Binary Domain (X360)

Release:
24.02.2012
Genre:
Action
Publisher:
Sega
Übersicht News(11) Tests(1) Tipps Specials Bilder Videos(8) Downloads

Binary Domain im Test für PS3 und Xbox 360: Standard-Shooter mit sehr kluger Sci-Fi-Handlung

27.02.2012 15:06 Uhr
|
Neu
|
In unserem Test von Binary Domain für PS3 und Xbox 360 stellten wir fest: Der Shooter über die Zukunft schaut aus wie von gestern - macht aber trotzdem Laune. Binary Domain punktet vor allem mit einer erstaunlich sozialkritischen Story.

Binary Domain im Test: Der Shooter bietet Standard-Kost, punktet aber mit einer erstaunlich sozialkritischen Story. Binary Domain im Test: Der Shooter bietet Standard-Kost, punktet aber mit einer erstaunlich sozialkritischen Story. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Binary Domain im Test - "Schreib los", "Mach Screenshots", "Bück dich": Mit Sprachbefehlen kennen sich die Videogameszone-Mitarbeiter prima aus. Wie passend also, dass Segas neuer PS3-Shooter ebenfalls verbale Kommandos versteht: Denn mittels eines USB-Mikrofons dürft ihr eure virtuellen Teamkollegen in Binary Domain mündlich durch die Gegend scheuchen. Eine weitere Parallele zu unserer Redaktion: Auch im Spiel wird nicht jede Anweisung ohne Murren ausgeführt. Die Entwickler haben eine recht pfiffige moralische Komponente eingebaut: Eure KI-Kollegen verfügen über eine Art virtuelles Gewissen und merken sich, wie ihr mit ihnen umgeht.

Schickt ihr sie beispielsweise sinnlos Richtung Bossgegner, so wirkt sich das negativ auf das Vertrauensmeter aus. Außerdem kommt es immer wieder zu Dialogen mit den geschwätzigen CPU-Helfern: Mal will einer wissen, ob ihr Bock auf eine Sauftour habt, mal schüttet euch jemand sein Herz aus. Dummerweise wirken die vom Spiel vorgegebenen Antwortoptionen arg plump: "Ja", "Nein", "Leck mich am A..." - subtil sieht anders aus. Dennoch bringt die Gruppendynamik als Spielelement frischen Wind in die ansonsten recht überraschungslose Shooter-Action.

Grandios gemacht: Die Robo-Schurken zersplittern in ihre Einzelteile und verlieren Gliedmaßen, wenn ihr sie erwischt. Grandios gemacht: Die Robo-Schurken zersplittern in ihre Einzelteile und verlieren Gliedmaßen, wenn ihr sie erwischt. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Wir sind die Ro-bo-ter!
Im Jahr 2080 ist ein Großteil der Erde überschwemmt - herzliche Grüße an den Treibhauseffekt! Um die nötig gewordenen Umbaumaßnahmen an sämtlichen Großstädten vorzunehmen, erschafft die Menschheit Millionen von Arbeitsrobotern - und die drehen irgendwann durch. Lasst euch von der seelenlosen Grundidee nicht täuschen: Binary Domain erzählt eine ebenso erwachsene wie tiefgründige Story. Unter anderem geht es um die Frage, wo künstliche Intelligenz aufhört und menschliches Leben beginnt. Die holzschnittartigen Charaktere passen da nicht so recht ins seriöse Bild. Held Dan und seine Kollegen bilden die typische internationale Eingreiftruppe: Einer muskulös und tumb, eine filigran und mundfaul, einer mysteriös und skrupellos - das haben wir schon gefühlte 1.000 Mal gesehen.

Der goldene Schuss
Auch spielerisch erwarten euch wenige Überraschungen: Ihr lenkt euren Recken aus der Verfolgerperspektive durch lineare Levels, geht bei Bedarf in Deckung und ballert auf alles, was zwei oder mehr Metallbeine hat. Dem Szenario entsprechend sind alle Widersacher Roboter - was sowohl eine USK-Freigabe ab 16 Jahren als auch eine der größten Stärken des Spiels zur Folge hat. Denn die Techno-Halunken fliegen bei Beschuss nach und nach auseinander. Das sieht nicht nur schick aus, sondern ist auch spielerisch relevant: Ihr erkennt immer sofort, ob und wo ihr Schaden anrichtet. Wer taktisch vorgeht, wird zusätzlich belohnt: Ballert ihr einem der Cyborgs etwa seine Rübe vom Rumpf, so kann er logischerweise nichts mehr sehen - und schießt versehentlich auf seine eigenen Artgenossen.

Die Elite unter den Eisenwaren: Sämtliche Bossgegner sind nicht nur gigantisch groß, sondern auch knifflig zu besiegen. Die Elite unter den Eisenwaren: Sämtliche Bossgegner sind nicht nur gigantisch groß, sondern auch knifflig zu besiegen. [Quelle: Siehe Bildergalerie] Jedes zerstörte Roboter-Einzelteil erhöht zudem euren virtuellen Kontostand. Im Shop könnt ihr die erballerten Moneten dann gegen frische Munition, Heilpakete und Nanomaschinen eintauschen. Letztere werden wiederum in begrenzt verfügbare Slots eingesetzt und möbeln die Widerstandskraft eurer Helden auf. Abseits vom Dauergeknalle mühen sich die Entwickler redlich, für spielerische Auflockerung zu sorgen. So düst ihr mit einem Jetski durch Abwässerkanäle, rutscht riesige Rampen hinunter und erforscht einen Rotlichtbezirk. Das alles kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Binary Domain auf Dauer zu wenige Überraschungen bietet. Denn das Spiel selbst nimmt keine Sprachbefehle an - da können wir noch so lange "Werd' zum Hit" brüllen!

03:56
Binary Domain - Slum Kids Trailer
Für die Verwendung in unseren Foren:
Binary Domain (X360)
Spielspaß-Wertung

78 %
Leserwertung
(0 Votes):
-
Grafik
Sound
Multiplayer
7/10
7/10
-
Großartiges Treffer-Feedback
Auf Dauer wenig Abwechslung
Erstaunlich sozialkritische Story
Extrem klischeehafte Charaktere
Recht innovatives Moral-System
Technisch altbacken inszeniert
   
Thorsten Küchler
Binary Domain könnte auch Thomas Eder: The Game heißen: Denn wie bei unserem Kollegen verstecken sich auch hier hinter einer unansehnlichen Fassade erstaunlich tiefgründige Dinge. Besonders die Story hat es mir angetan: Glaubt man zu Beginn noch an den typischen "Menschen gegen Roboter"-Quark, entpuppt sich die Handlung im späteren Verlauf als Parabel auf Größenwahn und Intoleranz. Das Moralsystem ist indes nett gemeint, aber auch ebenso plump: Einen Kollegen mit "Fuck you" zu beschimpfen, nur weil er um Hilfe bittet - das ist mir dann doch zu banal. Viel besser schneidet das grundsätzliche Geballer ab: Wenn ihr einen Widersacher erwischt, dann fliegen die Metallfetzen - so muss optisches Treffer-Feedback aussehen!
   
Redakteur
Moderation
27.02.2012 15:06 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
28.02.2012 10:07 Uhr
Ich habe mir das spiel übers WE mal ausgeliehen und dachte am anfang, naja das game geht so, aber nach und nach hat mich das game immer tiefer reingezogen. Ich fande die story garnicht mal so schlecht und habe es kaum erwartet biss zum ende zu spielen. Es hat mir sehr viel spaß gemacht. Das spiel muss man nicht unbedingt kaufen, es reicht wenn man es sich in der videothek um die ecke ausleiht!.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 1
27.02.2012 21:06 Uhr
Oh oh oh... Hatte ich gar nicht so auf der Liste das Ding. Tonis Previews klangen eher sehr zurückhaltend. Glaube, das gebe ich mir demnächst.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
27.02.2012 15:34 Uhr
ich muss sagen ich find die story auch überraschend gut.... aber heiß war ich auf das spiel schon seit ich den e3 trailer das erstemal sah

Verwandte Artikel

Neu
 - 
SEGA hat zwei neue japanische Videos veröffentlicht, die frische Spielszenen aus dem kommenden Actionspiel Binary Domain zeigen, in denen die feindlichen Roboter fachgerecht zerlegt werden. mehr... [3 Kommentare]
Neu
 - 
Noch vor dem Release von Binary Domain steht eine Demo über das PlayStation Network und den Xbox Live Marktplatz als Download bereit, das haben die Yakuza Studio-Entwickler in einem Interview bekannt gegeben. Die Demo zum Actionspiel dürfte im Laufe des Februars erhältlich sein. mehr... [0 Kommentare]
Neu
 - 
SEGA hat zu Binary Domain einen neuen Trailer veröffentlicht, der sich mit dem Consequence-System beschäftigt. Die Handlungen des Spielers sollen nämlich deutliche Auswirkungen haben. mehr... [0 Kommentare]
Neu
 - 
Binary Domain wird am 17. Februar 2012 für die Xbox 360 und die PlayStation 3 erscheinen, das hat SEGA nun bestätigt. Darin kämpfen wir im Jahr 2080 gegen Roboter in Tokio. mehr... [0 Kommentare]
Neu
 - 
In Binary Domain geht es den Roboter-Feinden an ihr Blechkleid. Im neuesten Trailer stellt SEGA die verschiedenen Waffen vor, mit denen man die Kameraden bearbeiten kann. mehr... [0 Kommentare]