Advance Wars: Dark Conflict

Test Thomas Eder

Advance Wars: Dark Conflict Kein Krieg, sondern verheerende Meteoriteneinschläge haben der Welt der früheren Advance Wars-Teile, wie wir sie kennen, ein jähes Ende bereitet. Der Großteil der Bevölkerung würde ausgelöscht, die wenigen Überlebenden haben allerdings nichts Besseres zu tun, als sich zu verschiedenen Militärverbänden zusammenzurotten und erneut in Kriege zu stürzen. Ihr schlüpft dabei in die Rolle von Will, einem jungen Schüler einer Militärakademie, der als einziger seiner Klasse die Katastrophe überstanden hat. Kurz nachdem er realisiert hat, was um ihn herum geschehen ist, bekommt er es auch schon mit skrupellosen Plünderern zu tun, doch zum Glück naht Hilfe... Mehr möchten wir euch zur Story nicht verraten, da diese eine Menge überraschender Wendpunkte bietet und das Strategie-Spektakel wunderbar umrahmt. Natürlich ist auch wieder eine ordentliche Portion Schmalz mit dabei - genau das Richtige um die Kämpfe noch emotionaler werden zu lassen! Ältere Semester werden sich nicht unbedingt damit anfreunden können und die Dialoge und Zwischensequenzen vor und nach den Kämpfen mit einem Druck auf die Start-Taste abbrechen, doch ist es auch nicht wirklich die Story, auf die es bei diesen Strategie-Kracher ankommt.

ÜBERARBEITET
Advance Wars: Dark Conflict Für alle, denen die Reihe bislang noch unbekannt ist, hier eine kurze Zusammenfassung des Gameplays: Ihr bewegt eure Einheiten abwechselnd mit eurem Gegner über die in kleine Quadrate zerteile Spielfläche, erobert Gebäude, produziert neues Kriegsgerät und tragt Gefechte gegen den Kontrahenten aus. Dies klingt weitaus einfacher als das Spiel letztendlich ist: Neben der verschiedensten Werte wie zum Beispiel Angriffsstärke oder Panzerung eurer Einheiten entscheiden außerdem noch Terrain-Beschaffenheit und neuerdings auch Kampferfahrung mit über die Effektivität eurer Truppen. Tragt ihr mehrere Gefechte mit einer Einheit aus, kann diese bis zu drei Levels aufsteigen, was soviel bedeutet, dass nach jedem Einsatz die offensiven und defensiven Werte der Einheit minimal steigen. Natürlich gibt's auch in Dark Conflict wieder die meisten bekannten und natürlich auch einige neue Einheiten mit dazu. Wirklich große Änderungen beim Gameplay führten die Entwickler von Intelligent Systems nicht ein und das ist auch gut so. Das Spielprinzip bleibt also weitgehend erhalten und lediglich an einigen Stellen wurde Feinschliff betrieben - wie etwa bei den Spezial-Fähigkeiten eurer Kommandeure (COs). In den Vorgängern konntet ihr euch vor den Schlachten meistens für einen CO entscheiden, diesmal müsste ihr mit dem CO kämpfen, den euch das Spiel vorgibt. Bevor ihr die Super-Kräfte einsetzen könnt, müsst ihr allerdings zuerst eine Einheit bestimmen, die dann zur Commander-Einheit wird. In einem bestimmten Radius um diese Einheit herum sind dann die eigenen Einheiten etwas stärker und nach einigen Abschüssen könnt ihr wie in den Vorgängern die unterschiedlichen Spezial-Fähigkeiten eurer COs anwenden. So haben eure Truppen dann beispielsweise für eine Runde erhöhte Angriffspower, mehr Reichweite oder ähnliche, im Kampf stets sehr nützliche und oftmals über Sieg und Niederlage entscheidende, Fähigkeiten. Hier werden sich wohl die Geister scheiden - der eine Spieler wird sich mich den Neuerungen schnell anfreunden, während ein anderer sich alles so wünscht, wie es bei den Vorgängern der Fall war. Schmerzlich vermissen wird man auch die Möglichkeit, sich neue Karten und COS mit den durch Kämpfen verdienten Credits kaufen zu können, was bei den Vorgängern immer für etwas Extra-Motivation gesorgt hat.

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