So viele Gegner wären auf dem GBA nicht möglich.
Jeder für sich und doch gemeinsam
Jeder Spieler steuert seinen Link, der sich durch seine Farbe (Grün, Blau, Rot oder Pink) unmissverständlich von den anderen Links abhebt, auf dem Fernsehbildschirm, solange die Ereignisse auf der Oberwelt stattfinden. Sobald man einen Dungeon oder ein Gebäude betritt, wechselt das Geschehen auf den Bildschirm des Handhelds. Dadurch bleiben die Aktionen des jeweiligen Spielers für die anderen verborgen, sofern sie sich nicht im selben Gebäude oder Dungeon befinden. Auf diese Weise kann jeder auf eigene Faust auf Juwelenjagd gehen. Das hört sich nicht gerade nach Teamwork an - und darum geht es tatsächlich in diesem Fall auch nicht, denn am Ende eines jeden Levelabschnittes erfolgt eine Abrechnung der Klunker und der Spieler mit den meisten Schätzen hat gewonnen. Kleinkriege auf dem Bildschirm sind somit vorprogrammiert, da jeder die anderen Links mit Schwerthieben um einige Juwelen ärmer machen kann. Auf diese Weise werden nicht nur die Konten, sondern auch die Bauchmuskeln der Spieler strapaziert. Es macht einfach unheimlich viel Spaß, kleine Gemeinheiten auszuteilen - und erst recht, wenn man zu viert spielt und alle munter mitmischen. Da werden den anderen Bomben entgegen- und Bumerangs um die Ohren geschleudert oder man wirft einen Mitspieler kurzerhand in eine Schlucht: Die Vielfalt der Hatz auf alles, was nur ansatzweise auf dem Bildschirm funkelt, kennt keine Grenzen. An bestimmten Stellen im Spiel ist allerdings auch Zusammenarbeit gefragt. Etliche Rätsel oder Schalter verlangen den koordinierten Einsatz der gesamten Truppe. So müssen zum Beispiel alle vier Helden zusammen einen riesigen Felsblock beiseite schieben, um überhaupt weiterzukommen. Manche Tore lassen sich nur öffnen, wenn sich alle Protagonisten auf dem Bildschirm verteilen und gleichzeitig einen Schalter betätigen. Und neben den Zelda-typischen Kopfnüssen verlangen auch die Zwischen- und Endgegner nach gemeinschaftlichem Einsatz.
Ausnahme-Erscheinung
Trotz der tollen Umsetzung des Mehrspieler-Modus wird es nicht sehr viele Spieler geben, die sich nur wegen des Zelda-Titels einen GBA (SP) und ein Linkkabel kaufen werden. Wer allerdings bereits über das Handheld verfügt, kann mit seinen Kumpels herrlich spaßige und auch fordernde Abenteuer erleben. Technisch präsentiert sich Zelda: Four Swords Adventures eher von der schlichten Seite. Sämtliche Umgebungen, Städte, Dörfer, Gegner und Dungeons sind in ihrer Gestaltung sehr eng an The Legend of Zelda: A Link to the Past angelehnt. Daraus ergibt sich eine vorherrschende Zweidimensionalität und einzig bildschirmfüllende Explosionen, Wasserbewegungen oder eine stellenweise immense Anzahl an Gegnern verraten, dass es sich um einen GameCube-Titel handelt. Begleitet werden die Mehrspieler-Abenteuer von netten Melodien und Soundeffekten, die auch eher an ein GBA-Spiel erinnern. Man merkt dem Titel deutlich an, dass Nintendo während der Entwicklung den Spielspaß klar in den Vordergrund gerückt hat.
