True Crime: New York City

Test

Bei Frontal-Crashs fliegen andere Fahrer schon mal durch die Windschutzscheibe. Bei Frontal-Crashs fliegen andere Fahrer schon mal durch die Windschutzscheibe. Drei Spiele in einem sollte True Crime: Streets of L.A. sein und letztlich war dem ja auch so. Allerdings hatten alle Gameplay-Elemente mit einigen Macken zu kämpfen. Autofahrten krankten an der öden Stadt und der hektischen Fahrphysik, Ballereien litten unter einer etwas hakeligen Steuerung und in Prügeleien nervte die Kameraführung.

All diese Punkte wurden von Luxoflux in Angriff genommen und optimiert. Die Fahrphysik macht jetzt erheblich mehr Spaß, erlaubt fette Drifts und eine bessere Kontrolle über das Fahrzeug. Zwar spielt sich GTA nach wie vor etwas entspannter, doch True Crime macht seine Sache sehr gut. Lediglich die neu hinzugekommen Motorräder können da nicht ganz mithalten: Sie steuern sich nämlich äußerst schwammig. Noch stärker profitiert haben die Ballerlevels.

Ein komfortables Zielsystem ermöglicht die perfekte Kontrolle, präzises Zielen ist aber immer noch möglich und ebenfalls besser kontrollierbar. In diesem Punkt ist True Crime der Konkurrenz sogar haushoch überlegen. Dank hübsch ausgestatteter Levels mit zerstörbarem Interieur fliegen stets die Fetzen - eine wahre Augenweide. Zu guter Letzt blieben noch die Prügeleien und auch hier haben die Entwickler am Spielerlebnis geschraubt.

Die Kamera wuselt nicht mehr so hektisch durch die Gegend, die Animationen sehen teilweise saufett aus und das Kampfsystem bietet mehr Vielfalt und Tiefgang als im Vorgänger. Während Nick Kang im Verlauf des Spiels harte Trainingseinheiten hinter sich bringen musste, kommt Marcus Reed erheblich leichter an neue Waffen und Fähigkeiten. Mit steigendem Cop-Level schaltet man neue Manöver und Kampftechniken frei, die man anschließend nur noch kaufen muss.

Erschlagende Vielfalt

True Crime: New York City Eines der großen Mankos des Erstlings war die zwar unglaublich große, aber ziemlich langweilige Stadt. Es gab kaum etwas zu entdecken und letztlich diente Los Angeles nur als Hintergrund für die zahlreichen Missionen. Manhattan hat hier erheblich mehr zu bieten. Jedes, und zwar wirklich absolut jedes Gebäude ist begehbar. Zahlreiche Shops, Friseurläden, Fressbuden und so weiter sind über die gesamte Stadt verteilt.

Wer also Klamotten kaufen möchte oder heilende Arznei benötigt, hält einfach irgendwo an, geht zum nächsten Gebäude und klappert die Schaufenster ab. Hat man das gewünschte Geschäft gefunden, so geht man hinein und steht nach wenigen Sekunden auch schon an der Kasse oder Theke. Besondere Geschäfte wie Autohändler oder Waffenläden sind seltener, dafür aber in der jederzeit aufrufbaren Karte verzeichnet.

Keine Sorge wegen der Autohändler, natürlich dürfen Sie auch in True Crime: New York City jedes Auto von der Straße weg beschlagnahmen (sogar Polizeistreifen halten bereitwillig an und geben ihre stark motorisierten Schüsseln her), doch wer dauerhaft ein besonderes Vehikel in der Polizeigarage parken möchte, muss bares Geld auf den Tisch legen.

Was für ein Glück, dass Sie als Polizist in New York City offenbar eine Menge Geld verdienen, das Sie sich regelmäßig im Hauptquartier oder an über die Stadt verteilten Polizeibüdchen abholen können. Diese Büdchen können aber noch mehr. So dürfen Sie dort eingesammelte Beweise abgeben und sich eines Ihrer Fahrzeuge frei Haus vor die Füße liefern lassen. Das mag nicht gerade realistisch sein, ist aber enorm praktisch. Damit aber nicht genug, im Kofferraum Ihrer Autos finden Sie stets Ihr gesamtes Waffenarsenal. So kommen Sie niemals schlecht ausgerüstet am Einsatzort an.

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