Lesertest des Monats - Januar 2009
Assassin's Creed
Ein Meilenstein der Videospielgeschichte!
Eines gleich vorweg: Ubisoft Montreal setzt mit Assassin's Creed einen videospielerischen Meilenstein auf den steinig verlaufenden NextGen-Weg. Ein Meisterwerk, über das man sich rückblickend verklärte Geschichten erzählen wird. Man kann dem Spiel sicherlich keine Fehlerfreiheit attestieren, aber wer sich auf seine Geschichte und seine malerische Grafikpracht einlässt, der wird mit einem einmaligen Erlebnis belohnt. Videospiele sind Kunst? Games wie dieses beweisen es!
Im Jahre 1191 übernimmt man die Kontrolle über den frisch degradierten Assassinen Altair. Oder doch die über Desmond Miles, einem Nachkommen Altairs? Ich will hier nicht zu viel über die Hintergrundstory verraten. Aber es gilt das Leitmotiv "Nichts ist wahr-Alles ist erlaubt."
Als Attentäter ist es eure Aufgabe, neun Personen zu ermorden, um euren alten Rang wieder zu erlangen und gleichzeitig eine Verschwörung aufzudecken. Die drei Städte Akkon, Jerusalem und Damaskus sind dabei die Orte der Handlung. Alle phänomenal und weitgehend historisch korrekt in Szene gesetzt. Wenn man das erste Mal zu Pferd langsam auf das Ende einer Hügelkuppe zu reitet, sich unter einem das lebendig im Sonnenschein daliegende Jerusalem offenbart, gehört dies zu den intensivsten Erfahrungen, die einem ein Videospiel vermitteln kann.
Jede Mission gliedert sich in drei Abschnitte. Man holt (leider wenig abwechslungsreiche) Erkundigungen ein, beseitigt den Verschwörer und flüchtet. Unterschiedliche Vorgehensweisen bieten sich dazu an. Doch selbst der unauffälligste Assassine wird wohl nicht ohne den ein oder anderen Kampf auskommen. Diese Auseinandersetzungen sind extrem stylish gestaltet, verbergen dahinter jedoch ein eher simples Kampfsystem, das auch Anfänger nicht überfordern sollte.
Ein fettes Highlight stellt die Möglichkeit dar, mit Altair zahlreiche Aussichtspunkte zu erklettern. Die Animationen während des Kletterns sind weltklasse. Weit über den Dächern der Stadt hat man ein unglaubliches Freiheitsgefühl, verbunden mit einer unfassbaren Fernsicht auf die Berge und Täler im Umland und das bunte Treiben am Boden. Ein beherzter Sprung in einen Heuhaufen(!) beendet solche Ausflüge. Ein wohliges Magenziehen vor dem Fernsehgerät inklusive.
Häufige Tearing-Effekte und gelegentliche Ruckler trüben das Gesamtbild leicht, können einem die Freude über die große Klasse dieses Spiels jedoch nicht wirklich verhageln.
Dank dem Team von Ubisoft Montreal war für die Spielergemeinde im Jahr 2007 schon im November Weihnachten!
Meinungen sind bekanntlich verschieden - deshalb könnt ihr unter nachfolgendem Link den Lesertest sowie das Spiel, über das geschrieben wurde, natürlich auch bewerten. War der Leser-Test sehr hilfreich, passabel oder gar irreführend? Hat das Spiel eurer Meinung nach eine ganz andere Bewertung verdient? Entscheidet selbst und diskutiert mit!
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