Medal of Honor: Airborne

Test

Der Urvater der Zweite-Weltkriegs-Shooter ist auf der PS3 gelandet.

RAUS MIT IHNEN Die Absprünge bringen für kurze Zeit frischen Wind in das erste PS3-Medal-of-Honor. RAUS MIT IHNEN Die Absprünge bringen für kurze Zeit frischen Wind in das erste PS3-Medal-of-Honor. lectronic Arts hält eisern am Zweite-Weltkriegs-Szenario fest und lässt auch den neuesten Teil der Serie wieder zur Zeit des Dritten Reiches stattfinden. Mit Sicherheit gibt es noch viele Schlachten, deren Geschichte die Entwickler erzählen können, aber vielleicht hat das fast schon dickköpfige Festhalten an der Thematik auch etwas damit zu tun, dass Medal of Honor der Beginn der WWII-Shooter-Welle war. Wie dem auch sei, so innovationslos, wie es den Anschein hat, ist Medal of Honor Airborne gar nicht.

SPRUNG IN DIE FREIHEIT
Dieses Mal schlüpfen Sie in die Rolle eines Fallschirmjägers und kämpfen an ausgewählten europäischen Orten für den Weltfrieden. Ihre Rolle hat dabei einen entscheidenden Einfluss auf den Spielablauf. Sie stürzen sich zu Beginn jeder Mission aus einem Flugzeug und segeln mit einem Fallschirm zu Boden. Durch die neu gewonnene Entscheidungsfreiheit können Sie im Anschluss die unterschiedlichen Missionsziele in beliebiger Reihenfolge in Angriff nehmen. Gehen Sie entweder auf Nummer sicher und setzen in einer der ruhigen Landezonen, markiert durch grüne Rauchsignale, auf oder landen Sie wagemutig mitten im Feindgebiet - es bleibt Ihnen überlassen. Sobald Sie Kontakt mit Mutter Erde aufgenommen haben, erleben Sie die für die Serie typische und erneut gut spielbare Kriegs-Action. Vornehmlich heißt es Treibstofflager, Funkantennen, Munitionslager, Flakgeschütze oder Panzer zerstören - nichts wirklich Neues also. Die neu gewonnene Entscheidungsfreiheit erscheint zunächst als ein sehr aufregendes, innovatives Feature, ändert aber im Endeffekt nur die Reihenfolge, mit der Sie den ersten Schwung Missionsziele erledigen. Die Missionen bestehen aus mehreren Etappen und nachdem Sie den ersten Teil erledigt haben, zwingt Ihnen das Spiel wieder eine feste Vorgehensweise auf. Spätestens ab der zweiten Kampagne verliert also der Fallschirmsprung zusehends an Bedeutung, was wirklich sehr schade ist, denn die Grundidee birgt durchaus eine Menge Potenzial.
Den nächsten Dämpfer erfährt Medal of Honor Airborne durch die überraschend kurze Spieldauer. Als geübter Spieler haben Sie die sieben Kampagnen (inklusive Training) nach zirka sechs Stunden geschafft. Hinzu kommt, dass das Spiel auch noch künstlich in die Länge gezogen wird. Je nachdem, welche Aufgaben Sie in den Umgebungen zuerst angehen, legen Sie einige Wege doppelt und dreifach zurück. Zusätzlich dazu treffen Sie auf vereinzelte besonders knackige, fast schon unfaire Stellen. Perfektionisten können den Levels aber dennoch einen wiederholten Besuch abstatten, denn zum einen warten versteckte Landezonen darauf, entdeckt zu werden und zum anderen können Sie jede Waffe in mehreren Stufen aufwerten, was, nebenbei bemerkt, durch einen Zeitlupeneffekt wirklich cool aussieht.

HIMMEL UND HÖLLE
Die Technik ist ein ständiges Auf und Ab. Einerseits sehen die Umgebungen des neuen Medal of Honor durch gelungene Texturen und schöne Licht- und Partikeleffekte sehr gut aus. Auf der anderen Seite machen ständige Framerate-Einbrüche diesen positiven Eindruck wieder kaputt. Die Ruckler und Slowdowns treten unter anderem beim Erreichen eines Kontrollpunktes und bei den Fallschirmsprüngen auf und sind nicht gerade selten auch noch so heftig, dass sie die Spielbarkeit negativ beeinflussen. Auch die teils sehr aufdringlichen Nachzieheffekte machen sich in hektischen Situationen negativ bemerkbar. In akustischer Hinsicht überzeugen vor allem authentische Waffensounds und der hervorragende Orchester-Soundtrack vermittelt sehr gut die Weltkriegs-Dramatik und erzeugt so eine gelungene Atmosphäre.
Endlich ist auch EAs traditionsreiche Baller-Serie auf der nächsten Konsolengeneration angekommen, was sich hauptsächlich technisch bemerkbar macht. Spielerisch haben sich die Entwickler merklich Gedanken gemacht, aber das Potenzial des Fallschirmsprung-Features nicht voll ausgeschöpft. Schade, da hätten wir uns schon mehr erwartet.

Bildergalerie

Wertung zu Medal of Honor: Airborne (PS3)

Wertung:

75 /10
Pro & Contra
Innovatives Fallschirmsprung-FeatureOptisch sehr gut
Häufige und starke RucklerUngenutztes Potenzial
Fazit

Der PS3-Einstand ist zwar gelungen, gerade spielerisch bleibt der Titel aber hinter seinen Möglichkeiten.

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