Resident Evil 6 im Test für PS3 und Xbox 360: Kein Meilenstein, aber ein ebenso packender wie riesiger Action-Hit - Jetzt im Handel
TestResident Evil 6 im Test für PS3 und Xbox 360: Mit der neuen Episode der berühmten Videospiel-Saga setzt Capcom neue Genre-Maßstäbe in Sachen Umfang - Resident Evil 6 bietet vier Kampagnen. Bis ihr den Abspann seht, vergehen mindestens 24 Stunden. Doch unter dem Gigantismus leidet die Qualität einiger Spielelemente. Im Test zu Resident Evil 6 erfahrt ihr, wie gut der Horror-Titel geworden ist.
Resident Evil 6 im Test - Das hat uns nicht gefallen
Etwas enttäuschende Technik
Von einem Resident Evil erwartet man als Videospieler bombastische Grafik an der Grenze des Machbaren. Diese Erwartungen kann Resident Evil 6 jedoch nicht erfüllen: Das Spiel sieht an einigen Stellen schlichtweg durchschnittlich aus. Vor allem die Texturen sind teilweise derart verschwommen, dass man sich in einem PS2- oder Xbox1-Spiel wähnt. Das klingt jedoch deutlich schlimmer als es in Wahrheit ist: Denn einige famose Lichteffekte, tolles Gegnerdesign und extrem detaillierte Spielfiguren machen die Schauermär dennoch zum Hingucker. Und ein Hinhörer ist Resident Evil 6 auch: Sowohl die deutschen als auch die englischen (einfach die Systemsprache eurer Konsole umstellen!) Synchronsprecher passen prima. Und der Soundtrack ist eine fantastische Mixtur aus Orchestermusik und treibenden Elektrobeats. Zum Schluss noch eine schlechte Nachricht: Resident Evil 6 hat eindeutig zu viele Ladepausen. Diese sind zwar auf der PS3 deutlich kürzer als in der Xbox-360-Version, stören tun sie aber auf beiden Konsolen. Besonders beknackt: An einigen Stellen sabotiert das Nachgelade jedwede Dramaturgie! Etwa wenn eine Zwischensequenz mit dem Auftritt eines Bossgegners endet, ihr dann aber eine halbe Minute warten müsst, bis ihr ihn endlich attackieren dürft.
Viele kleinere Nervereien
Spielerisch macht Resident Evil 6 da weiter, wo Teil 5 aufgehört hat: Euch erwartet also ein furios inszenierter Third-Person-Shooter - Grusel und Rätsel geraten dabei leider zu Nebensächlichkeiten. Capcom hat sich ganz offenbar darauf konzentriert, den Shooter-Kern zu modernisieren - ohne die so typische Resident Evil-Störrigkeit komplett zu eliminieren. Das Ergebnis ist ein Spiel, das sich wohltuend anders, manchmal aber eben auch recht sperrig steuert. Besonders die brandneuen Nahkampf-Moves sind sowohl Fluch als auch Segen: Ihr könnt eure Widersacher nun regelrecht vermöbeln, indem ihr auf die Schultertaste hämmert - allerdings nur so lange, bis die Konditionsleiste eures Helden zur Neige geht.
Die Prügeleien sind eigentlich recht praktisch, sehen aber teilweise sehr ungelenk aus. Zudem wackelt die Kamera oft so wild umher, dass einem fast schon schwindelig wird. Noch blöder ist das Deckungssystem: Bis ihr euch hinter einer Kiste in Sicherheit gebracht habt, sind euch die Monster meist schon auf die Pelle gerückt - was die Versteckfunktion zum sinnfreien Kuriosum macht. Wir erinnern uns: In Resident Evil 5 konnte man noch Munition mit dem KI-Partner teilen - was in eine furchtbare Fummelei ausartete. Gut: Capcom hat dieses Element gestrichen! Schlecht: Es herrscht akute Patronenknappheit! Wer nicht ständig erledigte Gegner und rumstehende Kisten absucht, der gerät schon mal mit leerer Kanone an den nächsten Bossgegner. Das erzeugt zwar Spannung, kann aber auch gewaltig nerven.
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Resident Evil 6 im Test: Das hat uns gefallen]
Quelle: Videogameszone.de
Resident Evil 6 im Test - Vier Kampagnen, ein gigantisches Spiel: Capcoms neuer Horror-Hit!
Resident Evil 6 im Test für PS3 und Xbox 360: Und es kommt doch auf die Größe an! Zumindest im Fall von Resident Evil 6: Denn die neue Episode der berühmten Videospiel-Saga setzt in Sachen Umfang neue Genre-Maßstäbe. Bis ihr den Abspann zu Gesicht bekommt, vergehen mindestens 24 Stunden - in Zeiten von fünfstündigen Actionhappen der Marke Call of Duty eine echte Sensation. Der Gigantismus hat aber seinen Preis: Es ist geradezu offensichtlich, dass es die Macher von Resident Evil 6 möglichst jedem Spielergeschmack recht machen wollen - und darunter leidet dann die Qualität einiger Spielelemente.
Es wäre also durchaus sinnvoll gewesen, wenn Capcom weniger auf die Masse und mehr auf die Klasse der einzelnen Teile geachtet hätte. All das ist aber Meckern auf höchstem Niveau: Resident Evil 6 ist trotz seiner Ecken und Kanten ein famoser Spaß - nur perfekt, das ist es eben nicht. Unseren Test zu Resident Evil 6 lest ihr auf dieser und der nächsten Seite. Nutzt unser angehängtes Inhaltsverzeichnis, um auf die zweite Seite unseres Resident Evil 6-Tests zu gelangen - dort erfahrt ihr neben den Contra-Punkten auch unsere Wertung!Resident Evil 6 im Test - Das hat uns gefallen
Gigantischer Umfang mit vier Kampagnen
Quelle: Videogameszone.de
Alter Bekannter: Der Kettensägenbösewicht feiert sein blutiges Comeback - da hilft auch Jakes spezielle Nahkampf-Attacke wenig.
Nach einem kurzen Prolog, der gleichzeitig als Tutorial dient, landet ihr im Hauptmenü - und wisst erst mal gar nicht, wo ihr anfangen sollt. Resident Evil 6 enthält nämlich ganze vier Story-Kampagnen, von denen wiederum drei frei wählbar sind. Wollt ihr lieber mit Leon Kennedy und seiner Kollegin Helena Harper durch eine amerikanische Universität voller Zombies spazieren? Oder die Geschicke der beiden nach China entsandten Supersoldaten Chris Redfield und Piers Nivans lenken? Oder dann doch lieber mit Jake Muller und Sherry Birkin aus einem Geheimlabor in Osteuropa entkommen? Jede Kampagne besteht aus jeweils fünf Kapiteln, was die Sache noch komplizierter macht! Denn ihr könnt nach jedem Level zu einer anderen Kampagne wechseln. Davon raten wir aber dringend ab: Spielt die Geschichte schön der Reihe nach - erst Leon, dann Chris, dann Jake und schließlich die freischaltbare Ada Wong. Denn nur so könnt ihr der ebenso packenden wie verwirrenden Handlung einigermaßen folgen. Mehr wollen wir hier aber nicht verraten. Fakt ist jedoch: Selbst geübte Zocker brauchen mindestens 20 Stunden, um das Abenteuer durchzuspielen - ein toller Wert.Aufgemöbeltes Gameplay
Die neue Inventarverwaltung gefällt uns prima: Mit dem Digikreuz kramt ihr blitzschnell Handgranaten sowie Heilsprays hervor oder wechselt zum gewünschten Schießprügel. Auch das Lebensenergie-System hat Capcom clever überarbeitet: Der Zustand eures Recken wird anhand von sechs Würfeln dargestellt. Diese Segmente füllt ihr nach Gegentreffern durch das serientypische Schlucken von Kräutern wieder auf. Wobei ihr das Grünzeug neuerdings zuerst zu Pillen verarbeiten müsst. Das klingt jedoch komplizierter als es ist: Ein Druck auf die entsprechende Taste öffnet das zugehörige Inventar, das Mischen der Tabletten dauert keine 10 Sekunden. Und wenn eurem Helden dann doch mal die Energie ausgeht, eilt der KI-Partner automatisch zur Hilfe und päppelt euch notdürftig wieder auf. Apropos Partner: Wer alleine spielt, der wird sich nur selten über den CPU-gesteuerten Kollegen ärgern - die KI macht einen ordentlichen Job. Ihr könnt eurem Kumpel zwar Befehle wie "Folg mir!" oder "Bleib stehen!" geben, nötig ist das aber nicht.
Furiose Bosskämpfe
Quelle: Videogameszone.de
Die Endgegner in Resident Evil 6 stecken teilweise unglaublich viel ein, bevor sie zu Boden gehen.
Die Endgegner in Resident Evil 6 stecken teilweise unglaublich viel ein, bevor sie zu Boden gehen. Überhaupt gehören die Bossgefechte zu den Höhepunkten des Spiels: Optisch teils überragend inszeniert, überbieten sich die Riesenmonster gegenseitig in Sachen Größe und Ekeldesign. Mal tretet ihr gegen eine turmhohe Motte an, mal verfolgt euch eine unsichtbare Wasserschlange. An die denkwürdig-genialen Gefechte aus Resident Evil 4 kommen die Oberschurken jedoch nicht ganz heran.
Das liegt vor allem daran, dass nicht immer klar ersichtlich ist, was man denn nun eigentlich tun soll und wo die Schwachstellen des jeweiligen Biests sind. Stichwort Schwachstellen: Capcom streut ständig irgendwelche langatmigen Quick-Time-Events ein! Dann müsst ihr beispielsweise wild am Stick herumrühren, um euch aus der Umklammerung eines Zombies zu befreien. An die Tastennachdrückerei als Action-Spielelement haben wir uns ja nun schon gewöhnt, aber in dieser Häufigkeit ist das Ganze dann doch recht nervig.Viel Abwechlsung
Resident Evil 6 besteht nicht nur aus Schießereien - es bietet noch viel mehr! Die Entwickler packen ständig irgendeine coole Idee oder gleich ein neues Spielelement aus. Ob Minirätsel, kurze Klettereinlage oder rasante Flucht vor einem Panzer - hier gibt es nichts, was es nicht gibt. Sogar einige Fahrzeugpassagen warten auf euch! Diese sind jedoch weniger toll gelungen: Schneemobil, Jeep, Helikopter und Motorrad steuern sich nämlich derart simpel, dass kein besonderer Spielspaß aufkommen will. Zum Glück ist die Fahrerei aber zumeist nach wenigen Minuten wieder vorbei.
Zahlreiche Mehrspieler-Modi
Der mit Abstand kurioseste Modus von Resident Evil 6 ist die Agentenjagd: Steigt als Monster in die Kampagne eines anderen Spielers ein und macht ihm das Überleben schwer. Was sich nett und unterhaltsam anhört, entpuppt sich jedoch als ziemlich anspruchslos und öde: Als Feindkreatur stehen euch nur wenige Moves zur Verfügung, taktisches Vorgehen ist quasi unmöglich. Gut gelöst: Vor dem Start jedes Kampagnen-Kapitels könnt ihr entscheiden, ob Online-Gegner in eurem Spiel zugelassen sind - wer also keine Lust auf seltsam menschlich agierende Monster hat, der kann die skurrile Agentenjagd einfach abschalten.
Der aus diversen Vorgängern bekannte Söldner-Modus ist hingegen eine Art Highscore-Jagd: Versucht innerhalb eines Zeitlimits möglichst viele Gegner zu erledigen und dabei Combo-Punkte einzusacken - freischaltbare Charaktere sorgen für Langzeitmotivation. Klasse: Ihr könnt auch gemeinsam mit einem Kumpel loslegen - online oder im Splitscreen. Bis auf die Ada-Kampagne darf man übrigens das komplette Spiel auch im Koop durchzocken - was sowohl online als auch im Splitscreen funktioniert. An einigen Stellen unterstützen sich dann sogar bis zu vier Online-Spieler - etwa wenn Leon und Helena im Rahmen der Handlung auf Jake und Sherry treffen.[index]
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