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Pikmin

Pikmin

06.07.2003 22:11 Uhr
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Neu
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Technisch ausgereift

Pikmin Grafisch wurde das Spiel famos in Szene gesetzt. Auch wenn hundert Pikmin gleichzeitig über den Bildschirm wuseln, gerät die Optik nie ins Stocken. Hinzu kommen die vielen kleinen Details, die das Spiel lebendig wirken lassen. So bewegen sich die Grashalme, wenn ihr durch sie hindurchschreitet, das Wasser kräuselt sich realistisch und der herumliegende Müll könnte vom bösen Nachbarn stammen. Außerdem überzeugt Pikmin mit tollen Licht- und Schatteneffekten. Während morgens die Landschaft noch hinter hübschem Nebel versteckt ist, erstrahlt sie gegen Mittag in voller Pracht und ist am Abend in die warmen Rottöne einer untergehenden Sonne gehüllt. Kein Wunder, dass alles so lebendig wirkt: Holte sich Miyamoto seine Ideen und Anregungen doch aus dem hauseigenen Garten in Kyoto. Die Animationen von Freund und Feind sind absolut flüssig und witzig inszeniert. Die teilweise unscharfen Texturen fallen meist nur aus der Nähe auf und sind nur ein kleiner Wermutstropfen in der Grafikpracht. Soundtechnisch bietet das Spiel eher niedliche Musikstücke, die mit Sicherheit nicht jedermanns Sache sind, aber wunderbar zu Pikmin passen. Gut gelungen ist den Entwicklern auch die Dynamik der Musik, denn wenn auf dem Bildschirm nicht viel passiert, ist die Musik eher langsam und ruhig. Bahnt sich dagegen ein Kampf an, wird sie schneller und dramatischer. Sehr abwechslungsreich sind auch die zahlreichen Soundeffekte , die in guter Qualität auf die GameDisc gepresst wurden. Insgesamt ist Pikmin eine eindrucksvolle Demonstration der Leistungsfähigkeit von Nintendos neuem Konsolen-Flaggschiff.

Perfekte Kontrollen

Dieses Biest hat seinen Hunger gerade mit ein paar Pikmin gestillt! Dieses Biest hat seinen Hunger gerade mit ein paar Pikmin gestillt! Doch nicht nur Grafik und Sound wurden gut an den GameCube angepasst, auch die Steuerung wurde perfekt auf den Controller übertragen und ist sehr intuitiv. Mittels des linken Analogsticks lenkt ihr Olimar, den A-Knopf nutzt ihr zum Werfen der Pikmin, mit B ruft ihr eure Pikmin per Trillerpfeife, drückt ihr den X-Knopf, stellen sich eure Pikmin geordnet nach Farben auf, und mit Y ruft ihr einen Informations-Bildschirm auf. Mit dem rechten Analogstick kommandiert ihr eure Pikmin und L, R sowie Z dienen verschiedenen Kameraeinstellungen. Auch wenn alle Knöpfe konsequent genutzt wurden, werdet ihr schon nach kurzer Zeit Olimar und die Pikmin lässig über den Bildschirm steuern. Und die gute Steuerung kommt euch bei der Suche nach Olimars Raumschiffteilen auch sehr zugute, denn ihr habt gerade mal 30 Pikmin-Tage Zeit, bevor die Lebenserhaltungssysteme von Olimar versagen und er in der giftigen Atmosphäre des Planeten eingehen würde. Somit bleibt euch nicht allzu viel Zeit, dem Astronauten sein Schiff wieder alltüchtig zu machen. Denn ein Pikmin-Tag dauert gerade mal 15 Minuten, so dass ihr euch häufig entscheiden müsst: "Widme ich mich dem gemütlichen Ausbau meiner Pikmin-Armee oder begebe ich mich auf die Suche nach den Raumschiffteilen?"

Rot, gelb oder blau?

Pikmin Nachdem ihr die ersten Raumschiffteile gefunden habt, werdet ihr auch auf gelbe und blaue Pikmin treffen. Die unterschiedlich farbigen Pikmin verfügen über verschiedene Stärken und Schwächen. Während den roten Pikmin Feuer nichts ausmacht, können die gelben Bomben legen und die blauen Pikmin sind die einzigen Schwimmer unter den Pflanzenwesen. Nur wenn ihr die richtigen Pikmin zum richtigen Zeitpunkt einsetzt, könnt ihr das Spiel meistern und Olimar wieder auf seinen Heimatplaneten zurückschicken. Und genau das macht das Spiel zu etwas Besonderem, denn Pikmin bietet einen einzigartigen Mix aus Strategie-, Adventure- und Puzzle-Elementen. Doch was den Spielspaß und die Wertung drückt, ist die Tatsache, dass Pikmin bereits nach einer relativ kurzen Spieldauer (bei geübten Spielern um die zehn Stunden) schon wieder vorbei ist. Insbesondere die letzten beiden Levels der fünf Areale sind extrem herausfordernd und bieten clevere Puzzles und anspruchsvolle Boss-Kämpfe. Hätte Nintendo der GameDisc mehr Areale spendiert, die die Klasse der letzten Levels aufweisen, hätte einer 90er-Wertung nichts im Weg gestanden.

Videogameszone-
Spielspaß-Wertung:
-1
Leserwertung
(0 Votes):
-
Grafik:
Sound:
Multiplayer:
9/10
8/10
-/10
Moderation
06.07.2003 22:11 Uhr
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