Cel-Wahnsinn
Neuerdings könnt ihr mit dem Bumerang mehrere Ziele gleichzeitig anvisieren.
Über die Grafik von The Legend of Zelda - The Wind Waker wurde im Vorfeld viel Unmut laut. Viele Fans wünschten sich ein Zelda-Abenteuer mit realistischem Look, wie sie eine Grafikdemo für den GameCube auf der Spaceworld 2000 bot. Der Comic-Look von The Wind Waker ist mit Sicherheit nicht jedermanns Sache. Wir finden jedoch der Look passt sehr gut zu Zelda. Und man muss ganz einfach anerkennen, dass Nintendo einen ausgezeichneten Job gemacht hat, eine märchenhafte und vor allem stylische Welt zu schaffen. Freund und Feind sind äußerst abwechslungsreich gestaltet und zeugen von viel Liebe zum Detail. Die Texturen sind sehr gut und die Figuren, insbesondere der Hauptcharakter Link, besitzen eine ausgereifte Gesichtsmimik. Die Welt ist riesengroß und die Weitsicht phänomenal. Wellen kräuseln sich am Strand, Möwen ziehen ihre Kreise am Himmel und Plattformen wanken physikalisch korrekt, sobald ihr sie betretet. Palmen bewegen sich im Wind und Gras teilt sich, wenn ihr hindurchschreitet. Die Welt wirkt unglaublich lebendig! Das Schöne ist, dass die Grafik-Enginge durchgehend mit 30 Bildern (25 im 50-Hertz-Modus) in der Sekunde läuft und somit nie ins Ruckeln gerät. Auch die Musik ist den Entwicklern sehr gut gelungen. Den Spieler erwartet eine gute Mischung aus den besten Musikstücken der bisherigen Zelda-Abenteuer sowie einigen neuen Melodien. Wer über das passende Equipment verfügt, kann die gut gelungenen Soundeffekte zudem in feinstem Dolby Pro Logic II genießen. Weniger überzeugend sind dagegen einige aus früheren Spielen beibehaltene Jingles, beispielsweise wenn Link eine Kiste öffnet. Das ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Nicht Up-to-date ist auch das Fehlen einer Sprachausgabe. Außerdem verliert das Abenteuer gegen Ende an Fahrt und wirkt künstlich in die Länge gezogen. Allerdings sind diese Mängel zu vernachlässigen. Denn The Legend of Zelda ist vor allem in einem Punkt richtig gut: es macht verdammt viel Spaß.
