Ständig einsatzbereite Westentaschen-Rambos
Ist ein Gegner in Reichweite, hat er meist nur noch wenig zu lachen. Bild: playZONE
SOCOM-Fans wurde viel Geduld abverlangt, jetzt gibt's Shooter-Glück im Doppelpack. Neben dem bereits in der letzten Ausgabe getesteten dritten Teil auf der PlayStation 2 debütiert in diesem Monat die erste PSP-Episode. Kenner der PS2-Teile fühlen sich sofort heimisch, müssen sich allerdings an eine etwas kompliziertere Tastenbelegung gewöhnen. Dank einer automatischen Zielerfassung scheucht man sein Zweierteam dennoch sicher durch die Umgebungen und schaltet die wenig cleveren Gegner ohne Probleme aus.
Die Verkleinerung des SEAL-Teams schränkt den taktischen Aspekt ein. Letztlich spielt sich Fireteam Bravo dadurch noch actionlastiger als die großen Brüder, was dem Spielfluss zugute kommt. Das erste PSP-SOCOM als Taktik-Shooter zu bezeichnen, ist also etwas hochtrabend, doch dem Unterhaltungswert tut dies keinen Abbruch.
Abwechslungsreiche Missionstypen lassen keine Langeweile aufkommen, die Levels sind meist kurz und knackig und die Menüs bieten die gleiche Übersicht wie auf der PS2. Die in SOCOM 3 frisch eingeführten Fahrzeuge fielen auf der PSP prompt der Schere zum Opfer, angesichts der ohnehin recht dürftigen Fahrphysik ist dieser Verlust aber zu verschmerzen.
Online bereitet die Steuerung schon mehr Kopfschmerzen, schließlich sind Ihre Gegner kein unterbelichtetes Kanonenfutter, sondern Spieler aus Fleisch und Blut. Die automatische Zielerfassung erweist sich hier als spannungslähmend - wird sie deaktiviert, geraten die Auseinandersetzungen dagegen schnell zum chaotischen Geballer. Und während der Umfang und die Ausstattung überzeugen können, macht die neblige und detailarme Optik der weitläufigen Levels nur wenig her.
