Darksiders 2 im Test für PS3 und Xbox 360: Starke Fortsetzung mit coolem Helden und RPG-Tupfern - Ab heute im Handel

Test David Martin

Im Test von Darksiders 2 erfuhren wir schnell, dass Vigil Games dem Prinzip des Vorgängers treu geblieben ist und das Action-Abenteuer um sinnvolle Verbesserungen erweitert hat - auch Neuerungen beim Gameplay erwarten euch. Diverse Kritikpunkte muss sich Darksiders 2 im Test aber ebenfalls gefallen lassen. Wie gut das Action-Abenteuer um Protagonist Tod schließlich geworden ist, erfahrt ihr im ausführlichen Review.

Darksiders 2 im Test für PlayStation 3 und Xbox 360: Fast eineinhalb Jahre nach Release von Darksiders bringen Vigil Games und THQ den Nachfolger auf den Markt. Mit Darksiders 2 versuchen die Entwickler, den Überraschungserfolg von 2010 noch zu übertreffen. Eines wird nach nur einer kurzen Spielzeit klar: Vigil Games versteht es einfach, gute Action-Adventures zu entwickeln. Darksiders 2 erfüllt unsere hochgesteckten Erwartungen ziemlich mühelos, bietet zwar null Innovation, doch das ist Kritik auf hohem Niveau: Bei Darksiders 2 erwartet euch ein Spiel, das einfach Spaß macht!

So wirkt Protagonist Tod cooler als Krieg aus dem Vorgänger. Zudem sind die Kämpfe flüssig und gut spielbar; die Jagd nach Items ist ebenso motivierend. Auch die multilingualen Sprecher haben eine tolle Arbeit geleistet. Die Spielzeit von Darksiders 2 ist mit 20 bis 30 Stunden ebenfalls ausreichend, die Story und das Ende sind jedoch nur mäßig und das Leveldesign hat vereinzelt mit Längen zu kämpfen. Vigil Games schafft es dennoch, uns bei Laune zu halten. Welche Wertung wir schließlich für Darksiders 2 zückten und aus welchen Punkten sich die zusammensetzt, erfahrt ihr im nachfolgenden Test.

Hinweis: Wir spielten das Spiel rund 28 Stunden lang mit einer noch unfertigen Testversion, sowohl auf PS3 wie auch auf Xbox 360. Beide Vorab-Muster enthielten noch einige Bugs, die in der finalen Verkaufsfassung natürlich behoben sein sollen. Unsere Wertung beruht auf der Annahme, dass bis zum Release technisch alles in Butter ist, wie von Vigil Games versprochen! In den kommenden Wochen schauen wir uns aber nochmal die finale Verkaufsfassung an, nur zur Sicherheit.

Darksiders 2 im Test für PS3 und Xbox 360: Das hat uns gut gefallen

Größere Spielwelt und toller Umfang

Dynamisch: Tod ist schneller, agiler und zynischer als sein Bruder Krieg. Quelle: Videogameszone Dynamisch: Tod ist schneller, agiler und zynischer als sein Bruder Krieg. Protagonist Tod erkundet in Darksiders 2 gleich mehrere Fantasy-Welten, stets mit einem klaren Ziel vor Augen. Mal soll er drei magische Gegenstände finden, mal einen wichtigen NPC ausfragen, mal vielleicht zwei Schalter drücken oder einfach nur eine Dungeontür öffnen. Es sind zwar keine überraschenden, aber zumindest eindeutige Aufgabenstellungen, die euch nie im Dunkeln stehen lassen, zudem weist eine ordentliche Kartenfunktion meist zuverlässig den Weg. Das ist auch nötig, denn die ersten beiden der vier Welten, die Tod nach dem Tutorial bereist, sind äußert umfangreich. Zu Beginn erforscht ihr die Heimat der Erschaffer, ein blühendes und ungewohnt friedliches Idyll im Darksiders-Universum.

Die zweite Welt erweist sich schon als typischer für die düstere Reihe. Hier bereist ihr das Reich der Toten, grau und trostlos ist es da, mit Skeletten am Wegesrand und jeder Menge Gruften zum Erforschen. Die beiden letzten Welten führen euch ins Himmelsreich und in die Heimat der Dämonen. Das sind optisch toll gestaltete Gebiete, die aber deutlich kleiner ausfallen als die ersten beiden Kapitel. Neben der Hauptaufgabe könnt ihr nun auch Nebenquests annehmen und jederzeit verfolgen: Mini- Bosse erledigen, Items sammeln oder - besonders witzig - einem steinernen Golem dabei helfen, seine verlorenen Gliedmaßen zurückzufinden. Dank der Zusatzaufgaben gewinnt die Spielzeit nochmal ein gutes Stück hinzu. Wer ausschließlich der Hauptquest folgt, der beendet Darksiders 2 in rund 20 Stunden. Wer alles absolviert, ist rund 30 Stunden beschäftigt.

Weniger Backtracking als im Vorgänger

Die Oberwelten von Darksiders 2 gestalten sich weitläufiger als im Vorgänger. Daher könnt ihr nun von Anfang an mit eurem Pferd herumreiten und die Umgebungen erforschen. Ein Open-World-Spiel wie Skyrim oder Red Dead Redemption ist hier aber nicht zu erwarten. Im Grunde handelt es sich bei den Außengebieten um große Level, ohne Zufallsereignisse oder dergleichen. Dennoch: Es gibt viel zu entdecken! Während eurer Erkundungstour findet ihr Zugänge zu Dungeons oder Verstecke. Dort lassen sich beispielweise Nebenaufgaben absolvieren oder Schätze finden. Wie im Vorgänger gibt's zudem einige Bereiche, die ihr erst mit dem richtigen Werkzeug betreten könnt - um wirklich alles zu finden, müsst ihr also nochmal an bereits besuchte Orte zurückkehren.

Darksiders 2 verlangt trotzdem weit weniger Backtracking als der Vorgänger. Zum Einen, weil sich die sehr langen Laufwege durch ein bequemes Schnellreisesystem abkürzen lassen - ihr wählt einfach den Zielort auf der Karte aus, eine kurze Ladezeit später seid ihr da. Zum Anderen, weil Vigils Leveldesigner darauf geachtet haben, euch so wenig wie möglich zu einem Rückweg zu zwingen. Das merkt man vor allem in den vielen Dungeons: Habt ihr einen Bereich erfolgreich beendet, so führt euer Weg meist wieder an den Anfang des Kerkers - von dort aus geht's dann in den nächsten Levelabschnitt.

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