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Red Steel 2 (Wii)

Release:
25.03.2010
Genre:
Action
Publisher:
Ubisoft

Red Steel 2 im Test für Wii: Ein glorreicher Halunke lässt es krachen - Aber wie gut ist die Shooter-Action?

25.03.2010 19:38 Uhr
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Neu
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In unserem Test zu Red Steel 2 fühlen wir dem neuen Western-Shooter für Wii auf den Zahn. Technische Brillanz, geschmeidige Wii MotionPlus-Steuerung, aber wenige unterschiedliche Gegner - wie gut ist der Western-Shooter wirklich?

Worum geht es in Red Steel 2?
Screenshots aus unserem Test zu Red Steel 2 für Wii. (6) Screenshots aus unserem Test zu Red Steel 2 für Wii. (6) Die Geschichte ist so banal wie bei einem Film mit dem Gespann Bud Spencer/Terence Hill. Es geht darum, dass sich ein (namenloser) Cowboy für Gräueltaten, die man ihm angetan hat, rächen will. Und da ist ihm jedes Mittel recht: Er packt Schwert und Knarre aus, um seinen Widersachern Saures zu geben. Zwischendurch trifft er immer wieder bestimmte Protagonisten, die von ihm verlangen, gegnerische Anführer auszuschalten, Tanklaster in die Luft zu jagen oder Schalter zu finden. Red Steel 2 spielt dabei in einer Welt, die den rauen Charme des Wilden Westens mit den technischen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts verbindet.

Erinnert überhaupt noch etwas an den ersten Teil?
Bis auf die Mixtur aus Schwertkämpfen und Pistolengefechten nicht. Ubisoft hat die Marke Red Steel in jeder Hinsicht runderneuert. Darsteller, Schauplätze, Steuerung, Geschichte, alles ist vollkommen anders als beim ersten Teil. Allerdings soll uns der Kurswechsel nur recht sein, schließlich war Red Steel zum Wii-Konsolenstart zwar ein grundsolider Ego-Shooter, aber keiner, mit dem man besondere Spielerlebnisse verbindet. Der Mehrspieler-Modus, der im Seriendebüt noch integriert war, wurde übrigens ersatzlos gestrichen. Allzu ärgerlich ist der Wegfall allerdings nicht, denn die spielerische Qualität der Splitscreen-Kämpfe war eher durchwachsen.

Kann ich die Steuerung selbst konfigurieren?
Ja, die Einstellungsvielfalt ist ähnlich hoch wie beim Genre-Rivalen The Conduit. Beispielsweise lässt sich das Sichtfenster anpassen - also der Bildschirmbereich, in dem man lediglich das Fadenkreuz hin und her bewegt, sich aber nicht umdreht. Auch ist die Sensitivität in drei Stufen regelbar. So legt ihr fest, ob ihr die Hand, in der ihr die Wii-Fernbedienung haltet, zur Benutzung eures Schwerts leicht, mittelmäßig oder kräftig schütteln müsst. Aber schon die Standard-Konfiguration ist gut zu handhaben. Erzählt mir etwas vom Drumherum! Die Entwickler spendierten ihrem Vorzeige-Shooter drei Speicherstände, jedem davon könnt ihr dabei ein eigenes Symbol zuweisen. Außerdem hat sich Ubisoft eine nette Aktion für alle Vorbesteller ausgedacht - doch die gibt es nur für britische Kunden: Wer Red Steel 2 in Großbritannien kauft und im Hauptmenü des Spiels einen Code eingibt, der in der sogenannten Pre-Order Edition enthalten ist, schaltet vier exklusive Waffen frei. Außerdem liegt der Verpackung ein Buch mit coolen Bildmotiven (Artworks genannt) aus dem Western-Shooter bei. Schade, dass es diese Box nicht bei uns gibt!

Merkt man den spielerischen Vorteil durch MotionPlus?
Red Steel 2 profitiert von einer deutlich geschmeidigeren Wii-Steuerung, die im Vergleich zum ersten Abenteuer gehörig verbessert wurde. Der Zwang, entweder seine Gegner mit dem Schwert zu schlagen oder dafür die Knarren zu benutzen, wurde beispielsweise aufgehoben. Jetzt lässt sich zu jeder Zeit frei bestimmen, wie ihr den Widersachern Saures gebt. Auch die zeitliche Verzögerung zwischen dem Ausführen einer Schüttelgeste und der dadurch ausgelösten Aktion auf dem Bildschirm ist mit weniger als einer halben Sekunde vernachlässigbar. Die Verpackung enthält einen MotionPlus- Adapter - ohne läuft das Spiel erst gar nicht.

Achtet auf die tollen Lichteffekte, wenn ihr euch mitten im Kampf befindet! Achtet auf die tollen Lichteffekte, wenn ihr euch mitten im Kampf befindet!

Geschmeidige Steuerung - inwiefern profitiert die Western-Ballerei von Wii MotionPlus?

Das Fadenkreuz: Mit der zum Bildschirm gerichteten Wii-Fernbedienung bestimmt ihr, wohin ihr blickt und welchen Weg ihr mit eurer Spielfigur einschlagt. Die Bewegungszone ist unserer Meinung nach optimal auf die Anforderungen eines Shooters zugeschnitten. Selbst wenn man sich mitten in einem Schwertkampf befindet, kann man jederzeit flüchten. Beim Seriendebüt war es noch nicht möglich, während des Gefechts das Weite zu suchen.

Die Halteposition des Schwerts: Das erste Red Steel krankte an einer unpräzisen Schwertsteuerung: Es gab wenige vorgegebene Ges ten, die eine bestimmte Aktion auslösten. Jetzt geht alles viel glatter vonstatten: Jede Handbewegung ändert den Winkel, in dem das Schwert geneigt ist. Außerdem haben die Entwickler viel mehr Kampfmanöver integriert. Durch die höhere spielerische Freiheit steigt beim Spieler das Gefühl, die Kämpfe selbst zu beeinflussen.

Die Waffenwahl: Die größte Neuerung bei Red Steel 2 ist die Auswahl, mit welchen Mitteln ihr eure Gegner schlagt. Im ersten Teil hatte das Spiel noch fest vorgegeben, ob ihr mit der Pistole unterwegs seid oder euer Schwert kreisen lasst. Jetzt zückt ihr die Hiebwaffe jederzeit, indem ihr kurz mit der Fernbedienung schüttelt. Diese ruckartige Handbewegung gibt den Befehl an das Spiel weiter: "Schwert auspacken, bitte!" - und das geht enorm intuitiv von der Hand. Sehr gut gelöst!

Sieht richtig gut aus - technische Brillanz in Red Steel 2

Die Interaktivität: Es gibt kaum einen Gegenstand in der Western-Welt von Red Steel 2, der nicht zerstört werden kann. Ob Telefonzelle, Glasflasche oder Briefkasten - nichts bleibt vor eurer Verwüstung verschont! Auch Schüsse hinterlassen je nach Material des Zielgegenstandes verschiedene Einschusslöcher - keineswegs selbstverständlich bei einem Wii-Shooter. Dieser hohe Grad an Interaktivität kaschiert geschickt, dass die Spielwelt bisweilen steril wirkt: In vielen Regalen fehlen Bücher, Tische sehen aus wie ausgeschnitzte Blöcke und ein Großteil der Gegenstände kommt sogar mehrfach vor.

Der Cel-Shading-Look: Auch wenn uns viele Entwickler weismachen möchten, dass sie Cartoon-Grafik einzig und allein aus gestalterischen Gründen einsetzen, steckt dahinter oft eine andere Überlegung: Der Cel-Shading-Look schont die Rechenleistung einer Konsole. Statt detaillierte Texturen zu erstellen, genügt es hier in der Regel, grobe Farbflächen zu verwenden, um Figuren, Wände oder Objekte zu verzieren. Allerdings ist Red Steel 2 in sich stimmig, denn der Grafikstil wirkt wie aus einem Guss. Und das ist uns allemal lieber als ein ruckelndes Spiel mit qualitativ schwankendem Erscheinungsbild.

Die flüssige Darstellung und die kurzen Ladepausen: Die Entwickler sind zu Recht stolz auf die Grafik, denn das Spiel läuft konstant mit 60 Bildern pro Sekunde. Dies ist das Resultat aus dem sauber programmierten Cel-Shading-Look, der - wie oben erwähnt - gewaltige Rechenleistung spart. Zudem profitieren wir von sehr geringen Ladezeiten, die nur beim Wechsel eines Kapitels zum nächsten auffallen. Betritt man ein neues Gebiet oder einen anderen Raum, greift Red Steel 2 zu einem Trick: Nach Betätigung der Türsperre durch die A-Taste dauert es ein paar Sekunden, bis sich das Schloss tatsächlich öffnet - erst dann kann man weiterlaufen. Während dieser Zeit wird das Areal geladen. So merkt der Spieler kaum etwas vom Ladevorgang.

Feurig rot: Während der Schwertkämpfe geht es deftig zur Sache. Die Funken fliegen! Feurig rot: Während der Schwertkämpfe geht es deftig zur Sache. Die Funken fliegen!

Non-Stop-Action... aber immer ähnlich

Kämpfen: Wir befinden uns mitten im Gefecht. Dieser komische Möchtegern-Cowboy will uns erledigen, aber wir schlagen ihn mit seiner eigenen Waffe! Anschließend rücken noch zwei Gegnerhorden an, eine mit zwei Feinden, die andere mit fünf Widersachern. Aber weil nach jedem Gefecht die Energie ein Stück weit aufgeladen wird (was bedeutet, dass der Schwierigkeitsgrad recht fair ist), gehen wir aus beiden Schlachten als Sieger hervor.

Ziele erfüllen: Nach der Abfertigung werden wir zur Pinnwand gelotst. Dort sehen wir, welche Missionen gerade laufen und auf welche Aufträge wir als Nächstes angesetzt werden. Beispiele sind etwa das Ausschalten bestimmter feindlicher Gangs oder die Zerstörung von Tanklastern. Alle Missionen, die wir gerade absolvieren, sind auch jederzeit durch Druck auf die 1-Taste auf der Wii-Fernbedienung abrufbar. Die Wegfindung ist allerdings kein Problem, denn ein kleiner Pfeil auf der Landkarte (links unten) verrät sowieso, wo es langgeht. Somit ist Red Steel 2 zwar äußerst linear aufgebaut, aber als Spieler verläuft man sich dafür auch nicht.

Aufrüsten: Für die erfolgreiche Bewältigung der Ziele erhalten wir Moneten, die wir im Laden gegen neue Waffen, verbesserte Eigenschaften unserer bisherigen Gewehre oder gegen optimierte Rüstungen eintauschen. Das ist für den weiteren Spielverlauf bitter nötig.

Tricks erlernen: Selbst nach vier Stunden Spielzeit haben wir noch längst nicht alle Manöver erlernt, die es im Spiel gibt. Immer wieder werden wir mit neuen Manövern vertraut gemacht, etwa der sogenannten Adler-Attacke. Diesen Angriff führt ihr aus, indem ihr die Wii-FB bei gleichzeitigem Gedrückthalten des B-Triggers nach oben reißt. So wird der Feind, der euch gerade gegenübersteht, regelrecht mit dem Schwert aufgespießt. Sobald er in der Luft schwebt, verlangsamt sich der Spielablauf und ihr könnt dem Fiesling mit der Knarre seine Energie rauben. Und plötzlich tauchen neue Gegner auf: Der Kreislauf beginnt damit wieder von vorn …

Wenige unterschiedliche Gegner

Haben im Wilden Westen alle bösen Typen gleich ausgesehen? Wenn man Red Steel 2 spielt, könnte man zu diesem Schluss kommen, denn der Wii-Shooter gehört nicht zu den Abwechslungsreichsten seiner Art. Zwar variieren durchaus die Rüstungen der Widersacher, aber es gibt viel zu wenige unterschiedliche Gegner. Dieser Kritikpunkt zeigt sich besonders im allseits bekannten Fiesling mit dem Hammer: In manchen Gebieten taucht dieser gleich mehrmals auf und attackiert uns immer wieder mit derselben Angriffstaktik.

Screenshots aus unserem Test zu Red Steel 2 für Wii:

Videogameszone-
Spielspaß-Wertung:
81 %
Leserwertung
(2 Votes):
87 %
Grafik:
Sound:
Multiplayer:
9/10
8/10
-/10
Sieht richtig gut aus
Immer derselbe Spielablauf
Nonstop-Action!
Streng lineares Leveldesign
Geschmeidige Steuerung
Wenige unterschiedliche Gegner
   
Christoph Kraus
Ein guter Western hat schroffe Schauspieler zu bieten, markige Sprüche, satte Prärien, fette Showdowns … da können wir auf eine epische Geschichte getrost verzichten. Auch Red Steel 2 pfeift auf komplexe Handlungsstränge und konzentriert sich primär auf die Action. Der Fokus tut dem Spielerlebnis gut, so sind die miesen Dialoge aus dem ersten Teil passé. Der Wii-Shooter trumpft stattdessen mit flüssiger Grafik und einer sauberen Steuerung auf. Allerdings kommt die Abwechslung deutlich zu kurz. Das launige, größtenteils auf Schwertkampf ausgelegte Spielprinzip reißt mit, rechtfertigt aber kein zweimaliges Durchspielen. Das hatte ich leider befürchtet.
   
Erfahrener Benutzer
Moderation
25.03.2010 19:38 Uhr
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dp
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
05.04.2010 19:21 Uhr
Also ich habe das Game per heute mal durchgespielt und es war sehr sehr nett! Die überschaubare Anzahl an Gegnerklassen fällt IMHO weit nicht so ins Gewicht im im Heft gemeckert wird. Was recht stark auffällt ist aber, dass grad bei schwereren Gegnern wildes Rumgefuchtel viel effektiver ist als einfach die…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
28.03.2010 15:50 Uhr
wenns noch so günstig ist, auf jeden Fall!
Wer weiss, wie oft solche Bundles noch zu so einem Preis kommen.

Vielleicht kommt ja auch bald ein Zelda (das neue) Vitality-Sensor-WiiMotiopn Plus-Bundle 
Community Officer
Bewertung: 0
28.03.2010 15:34 Uhr
soll ich das Bundle holen?
Hab zwar WM+ aber nur in schwarz, dann hätte ich halt auch ein weißes und das schwarze auf der weißen Remote sieht besch...eiden aus 

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