Spideys erster Bosskampf wird gegen Rhino ausgefochten.
Fiese Superschurken
Um die Story voranzutreiben, gibt es neben solchen Aufträgen natürlich auch jede Menge Hauptmissionen. Da gilt es Fotos für eine Zeitung zu schießen, eine mysteriöse Diebin über Häuserdächer zu verfolgen, Alien-Invasionen zu stoppen und natürlich fiese Endbosse zu besiegen. Nach den nervenaufreibenden Aktionen erzählen kurze Zwischensequenzen die Geschichte rund um Doctor Octopus und seine Schergen weiter. Der Superbösewicht hat ein paar fiese Kollegen mitgebracht: Rhino ist ein Gigant im Nashornkostüm, Mysterio ist eigentlich nur ein Hologramm, das mit Aliens die Freiheitsstatue klauen will, und der aus dem Vorgänger bekannte Shocker macht Spidey das Leben mit Elektro-Attacken schwer.
Großes Kino mit Schönheitsfehlern
Fans der Comics sind mit solchen kultigen Superbösewichtern gut bedient. Wer sich das Spiel aber wegen der Filme zulegt, bekommt ein auditives Schmankerl geboten. Die Schauspieler Tobey Maguire (Spider-Man), Kirsten Dunst (Mary-Jane Watson) und Alfred Molina (Doc Ock) leihen ihren virtuellen Alter Egos die Stimme! Die deutsche Fassung wird natürlich auch mit den deutschen Stimmen der Stars aufwarten können. Die uns vorliegende Test-Version bot leider nur die original englische Sprachausgabe. Diese war aber einsame Spitze: Während Tobey Maguire seinen Kontrahenten freche Sprüche ins Gesicht wirft, verleiht der kultige US-B-Movie-Darsteller Bruce Campbell, der die Tutorials spricht, dem Spiel mit seinen urkomischen Kommentaren viel Humor. Grafisch hingegen musste TreyArch anscheinend einige Kompromisse eingehen. Passanten, Autos und Texturen sind detailarm und wirken lieblos. Angesichts der riesigen, belebten Stadt, die völlig ohne Ruckler und Ladezeiten auskommt, können Spidey-Fans das aber sicher verschmerzen. Diese können bedenkenlos zugreifen und endlich selbst - zumindest virtuell - im hautengen Superheldenkostüm durch enge Häuserschluchten schwingen, denn das kam in noch keinem Spider-Man-Spiel zuvor so cool rüber.
