wer bei The Legend of Zelda: The Four Swords + auf ein klassisches und episches Zelda-Abenteuer gehofft hat, der dürfte wohl deutlich enttäuscht sein. Bei The Four Swords + handelt es sich vielmehr um einen genialen kleinen Snack, mit dem Nintendo die Wartezeit auf The Wind Waker 2 verkürzt. Dumm nur, dass es für Europa noch keinen genauen Termin gibt. Nach unseren Informationen soll der Titel aber noch in diesem Jahr hierzulande erscheinen. Wir werden euch auf dem Laufenden halten. Ich begebe mich jetzt erst einmal wieder gemeinsam mit Udo auf Rubin-Jagd.
Zum Profil von Fabian Sluga
|
Es sind noch keine Antworten vorhanden
Wollen Sie einen Kommentar abgeben ?
Melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich, wenn Sie noch keine Kennung besitzen.
Registrieren
|
 |
|