Halo 3: ODST im Test: Was taugt das neue Abenteuer im Halo-Universum wirklich? Rechtfertigt die kurze, aber actionreiche Singleplayer-Kampagne den Preis? Dies und mehr in unserer Review zum neuen Halo-Game!
Die Technik von Halo 3 ODST
Generell ist die Story von Halo 3: ODST in Gänze darauf ausgelegt, sämtliche verschollene Team-Mitglieder zu finden und zu retten. Während dieses actiongeladenen Abenteuers werden wir von Stadtpassagen zu Waldgebieten, zurück in die Stadt und schließlich wieder in umkämpfte Außenareale versetzt. Zwischendurch sorgen fantastisch gerenderte Zwischensequenzen für Verschnaufpausen und leiten so in das nächste Level über. Sämtliche Levels schauen grandios aus, sind bestens inszeniert. Nur die Stadtpassagen wirken an manchen Stellen recht einfallslos, gar suggerieren sie uns, das wir dort schon einmal gewesen seien. Das ist vor allem den stets gleich ausschauenden und klobigen Bauwerken geschuldet - hier hätten wir uns mehr Abwechslung gewünscht.
Quelle: Bungie
Bäm, zisch, knall: Die ODST ist dort vor Ort, wo es brennt.
Pompöser und optisch abwechslungsreicher wurden die ausschweifenden Außenareale kreiert. Diese bieten nicht nur aufgrund ihrer aus Halo-Spielen gewohnt grandiosen Hintergründe und Himmels-Texturen einen Augenschmaus, hier brennt förmlich die Luft. Erbitterte Kämpfe am Firmament, uns auflauernde Wraiths, miesgelaunte Allianz-Truppen. So schick und intensiv das auch alles ist, wenige Augenblicke später mussten wir eine herbe Enttäuschung hinnehmen. Die Künstliche Intelligenz unserer Verbündeten ist unter aller Kanone.
Die Halo 3 ODST-KI versagt
Unser Auftrag zum Beispiel ist, mit unserem Warthog (ja, wir dürfen wieder mit Warthogs durch das Areal düsen!) gegnerische Wraiths abzufeuern. Wir stellen uns an das am Heck angebrachte MG, gefahren wird die Karre allerdings von Stevie Wonder, so macht es den Anschein. Der Typ bleibt überall hängen, verfährt sich, bringt den Warthog zum Umkippen. Voller Wut im Bauch schließlich setzen wir uns ans Steuer, denn mit der gewöhnungsbedürftigen Steuerung des selbigen sind wir schon seit Halo: Combat Evolved vertraut.
Quelle: Bungie
Das Nachtsichtgerät unterscheidet gegnerische von verbündeten Truppen. Im Bild: Gegner!
Zack, einer unserer ODSTs stellt sich ans MG, wir navigieren auf einen gepanzerten Wraith zu. Und was macht jetzt dieser Typ am MG? Er schießt ständig daneben, der Wraith verpasst uns reichlich Salven, so dass wir uns zurückziehen müssen. Tipp: Lasst die Karre lieber von einem KI-Spieler steuern und stellt euch ans MG - denn den Wraiths macht ihr mit ein paar präzisen Schüssen den Garaus. Schade: So gut die gegnerische KI auch funktioniert, so sehr hapert es den ODSTs an Verstand. Sowohl die Künstliche Intelligenz als auch der Design-Aufbau der Levels erinnern sehr stark an Halo 3.
