Test Drive Unlimited 2 im Test für PS3 und Xbox 360: Eine Enttäuschung
Rarität: In den seltenen Fällen, wenn euch Verbindungsausfälle keinen Strich durch die Rechnung machen, taugen die Duelle mit realen Kontrahenten ganz ordentlich. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Test Drive Unlimited 2 im Test: 40 Grad Celsius im Schatten, warmer Südseewind weht uns durchs Haar und die 5000 ccm-Maschine unseres Ford Mustang gluckert unter der Motorhaube wie ein Biest, das mit den Hufen scharrt. Wir biegen ab auf den Highway, geben dem V8 ordentlich die Sporen und treiben die Tachonadel dank 350 Pferdestärken fix in den roten Bereich. So lässt sich's leben! Bis das Handy klingelt und uns eine Organisatorin mit nerviger Piepsstimme zur nächsten Meisterschaft beordert ...
Wer sich Test Drive Unlimited 2 als entspannte Cruising-Simulation kauft, der wird gut bedient. Klar, die veraltete Technik mit verwaschener Grafik und detailarmen Umgebungen fordert eure Fantasie schon ein wenig, um die ersehnte Urlaubsstimmung aufkommen zu lassen. Die Motorensounds fallen auch etwas dünn aus und aufgrund der schwammigen Steuerung überlegt ihr als Fahrer doch zweimal, ob sich die 2 Millionen für einen Bugatti wirklich lohnen oder ihr nicht doch besser bei der Tram bleibt. Aber hey, nur kein Stress. Dafür kauft ihr von euren Preisgeldern eben eine Villa, geht zum Schönheitschirurgen und post anschließend mit neuer Krawatte vom Edeldesigner vor dem Rest der PSN- und Xbox-Live-Bevölkerung. Denn TDU 2 ist ein MOOR, ein Massively Open Online Racer.
Fahrschule geschwänzt
In your Face! Stacksige Bewegungen und Gesten, debile Dialoge und nervige Quäkstimmen zeichnen die unfassbar unsympathischen Charaktere in TDU 2 aus. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
Dummerweise enthält die von Entwickler Eden Games ins Leben gerufene Genre-Bezeichnung trotz allem Lifestyle noch das Element Racing. Und an dieser Stelle hakt es beim Franzosen-Flitzer gewaltig. Die schwammige Steuerung fällt in den Wettbewerben deutlich störender auf als beim freien Herumrasen. Trotz drei verschiedener Fahreinstellungen kommen hier weder Arcade-Freunde noch Simulationsanhänger auf ihre Kosten. Dass eine gesunde Mischung aus Anspruch und Spaß funktioniert, beweisen zwar seit Jahren die Race Driver und Dirt-Titel, TDU 2 findet den richtigen Mix jedoch nie. Teilweise fahren sich PS-Schleudern selbst auf einfachster Einstellung hoffnungslos zickig, Gegensteuern und dosiertes Gasgeben funktionieren kaum - einmal ausgebrochen lässt sich das Heck eines Pagani Zonda nur selten wieder abfangen. Dazu kommt ein Schadensmodell, das kaum über Kratzer im Lack hinaus geht. Anno 2011 lächerlich.
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Das ist VGZ, das muss man nicht verstehen
Wenn der Großteil der Presse sagt, es sieht scheiße aus, dann findet es VGZ plötzlich auch scheiße.