No Man's Sky: Test-Tagebuch zur Weltraum-Sandbox, Teil 5 - Keine Glanzwertung auf dem PC!
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No Man's Sky präsentiert sich aufgrund seiner prozeduralen Technik für jeden Spieler in unterschiedlicher Form. Wir starten daher unseren Test der PS4-Version in Tagebuchform. So könnt ihr euch ein Bild über die von uns erlebten Eindrücke machen. Wir haben bislang nur die PS4-Verkaufsversion inklusive Day-One-Patch vorliegen. Jetzt mit PC-Update!
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No Man's Sky legte auf dem PC nicht gerade einen reibungslosen Start hin. Da es inhaltlich keine Unterschiede zur schon ausführlich besprochenen PS4-Version gibt, haben wir uns bei der PC-Fassung im Wesentlichen die technische Umsetzung als auch die Steuerung angeschaut.
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Quelle: PC Games
No Man's Sky (PC): Gut, eine Spitzengrafik haben wir jetzt nicht erwartet, aber ein bisschen mehr optisches Aufbrezeln hätten wir uns schon gewünscht.
No Man's Sky: Viele PC-Spieler müssen Hand anlegen
Schon kurz nach dem Release der PC-Version des Erkundungs-Survival-Spiels von Hello Games hagelte es herbe Kritik: Viele Käufer beschwerten sich über die schlechte Performance, heftigen FPS-Einbrüchen und Abstürze. Nicht wenige Spieler bekamen und bekommen es überhaupt nicht zum Laufen - so jedenfalls der im Internet zu vernehmende Tenor.
Hersteller Hello Games arbeitet inzwischen intensiv an Lösungen, aber auch von Spielerseite gibt es inzwischen etliche veröffentlichte Workarounds, um wenigstens einige der bestehenden Probleme zu beheben. Unverständlich ist dabei, dass die Entwickler selbst einfache Konfigurationseinträge für das Spiel anscheinend nicht richtig durchdacht, beziehungsweise ausgiebig getestet haben.
Quelle: PC Games
No Man's Sky (PC): In den Grafik-Optionen gibt es erfreulicherweise einige Stellschrauben. Leider funktionieren nicht alle wie gewünscht.
Wir selber hatten glücklicherweise kein Problem damit, No Man's Sky auf den Test-PCs zum Laufen zu bekommen. Als positiv fallen die im Vergleich zur PS4-Fassung erweiterten Grafikoptionen auf. So lässt sich beispielsweise der FPS-Lock in mehreren Stufen einstellen. Als problematisch erweist sich die gewählte Vollbild-Option, da man damit beim Wechseln auf den Desktop mit Alt+Tab mit Abstürzen rechnen muss. Bei der Option "Ohne Rand", war das Wechseln zwar deutlich stabiler, aber nicht zu 100%. Positiv zu erwähnen ist jedoch, dass wir deutlich weniger Abbrüche des Online-Dienstes erlebten, als nach dem Start der PS4-Fassung. Vielleicht ist es Hello Games ja gelungen, für entsprechende Server-Kapazitäten zu sorgen, vielleicht hatten wir aber auch einfach nur Glück gehabt und stabile Zeiten erwischt.
Steuerungsvorteil zu Fuß, dagegen weiterhin Trägheit im All
Neben dem Einsatz des Controllers haben wir natürlich auch ausführliche Ausflüge mit Maus und Tastatur unternommen, sowohl zu Fuß als auch beim Fliegen. Dank der klassischen WASD-Bedienung und dem präzisen Einsatz der Maus machten uns die Gefechte am Boden gegen feindliche Wächter-Bots mehr Spaß, als in der PS4-Fassung. Schade hingegen ist, dass gängige PC-Standards nicht konsequent umgesetzt wurden. So genügt es beispielsweise in Menüs nicht, Befehle mit einfachem Mausklick zu tätigen, sondern ihr müsst die Maustaste länger gedrückt halten, bis die Eingabe durch das weiße Ringsymbol fertig bestätigt ist.
Im Weltraum erinnert das Fliegen mit Maus und Tastatur ein bisschen an das gute alte Freelancer. Aber eben nur ein "bisschen", denn während sich die Dogfights im Klassiker von Digital Anvil ziemlich präzise anfühlten und steuern ließen, hat man bei No Man's Sky hier deutlich das Nachsehen. Und das ist schon fast wörtlich zu nehmen, denn auch mit der höchsten Sensibilitätseinstellung von 100 für die Mausbewegung im Flug spielt sich das Ganze einfach zu träge. Positiv hingegen ist jedoch, dass sich alle Tasten im Optionsmenü der PC-Version frei konfigurieren lassen.
Quelle: PC Games
No Man's Sky (PC): Das blaue Wölkchen stellt einen "explodierenden" Asteroiden dar. Ein paar mehr Effekte wären schön gewesen.
Zusammengefasst erweist die PC-Version von No Man's Sky bislang etwas schwächer, als der PS4-Pendant. Es wirkt einfach so, als hätte Entwickler Hello Games einfach nicht die Ressourcen gehabt, um die angestrebte Portierung auf den PC ordentlich umzusetzen.
Keine stabile Performance
Während unserer Spielzeit mit der PC-Version von No Man's Sky wechselte die Performance häufig. Zu Fuß unterwegs lag die FPS-Anzeige meistens über 60 (eingestellter Wert in den Optionen ist "Max"). Dafür nervten dabei allerding oft auftretende Lags, vor allem bei schneller Kameradrehung. Bei der Planetenerkundung mit dem Schiff traten öfter mal derbe FPS-Einbrüche auf. Leider muss man auch auf dem PC mit der krisseligen Pop-In-Schwäche des Spiels leben. Gerade bei hoher Geschwindigkeit sorgt das auf Dauer für kein gutes Fluggefühl. Der Wechsel von Planet zum All fiel unterschiedlich aus. Mal ging es fließend vonstatten, mal mussten wir dabei Lag-Pausen hinnehmen. Unsere Kollegen auf pcgameshardware.de berichten davon, dass selbst auf einem High-End-System mit Top-Grafikkarte mit Performance-Problemen zu rechnen ist.
Quelle: PC Games
No Man's Sky (PC): Das krisselige Pop-In von Objekten und Landschaftsteilen ist genau so störend, wie in der PS4-Version.
Sehr ärgerlich waren mehrere Komplettabstürze des Spiels - beim Menüwechsel, beim Warp-Sprung oder einfach so. Einen Lösungsansatz dafür zu finden, ist kaum möglich, da es keinerlei Fehlermeldungen gab. Schade, in der aktuellen (Stand: 15. August 2016) Verfassung des Spiels bekleckert sich die PC-Portierung nicht gerade mit Ruhm.
