Metal Gear Solid: Portable Ops

Test

IM GEFECHT ZÄHLT JEDER MANN
ÜBERREDET! So leicht können Sie andere von Ihrer Sache überzeugen: einfach umhauen und gefangen nehmen. BILD: KONAMI ÜBERREDET! So leicht können Sie andere von Ihrer Sache überzeugen: einfach umhauen und gefangen nehmen. BILD: KONAMI Innerhalb der Missionen können Sie die neu gewonnenen Rekruten auch selber steuern. Da Snakes Inventar auf klägliche vier Plätze limitiert wurde, ist die Ausrüstung der zusätzlichen Rekruten während der Missionen bitter nötig. Allerdings haben Ihre Rekruten einen entscheidenden Vorteil: Sie stammen direkt aus der Feindumgebung und machen daher die feindlichen Soldaten im Idealfall nicht auf sich aufmerksam. Dieses neuartige "offene" Tarnsystem funktioniert allerdings nur, solange Sie sich nicht ungewöhnlich verhalten oder ranghöheren Einheiten über den Weg laufen. Diese durchschauen die Maskerade nämlich im Handumdrehen und schlagen sofort Alarm. Leider haben Sie oft das Gefühl, dass reine Willkür über Erfolg oder Misserfolg dieser Tarnung entscheidet, was einen gemischten Eindruck hinterlässt. Auch die etwas zickige Kamerasteuerung bringt Sie besonders in engen Passagen zeitweise in Schwierigkeiten. Das facettenreiche Team-Feature ist zweifelsohne ein gewagter Gameplay-Ansatz in der Metal Gear Solid-Serie, den die Entwickler nicht nur sehr gut umgesetzt haben, er fügt sich auch sehr gut in die Story und die Gesamtzusammenhänge der Reihe ein. Im Mehrspieler-Modus ist diese Komponente ebenfalls sehr wichtig. Leider war ein Test der Online-Funktionalität von Metal Gear Solid: Portable Ops aufgrund technischer Ursachen nicht möglich. Die Ausstattung wirkt allerdings sehr üppig.

BOMBASTISCHES ACTION-KINO
WOLF UNTER WÖLFEN Das offene tarnsystem bewahrt Sie stellenweise vor viel Ärger. BILD: KONAMI WOLF UNTER WÖLFEN Das offene tarnsystem bewahrt Sie stellenweise vor viel Ärger. BILD: KONAMI Was die Präsentation von Portable Ops betrifft, so findet die Erzählweise in der Handheld-Version nicht mehr in fulminant choreografierten Zwischensequenzen statt. Die im Stile der MGS Digital Graphic Novel gehaltenen und dezent animierten Zeichnungen von Ashley Wood sind allerdings eine mehr als moderate Alternative und werden von der serientypischen grandiosen Synchronisation vertont. Die atmosphärische Musikuntermalung stellt die letzte Komponente des hervorragenden Inszenierungs-Dreigestirns dar und erzeugt eine exzellente Spannung. So gelungen Portable Ops auch ist, so stellt sich dennoch die Frage, ob die Marke Metal Gear Solid überhaupt für eine episodische Spielerfahrung geeignet ist. Schließlich ist die Serie für die hervorragende Symbiose aus Videospiel und Film berühmt und ist dementsprechend wie ein Film am besten vom Sofa aus zu genießen. Und genauso werden Sie auch Portable Ops erleben, denn der Titel könnte auch sehr gut als PS2-Version funktionieren. Das ist für ein PSP-Spiel zum einen eine große Auszeichnung, geht zum anderen aber dummerweise auch am ursprünglichen Gedanken eines Handheld-Spiels vorbei.

Wertung zu Metal Gear Solid: Portable Ops (PSP)

Wertung:

89 /10
Pro & Contra
Gelungenes Team-FeatureVerbindet MGS 3 und Teil 1Geniale PräsentationPackende Atmosphäre
Fazit

Die Inszenierung verschmilzt mit den neuen Gameplay-Ideen zu einem weiteren MGS-Meisterwerk.

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