FIFA 13 (X360)

Release:
27.09.2012
Genre:
Sportspiel
Publisher:
Electronic Arts

FIFA 13 im Test für PS3 und Xbox 360: Konsequente Weiterentwicklung des tollen Vorgängers - Ab heute im Handel

27.09.2012 09:30 Uhr
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Neu
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FIFA 13 im Test für PS3 und Xbox 360: Mit PES 2013 hat Konami bereits gewaltig vorgelegt - im Test von FIFA 13 klären wir, ob EAs Fußballsimulation da in diesem Jahr mithalten kann. Eines vorab: Mit FIFA 13 liefert Electronic Arts eine konsequente Weiterentwicklung des ohnehin tollen Vorgängers!

FIFA 13 im Test für PS3 und Xbox 360: Electronic Arts liefert mit seiner neuen Fußballsimulation eine konsequente Weiterentwicklung des ohnehin tollen Vorgängers ab. FIFA 13 im Test für PS3 und Xbox 360: Electronic Arts liefert mit seiner neuen Fußballsimulation eine konsequente Weiterentwicklung des ohnehin tollen Vorgängers ab. [Quelle: Electronic Arts] FIFA 13 im Test: Auf dem Papier klingen die Änderungen, die sich das FIFA-Team für dieses Jahr vorgenommen hat, eher nach Detailverbesserungen. Hier ein paar Laufwegsberechnungen neu, da ein paar Schrauben bei der Impact-Engine angezogen, Ballannahmen verfeinert - ein spektakuläres Killer-Feature hat der eine oder andere im Vorfeld vermisst. Und doch sorgen gerade diese kleinen Detail-Änderungen dafür, dass sich FIFA 13 nicht nur besser als sein Vorgänger, sondern auch deutlich realistischer und näher am echten Fußball als alle FIFAs zuvor spielt.

Vor allem das Verhalten der Offensiv-KI ließ uns während des Tests mit der Zunge schnalzen. Stürmer laufen beispielsweise nicht mehr schnurgerade ins Abseits oder drehen kurz vorher völlig unrealistisch um und laufen in die entgegengesetzte Richtung, sondern passen ihre Laufwege der jeweiligen Spielsituation an. Steht etwa ein Gegenspieler im Weg, versucht der Stürmer, diesen zu umgehen und gleichzeitig eine bessere Position für den eventuellen Kampf um den Ball einzunehmen. Und wenn der ballführende Spieler mit einem Pass zögert, trabt der Stürmer eben etwas langsamer oder baut ein paar Kurven in seinen Laufweg ein.

Zudem schaffen es die KI-Spieler nun, Spielzüge zu antizipieren. Will heißen: Außenspieler starten auf den Flügeln schon durch, wenn ein möglicher Passgeber noch gar nicht am Ball, die Wahrscheinlichkeit eines baldigen Passes aber recht hoch ist. Der Nebeneffekt dieser ganzen Änderungen ist, dass das Angriffsspiel deutlich mehr Varianz aufweist, als das noch beim letztjährigen FIFA der Fall war. Vorbei sind also die Zeiten, in denen ein Angriff und dementsprechend auch ein Tor dem anderen glich. Allerdings gibt es nach wie vor Aktionen, die auf eine Vielzahl von Spielen gerechnet etwas übermächtig wirken - lange, hohe Bälle auf einen schnellen Stürmer etwa, oder die im Vorgänger sogar noch viel übertriebeneren Schlenzer. Derlei Balancing-Probleme trüben das Gesamtbild jedoch nicht entscheidend: Auf dem Platz ist FIFA 13 eine Augenweide.

U Intelligent: Ist ein Spieler im Begriff , ins Abseits zu laufen, verlangsamt er nun seine Geschwindigkeit oder läuft eine leichte Kurve - sehr realistisch! Intelligent: Ist ein Spieler im Begriff , ins Abseits zu laufen, verlangsamt er nun seine Geschwindigkeit oder läuft eine leichte Kurve - sehr realistisch! [Quelle: Electronic Arts] m dem deutlich schlaueren Aufbauspiel etwas entgegenzusetzen, bauten die Entwickler übrigens gleich mehrere Dinge ein. Beispielsweise kann euch der Ball nun verspringen, vor allem, wenn ihr allzu riskante, schnelle Pässe spielt. Selbst wenn ihr also gerade mit Lio Messi über den Rasen kurvt, solltet ihr euch mehrmals überlegen, ob ihr zu viel Risiko eingehen wollt oder doch lieber auf Nummer sicher geht. Das sorgt noch einmal für eine Spur mehr Realismus und ist daher nur zu begrüßen. Ebenfalls neu: neben normalen Dribblings ist es nun auch möglich, euren Gegner zu fokussieren oder ihm den Rücken zuzudrehen. Der Zweck des Ganzen ist natürlich, dass ihr den Gegner ausgucken oder den Ball vor ihm abschirmen könnt. Die im Vorjahr eingefügte, aber etwas fehleranfällige Impact-Engine wurde von Grund auf überarbeitet. Konfuse Situationen, in denen sich Spieler ineinander verknoten oder mehrfach übereinanderfallen, sind also nicht mehr an der Tagesordnung. Zwar passieren derlei Aussetzer nach wie vor, aber in einem tolerierbaren Ausmaß, sprich: alle zwanzig Matches vielleicht.

Aber auch einige neue Features haben sich zu den Funktionen der Impact-Engine gesellt. Abwehrspieler können nun beispielsweise bereits in Laufduellen abseits der Bälle ihren Körper einsetzen und sich sogar vor den Gegner mogeln - etwa, um den Ball ins Toraus rollen zu lassen. Nichtsdestotrotz wirkt das Geschehen auf dem Rasen aber noch deutlich schneller und hektischer als bei der Konkurrenz. In Verbindung mit der geringen spürbaren Masse der Kicker und der immer noch (aber nicht mehr so extrem wie in den Jahren zuvor) hinterherhinkenden Ballphysik mag FIFA 13 dem einen oder anderen etwas zu arcadig ausfallen. Apropos arcadig: Erstmals dürft ihr FIFA in diesem Jahr per Move (PS3) steuern - und das funktioniert erstaunlich gut. Allerdings ist die PlayStation Move-Steuerung gerade in der Defensive etwas zu ungenau, sodass die Bewegungssteuerung zwar ein nettes Gimmick und eine lustige Alternative ist, aber keine ernsthafte Wahl für höhere Schwierigkeitsgrade.

Die Welt liegt euch zu Füßen

Karrieremensch: Natürlich sind beliebte Modi wie der Managerpart oder Be-A-Pro wieder mit an Bord - dank vieler Lizenzen ein Heidenspaß. Karrieremensch: Natürlich sind beliebte Modi wie der Managerpart oder Be-A-Pro wieder mit an Bord - dank vieler Lizenzen ein Heidenspaß. [Quelle: Electronic Arts] Absolut keine Wünsche offen lässt aber nach wie vor die enorme Auswahl an unterschiedlichen Lizenzen und Modi. Ganz gleich, ob ihr in der Bundesliga, Premier League oder Serie A, in der französischen Ligue 2, der norwegischen Tippeligaen oder neuerdings in der ersten saudiarabischen Liga kicken wollt, FIFA überlässt euch die Wahl. Schade allerdings, dass sich die anfänglichen Gerüchte über eine implementierte dritte Liga aus Deutschland nicht bewahrheiteten. Wer also Alemannia Aachen wieder zurück in die Erfolgsspur führen will, schaut in die Röhre. Aber auch so stehen euch genug Beschäftigungen zur Auswahl. Ihr schickt euer Team entweder in Freundschaftsspiele, Turniere oder gleich in ganze Ligen, on- wie offline. Die beliebten Be-A-Pro- und Be-A-Goalkeeper- Modi, in denen ihr einen einzelnen virtuellen Kicker steuert, sind natürlich auch wieder mit an Bord. Und wer es lieber aufwendig mag, stürzt sich ins Manager-Leben.

Hier verbirgt sich auch gleich der erste und einzige Kritikpunkt bezüglich der Modi. Bei aller Spieltiefe und der Riesenauswahl an Lizenzen musste anscheinend an der Menüführung des Manager-Parts gespart werden. Es ist ein Graus, sich einzelne News anzeigen zu lassen, verschiedene Reiter für Unter-News-Themen und zig Untermenüs an der Seite sorgen auch nicht für mehr Übersicht. Das ist jedoch Meckern auf hohem Niveau, denn schließlich wurden dafür viele kleine Verbesserungen eingebaut. Beispielsweise könnt ihr einem Verein statt Geld nun auch einen eurer Spieler zum Tausch bei einem Transfer anbieten. Spektakulär ist anders, aber solange die Neuerungen auf dem Platz fehlende Innovation bei Modi & Lizenzen ausgleichen, ist alles im Lot. Und das ist bei FIFA 13 der Fall. Wie die Konkurrenz von Konami abgeschnitten hat, lest ihr in unserem Test zu PES 2013. Hinweis: FIFA 13 Tipps zu Virtual Pro, Tricks, Freistöße, Tore, Taktiken und Skill Games haben wir ebenfalls für euch!


02:26
FIFA 13 im Play3-Videotest
FIFA 13 (X360)
Spielspaß-Wertung

90 %
Leserwertung
(2 Votes):
96 %
Grafik
Sound
Multiplayer
9/10
8/10
9/10
Massig Lizenzen aus aller Welt
Im Vergleich zu PES etwas arcadiger/hektischer
Verbesserte KI, realistische Laufwege
Einige Aktionen mitunter zu stark
Gröbste Fehler der Impact-Engine beseitigt
   
Sascha Lohmüller
Das häufigste Vorurteil in der Diskussion FIFA gegen PES ist ja, dass PES viel realistischer und FIFA zu arcadig sei. Spätestens jetzt ist das aber kaum noch ein Argument. Mehr denn je gilt in diesem Jahr, dass es eine reine Geschmackssache ist, welchen Titel man bevorzugt, da beide ihre Stärken und ein paar wenige Schwächen haben. FIFA ist nach wie vor etwas hektischer und die Ballphysik und die Masse der Kicker wirken arcadiger als bei der Konkurrenz. Dafür sind die Laufwege bei FIFA eine wahre Augenweide und erlauben es dem Spieler, unfassbar schöne und vor allem abwechslungsreiche Ballstafetten auf den Rasen zu zaubern. Hinzu kommt, dass FIFA vor allem auf der Konsole grafisch eine Klasse besser als PES ist. Und vom Modi- und Lizenzumfang wollen wir gar nicht erst anfangen.
   
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27.09.2012 09:30 Uhr
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27.09.2012 22:18 Uhr
woran kann es liegen das wenn ich ein Tor schieße und ich ein Torjubel machen will die Kamera nicht zum Spieler ranzoomt sondern nur auf Übertragung/Tele bleibt?
bei der demo von fifa 13 ging es ja auch noch
Muss ich noch irgendwas Einstellen?

Freue mich auf eure Antworten
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22.09.2012 17:38 Uhr
@hannibal67:
nur GS glaub ich
Neuer Benutzer
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22.09.2012 09:13 Uhr
keine türkische liga mit an bord oder ?