The Callisto Protocol im Test: Gruseliger Weltraum-Horror, der Dead Space entthront
Test
Seit dem 02. Dezember ist das Survival-Horrorspiel The Callisto Protocol erhältlich und liefert ab. Wir haben das Werk der Dead-Space-Macher getestet.
Durch eine Art Elektro-Schlagstock wehren wir uns im direkten Duell Mann gegen Monster. Wer wild auf die Kreaturen einkloppt, kommt allerdings nicht weit. Unser Charakter hat zwar keine Ausdaueranzeige, doch wir spüren im Kampf, dass die Bewegungen langsamer werden, dann ist Vorsicht geboten. Wir halten nur wenige Treffer aus, ehe wir das Zeitliche segnen. Die Nahkampfangriffe fühlen sich wuchtig an und wir spüren die Kraft, die unser Protagonist in die Schläge steckt. Die Geräuschkulisse tut ihr Übriges.
Mit der Gravitationswaffe am Handgelenk packen wir schwächere Gegner, nutzen sie als Schild oder werfen sie von uns. Da in der Spielwelt immer wieder Ventilatoren, Pressen und andere gefährliche Maschinen zu finden sind, werden wir die fiesen Dinger kurzerhand auf diese sehr blutige Weise los. Dank der Schwerkraftfunktion nehmen wir außerdem herumliegende Gegenstände auf und schleudern sie auf die Kreaturen. Manchmal verlangsamt das die Gegner nur, es bringt sie mitunter auch aus dem Gleichgewicht. Gasflaschen wiederum bewirken ein blutiges Kawumm. Der sogenannte G.R.P. bringt daher eine gute Abwechslung ins Gameplay.
Quelle: Striking Distance Studios
The Callisto Protocol im Test: Gruseliger Weltraum-Horror, der Dead Space entthront (4)
Kuck mal, wer da druckt
Im Verlauf der Story werden die Monster stärker und widerstandsfähiger. Daher benötigen wir einerseits mehr Feuerkraft und andererseits verbesserte Fähigkeiten im Nahkampf. In der Spielwelt verstreut stehen zum Glück 3D-Drucker, an denen wir unsere Gadgets modifizieren.
An Schusswaffen bringen wir unter anderem größere Magazine und Griffe an, der Schlagstock lässt sich verstärken und die Gravitationsfähigkeit wird so länger wirksam.
Doch auch im totalen Chaos auf dem Totenmond des Jupiters gibt's nichts für lau. Um unsere Waffen zu verbessern, benötigen wir Callisto Credits. Die finden wir bei getöteten Feinden oder in Kisten. Zudem können wir gesammelte Energieumwandler und CPUs im Drucker verkaufen, um an das nötige Kleingeld zu kommen.
Die Animationen des Scans sehen schick aus, allein die Idee ist schon genial. Wie auch bei der Heilung durch Injektionen pausiert das Spiel beim Drucken nicht. Wir müssen dafür also eine ruhige Minute abwarten, damit wir nicht überrascht werden.
Day of the Tentacle
Die Infektion mutiert im Körper und macht so aus den ohnehin starken Kreaturen noch härtere Gegner. Selbst, wenn die Monster schon den Kopf verloren haben, wollen sie uns hin und wieder noch an den Kragen.
Quelle: Striking Distance Studios
The Callisto Protocol im Test: Gruseliger Weltraum-Horror, der Dead Space entthront (7)
Sobald Tentakel aus bestimmten Körperteilen sprießen, bedeutet das für uns: Feuer frei auf die Wucherungen. Dadurch lässt sich die Mutation stoppen. Klingt einfach, ist es aber nicht! Meistens müssen wir uns gegen mehr als nur einen Feind wehren, was sauberes Zielen erschwert.
Der Jupitermond ist aufgrund der Munitionsknappheit und den engen Abschnitten ein hartes Pflaster. In unserem Durchlauf auf dem mittleren von drei Schwierigkeitsgraden gaben wir häufig den Löffel ab. Manche Kreaturen erledigen uns mit nur einem Schlag.
Die Speicherpunkte sind größtenteils aber fair gesetzt. Nur manchmal mussten wir einen kurzen Abschnitt wiederholen und Waffen am 3D-Drucker erneut verbessern. Das heißt jedoch nicht, dass wir uns vor Gegnern verstecken sollten. Ganz im Gegenteil: Je länger die Kämpfe dauern, desto mehr mutieren die Infizierten. Daher ist die Offensive Schlüssel zum Erfolg.
Dabei hilft, dass Jacob Angriffen ausweichen und Schläge blocken kann. Wenn wir die Tasten im richtigen Moment drücken, kontern wir Feinde aus, werfen sie im Anschluss zu Boden und besiegen sie dadurch schneller.
Das Ding aus einer anderen Welt
Bisher haben wir viele Punkte aufgezählt, die The Callisto Protocol zu einem guten Spiel machen. Die Atmosphäre lässt den Titel aber sogar zu etwas Besonderem werden: Wir haben ständig ein mulmiges Gefühl, wenn wir durch die engen Korridore laufen und selbst, nachdem wir aus dem Hochsicherheitstrakt entkommen sind, lauern überall Gefahren.
