Tausendsassa Sam Fisher, der Geheimagent, von dem selbst ein James Bond noch etwas lernen kann, steht vor seiner schwersten Mission.
In Double Agent geht es häufiger als in den
bisherigen Teilen bei Tageslicht zur Sache.
Bereits zum vierten Mal treibt Geheimagent Sam Fisher ab dem 19. Oktober sein Unwesen auf einer Spielkonsole von Microsoft. Müde wird der Titelheld dabei zwar noch lange nicht, aber immerhin steht ihm in seinem ersten Next-Generation-Auftritt in Tom Clancy's Splinter Cell: Double Agent sein schwerstes Abenteuer bevor.
Dies liegt in erster Linie daran, dass Fisher diesmal nicht nur ein Geheimagent der NSA (National Security Agency) der USA ist, sondern ein Doppelagent. Diese Rolle wird ihm zuteil, nachdem ein Auftrag in Island gründlich in die Hose geht und Sam auch noch seine Tochter Sarah bei einem Verkehrsunfall verliert. Fisher droht kurzfristig den Boden unter den Füßen zu verlieren, sein Chef Colonel Irving Lambert fängt ihn jedoch wieder auf und verpasst ihm kurzerhand die neue Aufgabe.
Er wird undercover in ein Gefängnis gesteckt und muss dort einem Insassen namens Jamie Washington zur Flucht verhelfen. Letzterer ist Mitglied der Terrorzelle John Brown's Army (JBA), in die - Sie ahnen es schon - Sam Fisher eingeschleust werden soll, damit er diese aus dem Inneren heraus zerschlagen kann. Bis es allerdings so weit kommt, müssen Sie das Vertrauen der Terroristen gewinnen und im Laufe der neun Missionen nicht nur Aufträge für die NSA, sondern auch für die JBA erledigen. Nach der verpatzten Auftaktmission in Island verschlägt es Fisher unter anderem nach Ellsworth in Kansas, in die Okhotsk-See, nach Schanghai, Mexiko und Kinshasa, die Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo. Die restlichen vier Missionen finden im Hauptquartier der Terrorzelle in New York City statt.
Je nach Mission erhalten Sie unterschiedliche Aufträge von beiden Seiten, die Einfluss auf das Vertrauen haben, das man Ihnen schenkt. Befolgen Sie Befehle nicht, verliert man den Glauben an Sie. Sinkt die dazugehörige Anzeige gar bis auf den Nullpunkt, ist die Mission beendet. Sie müssen also stets beide Parteien bei guter Laune halten und dürfen sich nicht durchweg als Good- oder Bad-Guy versuchen.
Erstmals stehen Sam Fisher in einem Splinter Cell-Abenteuer obendrein nicht permanent dessen technische Hilfsmittel zur Verfügung, die er sonst immer im Gepäck hatte. In einigen Missionen müssen Sie diesmal auf raffinierte Apparate wie beispielsweise die Sehhilfe mit den drei verschiedenen Sichtmodi verzichten. Dies ist deswegen der Fall, da Sams Tarnung sonst auffliegen würde.
Ansonsten erwartet Sie während der Aufträge außerhalb des Hauptquartiers der JBA das altbekannte Gameplay, das auch schon in den Vorgängern für beste Unterhaltung sorgte. Sie müssen sich möglichst unbemerkt durch die diversen Schauplätze schleichen und Gegner hinterrücks eliminieren. Dabei ist es erneut Sams Aufgabe, die Helligkeit zu meiden und sich überwiegend in dunklen Ecken fortzubewegen. In Double Agent ist dies aber häufig gar nicht so einfach, da einige Missionen bei gleißendem Sonnenlicht stattfinden. Erfreulicherweise zählt das neueste Splinter Cell-Abenteuer allerdings nicht mit, wie oft Sie bereits einen Alarm ausgelöst haben, und bricht eine Mission ab, sobald Sie zu häufig in die Falle getappt sind.
