Endlich neues Futter für Hardcore-Spieler: In unserem Test zu The Conduit nehmen wir das Actionspiel ausführlich unter die Lupe.
The Conduit für Wii im Test: Die Automobilbranche steckt tief in der Krise: Opel-Mitarbeiter ringen ums Überleben der deutschen Standorte, Volkswagen bandelt mit Porsche an und bei Ford sieht's auch mies aus. Der Kampf gegen eine fiese Alien-Horde ist schließlich nicht leicht. Na gut, der letzte Satz war Quatsch! Gemeint ist natürlich nicht der Mondeo-, Ka- und Escort-Bauer, sondern Michael Ford, seines Zeichens Anti-Terror-Agent des Secret Service und Titelheld von The Conduit.
Quelle: videogameszone.de
The Conduit im Test für Wii (2)
Der ist mit einer ziemlich außergewöhnlichen Aufgabe betraut: In der nahen Zukunft wird Washington, D. C. von merkwürdigen Phänomenen erschüttert, die für Spannungen in der Bevölkerung sorgen. Mr. John Adams, der rätselhafte Leiter einer Schatten-Organisation namens The Truth, findet heraus, dass das Weiße Haus von einer feindlichen außerirdischen Rasse namens The Drudge angegriffen wurde. Michael Ford kommt den Ursprüngen des Alien-Angriffes auf die Spur, doch die Antwort ist nicht die, die er erwartet hätte. Zugegeben, dies alles klingt ein wenig nach einem Neunziger-Jahre-Streifen à la Independence Day, aber die Frage ist diesmal ungleich spannender: Was findet Ford bloß im Weißen Haus? George Bushs ungedruckte Memoiren? Terroristen? Oder nur die Umzugskartons von Barack Obama? All das gilt es jetzt herauszufinden!
REIN IN DIE ACTION!
Quelle: videogameszone.de
The Conduit im Test für Wii (3)
Allzu innovativ und vielschichtig ist die Story von The Conduit zwar nicht, aber die schlichten, standbildartigen Missions-Briefings haben auch etwas Gutes: Der Spieler wird sogleich ohne Umwege ins Abenteuer geschleust! Das beginnt ziemlich turbulent in einem Schleusen-Areal, das uns direkt an die Eigenheiten des High-Voltage-Shooters heranführt. Zwar lauern uns schon bald die ersten Gegner auf - Aliens, die wirken, als seien sie direkt vom Metroid-Planeten Zebes auf die Erde herabgekommen -, aber das eigentliche Spiel beginnt erst, nachdem wir das All-Seeing Eye (ASE) aufgepickt haben. Dieses nützliche, auf der Plus-Taste aktivierbare Agenten-Gadget hilft euch dabei, versteckte Minen aufzuschnüffeln, geheime Waffen- und Munitionslager zu finden oder computergesicherte Türen zu knacken.
Quelle: videogameszone.de
The Conduit im Test für Wii (5)
Das Tool sorgt auch dafür, dass das Spieltempo in manchen Spielmomenten niedriger ausfällt als bei anderen Wii-Shootern, wo es häufig genügte, wie John Rambo durch die Areale zu stürmen und einen auf Ballermann zu machen. Bei The Conduit reicht es prinzipiell, in den Levels zunächst alle Gegner auszuschalten, dann die titelgebenden Conduits zu zerstören - das sind Schleusen, aus denen immer wieder neue Monster herausquellen -, um anschließend mittels All-Seeing Eye die Umwelt nach versteckten Schaltern abzuscannen. Andere Gebiete fungieren einfach nur als "Schleusen" zu neuen Räumen. Dort reicht es, die Knarre auszupacken, Gegnermassen aus dem Weg zu räumen und zu hoffen, dass nicht noch irgendwo ein Brutpaket steckt. Aus diesen Kokons wachsen nämlich genauso wie bei den Conduits ständig neue Insekten - und wehe, ihr habt irgendwo ein Nest übersehen! Dann lauern euch die bissigen Biester schneller auf als ihr "Moskito-Abwehr-Spraydosen-Deckel" rufen könnt. Aber fair gesetzte Rücksetzpunkte und ein Verzicht auf "Leben" bringen euch rasch wieder auf die richtige Spur und verhindern allzu große Frustmomente. Eine Ausnahme beim Schwierigkeitsgrad macht nur der letzte Level - der hätte wirklich entschärft werden können. Immerhin sind die Speicherpunkte auch hier großzügig gesetzt.
Die Mixtur aus Action und Suchen-und-finden-Rätseln steht The Conduit dennoch richtig gut zu Gesicht. Weder erlahmt dadurch das Gameplay, noch ist es allzu stupide. Obwohl es nicht so viele verschiedene Missionsziele gibt, erweist sich der richtige Umgang mit Waffe und All-Seeing Eye als spielerisch prickelnd, da man ohne das jeweilige Gegenstück stets aufgeschmissen wäre. Gerade das Eindringen in fremde Computerterminals ist richtig packend inszeniert, da man seine Diebesaktion häufig unterbrechen muss, wenn einem ein Gegner an den Fersen klebt.
