Ninja Gaiden 3 (X360)

Release:
23.03.2012
Genre:
Action
Publisher:
Tecmo Inc.

Ninja Gaiden 3 im Test für PS3 und Xbox 360: Ein neuer Höhepunkt für die legendäre Action-Serie

22.03.2012 12:17 Uhr
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Neu
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Ninja Gaiden 3 im Test für PS3 und Xbox 360! Team Ninja hat konsequent entrümpelt: Item-System raus, Waffenwechsel raus, taktischer Zaubereinsatz raus. Was bleibt, ist das Wesentliche - die gnadenlos guten Schwertkämpfe. Wie gut Ninja Gaiden 3 schließlich geworden ist, lest ihr in unserem Test.

Ninja Gaiden 3 im Test für PS3 und Xbox 360: Team Ninja liefert ein durchweg gelungenes Actionspiel ab. Ninja Gaiden 3 im Test für PS3 und Xbox 360: Team Ninja liefert ein durchweg gelungenes Actionspiel ab. [Quelle: THQ / TeamNinja ] Ninja Gaiden 3 im Test für PS3 und Xbox 360: Es gibt schon bescheuerte Namen - Nico Schwanz zum Beispiel oder Ulla Kock am Brink oder Toni Anton Opl. Aber Drache Wanderfalke? So kann doch nun wirklich niemand ernsthaft heißen. Falsch gedacht! Denn Ryu Hayabusa heißt übersetzt genau das. Und irgendwie passt dieser Name auch: Denn der Held der Ninja Gaiden-Serie ist schnell wie ein Raubvogel und so übermenschlich stark wie ein Fabelwesen. In seinem neuesten Abenteuer tritt Herr Wanderfalke wieder mal gegen wahnsinnige Terroristen an: Ein Geheimbund mit dem Titel "Lords of Alchemy" (ja, so was können sich nur Japaner ausdenken) verübt fiese Anschläge und sprengt unter anderem halb London in die Luft. Womit wir auch schon bei einer der ersten wichtigen Änderungen wären: Ninja Gaiden 3 spielt ausschließlich an internationalen Schauplätzen - Ausflüge in irgendwelche Fantasy-Welten gibt es nicht.

Stattdessen reist ihr nach Japan, in ein karibisches Geheimlabor und auf die arabische Halbinsel. Überhaupt gibt sich Entwickler Team Ninja redlich Mühe, mehr Realismus in die Serie zu bekommen. Das merkt man vor allem an der Story: Ryu ist nun nicht mehr der kaltblütige Krieger von einst, sondern ein emotional gebrochener Mann voller Gewissensbisse. Dieser Ansatz ist zwar löblich, bei der Ausführung hapert es allerdings. So lernt Ryu im Laufe des Spiels beispielsweise ein Mädchen kennen, das seit dem Tod seiner Eltern nicht mehr spricht. Stattdessen kommuniziert die Kleine über ihr pinkes Handy, in das sie Nachrichten eintippt. Klar, dass ausgerechnet dieses Problemkind Ryu ins Herz schließt und ihm schließlich eine SMS mit dem Wortlaut "Sei mein Papa" zeigt. Ganz ehrlich: Wir mussten laut loslachen! Weitaus weniger komisch ist aber der Kern des Spiels: Denn der besteht aus knallharten, unfassbar schnellen Schwertkämpfen.

Ein Mann, ein Wort, ein Schwertt

Ryu verwandelt sich in einen glühenden Feuerball und säbelt jeden Gegner im Handumdrehen weg. Ryu verwandelt sich in einen glühenden Feuerball und säbelt jeden Gegner im Handumdrehen weg. [Quelle: Videogameszone.de] Zuerst ein Schocker für alle Ninja Gaiden- Liebhaber: Der Waffenwechsel wurde ersatzlos gestrichen! Das bedeutet: Ryu kämpft nur noch mit seinem Schwert - die Schlagstöcke und Sensen aus den Vorgängern sind verschwunden. Das klingt im ersten Moment nach einem Rückschritt, entpuppt sich aber als kluge Design-Entscheidung: Denn so konnte sich Team Ninja voll und ganz auf die Schwertkampfmechanik stürzen - und diese perfektionieren. Das macht sich spielerisch bezahlt: Selten gab es eine so schnelle, so cool animierte, so motivierende Säbelei wie in Ninja Gaiden 3. Dabei ist die grundsätzliche Steuerung enorm simpel: Eine Taste für harte Schläge, eine für schnelle Hiebe, eine zum Ausweichen - mehr müsst ihr nicht verinnerlichen. Der Clou: Während Einsteiger wild auf die Knöpfe drücken und so zumindest halbwegs ansehnliche Attacken auslösen, können Profis mit dem richtigen Timing grandiose Kombo-Manöver vom Stapel lassen.

Welche Moves es im Einzelnen gibt und wie man sie ausführt, zeigt eine optional einblendbare interaktive Liste. Ryu ist also der Absender tödlicher Nachrichten, aber wie sieht es mit den Adressaten aus? Die sind ebenso zahlreich wie gewitzt! Egal ob Standardsöldner, Elektro-Zauberer oder Echsenvieh - jeder Gegner verlangt nach einer eigenen Taktik. Die schlechte Nachricht: Wer nicht aufpasst, gibt schnell den virtuellen Löffel ab. Die gute: Das Spiel ist längst nicht mehr so brutal schwer wie seine Vorgänger. Auf dem Schwierigkeitsgrad "Normal" kommt man mit etwas Geduld und Übung locker durch - zumal die Rücksetzpunkte sehr fair gesetzt sind. Und wird es euch dann doch mal zu stressig, könnt ihr jederzeit in den leichteren "Hero"-Modus wechseln. Deutlich kompromissloser ist da schon die Gewaltdarstellung - denn wo gesäbelt wird, da fallen auch Schurken. Wenn sich Ryu durch die Gegnermassen pflügt, spritzt Blut und einige Attacken sehen echt fies aus. Allerdings bleiben alle digitalen Körperteile dort, wo sie hingehören - was auch gut ist, denn sonst würde das Spiel zur Splatterorgie mutieren. Ninja Gaiden 3 erscheint hierzulande übrigens ungeschnitten und trägt seinen "Ab 18 Jahren"-Stempel zu Recht.

Herrlicher Hokuspokus

Wenn Ryu durch die Luft gleitet, sieht das genial gut aus - steuern könnt ihr ihn dann aber nur minimal. Wenn Ryu durch die Luft gleitet, sieht das genial gut aus - steuern könnt ihr ihn dann aber nur minimal. [Quelle: Videogameszone.de] Ryu kann jedoch nicht nur mit dem Schwert gut umgehen, er ist auch ein prima Zauberer. Allerdings gibt es nur noch eine einzige Magieoption: Füllt ihr durch schwungvolle Attacken euer Ki - Meter bis zum Anschlag, so könnt ihr einen Flammendrachen herbeirufen. Das lodernde Hexenwerk frisst dann einfach alle anwesenden Gegner auf - praktisch, aber auf Dauer eintönig. Weitaus befriedigender ist da schon die sogenannte "Ultimative Technik": Dieser Superdupermove darf immer dann eingesetzt werden, wenn Ryus Klinge mit genügend Blut benetzt wurde. Durch einen Druck auf die Y-Taste weist ihr euren Ninja dann an, wie ein Berserker durch die Gegnerreihen zu pflügen. Fernab der zahlreichen Scharmützel streuen die Entwickler einige nette Nebenbeschäftigungen ein.

Mal fliegt Ryu durch die Lüfte und weicht Raketen aus, mal wandert er durch das Dorf aus dem Seriendebüt und plaudert dort mit alten Bekannten, mal kraxelt er in Eishöhlen herum. Schade jedoch, dass viele dieser Einlagen mit müden Quicktime-Sequenzen einhergehen. Das Nachdrücken von eingeblendeten Tasten geht uns nämlich langsam, aber sicher auf den Keks. Trotz dieser unbestreitbaren Tatsache ist Team Ninja mit dem dritten Teil der Action-Reihe ein Befreiungsschlag gelungen: Die alten Tugenden sind noch intakt, wurden aber mit frischen Ideen unterfüttert. Und dann wäre da ja noch die virtuelle Kamera: Endlich, endlich, endlich hat man immer den direkten Blick aufs Geschehen - kein Vergleich zum aberwitzigen Perspektiventango aus den Vorgängern. Und auch ansonsten sei die technische Umsetzung hier positiv erwähnt: 60 Bilder pro Sekunde, schicke Effekte, recht kurze Ladezeiten, optionale japanische Sprachausgabe - so loben wir uns das, Herr Wanderfalke.

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01:40
Ninja Gaiden 3 - Der englische Launch Trailer (UK)
Ninja Gaiden 3 (X360)
Spielspaß-Wertung

85 %
Leserwertung
(0 Votes):
-
Grafik
Sound
Multiplayer
8/10
8/10
-
Brillantes, blitzschnelles Kampfsystem
Kein motivierendes Item-Sammeln mehr
Spektakuläre Bosskämpfe
Story teilweise konfus und hanebüchen
Klasse Optik mit 60 Bildern pro Sekunde
   
Thorsten Küchler
Schon erstaunlich, was so eine Entschlackungskur alles bewirken kann: Aus unserem Redaktionskollegen Sebastian Stange hat sie einen halbwegs ansehnlichen Menschen gemacht, aus Ninja Gaiden 3 ein noch besseres Actionspiel. Denn Team Ninja hat konsequent entrümpelt: Item-System raus, Waffenwechsel raus, taktischer Zaubereinsatz raus. Was bleibt, ist das Wesentliche - die gnadenlos guten Schwertkämpfe. Schade jedoch, dass nicht alle Neuerungen wirklich durchdacht wirken: Das ständige anspruchslose Geklettere hätte man sich beispielsweise sparen können. Und das mit der emotionalen Story, das üben wir mal noch, liebe Japaner! Denn beim Anblick des ach so traurigen Ryu könnte ich glatt weinen - und das ganz sicher nicht vor Freude. Wenn Team Ninja bei Teil 4 dann die Stärken aller Teile vereint, zücke ich einen 90er!
   
Redakteur
Moderation
22.03.2012 12:17 Uhr
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Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
01.04.2012 17:34 Uhr
Zitat: (Original von Sagrail;9358103)
zu diesem "Testbericht" kann ich nur sagen, dass es wirkt wie ein versuch, ein grottenschlechtes game, anhand seiner mängel, schön reden zu wollen. mega schnelle moves? wo denn bitte????
gute entscheidung die items und waffen raus zu nemen? aha? dadurch das katana…
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
27.03.2012 02:01 Uhr
zu diesem "Testbericht" kann ich nur sagen, dass es wirkt wie ein versuch, ein grottenschlechtes game, anhand seiner mängel, schön reden zu wollen. mega schnelle moves? wo denn bitte????
gute entscheidung die items und waffen raus zu nemen? aha? dadurch das katana perfekt gearbeitet? hätte ich nix von…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
23.03.2012 23:48 Uhr
Zitat: (Original von yami-sasuke;9357189)
Also 85 nimmer und nimmer das spiel wollte ich eigentlich holen aber nach sehr negativen test hab ich mir ausgeliehen und muss sagen ist echt schlecht die haben alles was ninja gaiden ausgemacht hat und spaß gemacht hat rausgenohmmen ich würde max 60-65% geben

ich war ja…

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