Man beachte die Anzeigentafel oberhalb der Rennstrecke.
Rennspielfans bekommen leuchtende Augen, wenn sie den Namen Ridge Racer hören. Seit jeher steht der Arcade-Renner für gekonntes Driften, pfeilschnelle Grafik und ein fantastisches Fahrgefühl. Die Handheld-Fassung ist jedoch keine Neuentwicklung, wie man vermuten könnte, sondern eine Umsetzung der N64-Version.
Fans werden sich gleich heimisch fühlen, hat sich an den Strecken doch nur wenig geändert. Mit Affentempo rast ihr an Wasserfällen vorbei, driftet durch düstere Tunnel und überholt in engen Stadtkursen, dass einem fast schwindelig wird. Das Markenzeichen der Serie, die waghalsigen Driftmanöver, hat man erfreulicherweise beibehalten - und diese vermitteln gleich das richtige Ridge Racer-Gefühl.
Um die insgesamt 20 Strecken, die leider nur in drei unterschiedlichen Regionen angesiedelt sind, zu meistern, müsst ihr die Zielflagge stets als Erster sehen. Allerdings treten die Computergegner mehr auf das Gaspedal als in der N64-Version, wodurch jedes Rennen erneut zur Herausforderung wird. Aber die harte Arbeit wird belohnt: Ihr schaltet nach und nach neue Grand-Prix-Rennen und Kurse frei.
Neue Autos gibt es hingegen nur im Car-Attack-Modus, in dem ihr im direkten Duell gegen einen Konkurrenten antretet, um ihm seine Rennsemmeln abzuluchsen. Für die volle Kontrolle über euren Boliden habt ihr mehrere Möglichkeiten. Steuert ihr im Anfänger-Modus noch mit dem Digi-Kreuz, muss auf Hard oder Expert mit dem Stylus das auf dem unteren Bildschirmrand abgebildete Lenkrad bewegt werden. Dies sei aber nur Könnern empfohlen.
Insgesamt macht Ridge Racer DS also eine gute Figur, der perfekte Einsatz des Touchscreens und das Zusammenspiel beider Bildschirme gelingt jedoch nur bedingt. Perfekt hingegen der Mehrspieler-Modus. Mit nur einem einzigen Modul dürfen bis zu sechs menschliche Fahrer um die Wette rasen. Ein toller Rennspielspaß!
