Import-Test: Advance Wars: Dual Strike

Test

Die ersten Kampagnen machen euch mit der Spielmechanik vertraut. Die ersten Kampagnen machen euch mit der Spielmechanik vertraut. Die Luftkämpfe werden auf dem oberen Screen dargestellt und laufen prinzipiell wie die Bodenkämpfe ab - lediglich mit dem Unterschied, dass hier ein computergesteuerter Kommandant die Einsatzleitung übernimmt. In späteren Missionen könnt ihr sogar selbst die Rolle des zweiten Heerführers übernehmen: Zu Beginn einer Mission entscheidet ihr euch, welche Parteien Arbeitsteilung betreiben sollen.

Eure Wahl hat zwar keinen direkten Einfluss auf den Spielverlauf, doch für gemeisterte Aufgaben gibt es Erfahrungspunkte, die euch bei dauerhaftem Erfolg Abzeichen bescheren. Insgesamt gibt es 300 dieser Medaillen. Jeder Offizier verfügt darüber hinaus über einen limitierten Spezialangriff, den ihr jedoch erst nach einigen Spielrunden einsetzen könnt.

Dadurch steigt nicht nur eure Angriffskraft um zehn Prozent, sondern ihr dürft zudem einen zweiten Zug tätigen. Häufig leitet eine solche Power-Attacke gegen Ende eines Abschnitts eine überraschende Wendung ein, deshalb ist taktisches Vorgehen Pflicht. Nicht minder strategisch geht es zu, wenn sich zwei Länder wie Red Star und Blue Moon zusammentun und gegen ein drittes Lager antreten.

Wenn jede Truppe dann noch eigene Fabriken errichtet hat und fortan selbst Kriegsmaschinen produzieren kann, fährt Advance Wars: Dual Strike seine Geschütze voll auf. Da kommt einiges an Arbeit auf euch zu, denn spätere Kampagnen ziehen sich gerne mal über eine gute Stunde hinweg. Löblich ist, dass sich drei Fortschritte jederzeit auf der Cartridge festhalten lassen. Beim zweiten Teil gab es lediglich einen Speicherstand, um seine Fortschritte zu sichern. Irgendwann raucht schließlich auch der geübteste Spreng-Kopf!

Aufmarsch der Pixelsoldaten

Vier Hobbystrategen dürfen bei Advance Wars rundenbasiert an einem System um den Sieg kämpfen. In diesem Fall erteilt jeder Offizier seiner Mannschaft Befehle und reicht den Nintendo DS nach dem Zug an die Mitspieler weiter. Die Optionsvielfalt dieses Kollektiverlebnisses ist gigantisch: Vom Kriegsnebel über die Spielzeit bis hin zum Terrain passt ihr neun Parameter nach euren Vorlieben an.

Kenner der Vorgänger brauchen trotz fehlender Japanischkenntnisse nicht zu verzweifeln, da Famicom Wars DS, so der japanische Titel von Dual Strike, abermals viel mit Symbolen arbeitet. Habt ihr mehrere Systeme zur Hand, könnt ihr eine Demo des neu integrierten Combat-Mode verschicken, eigene Maps austauschen oder euch eine Wi-Fi-Schlacht liefern - auf Wunsch sogar mit formierten Teams.

Lustig: Mit bestimmten Tasten lassen sich Textbotschaften versenden, die ihr zuvor editiert habt. Technisch haben sich Intelligent Systems' Pixeltruppen zwar schon längst in die Herzen der Fans geballert, dennoch hätten wir gerne gesehen, dass die Strategieperle eine grafische Frischzellenkur über sich ergehen lässt. Im 3D-Handheld-Zeitalter sollte es beispielsweise keine Mühe mehr sein, polygonale Truppen im Kampfbildschirm darzustellen. Taktikfetischisten freuen sich auf Ende September, wenn Advance Wars europäische Doppelschirme infiltriert, und geben Papas Zinnsoldaten endgültig in den Hausmüll. Zeit für einen Machtwechsel!

Wertung zu Advance Wars: Dual Strike (NDS)

Wertung:

89 /10
Fazit

Die DS-Strategiebombe trifft mit einer Punktlandung. Gewohnt intelligente Strategieperle!

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