Gerade freuen Sie sich über einen wichtigen Fund, da saust schon ein Metallkäfig auf Sie herab.
Duales Waffensystem
Der stöhnenden und grunzenden Monsterbande, die Ihnen im Spiel die Kleider vom Leib reißen will, können Sie ein breites Arsenal teils skurriler Waffen entgegensetzen. Neben Pistole und Eisenrohr finden sich beispielsweise auch ein Spaten, eine Spitzhacke und ein Papierschneider. Nicht ohne Stolz verweist der Hersteller Konami auf diese Vielfalt, die auch dadurch zum Ausdruck kommt, dass Sie offensichtlich sogar ein komplettes Golfschläger-Sortiment aufspüren dürfen. Entscheidend bleibt im Kampf mit den
eher irdischen Unholden aber immer die Vorgehensweise: Anstatt sich von Affen und Hunden auf offenem Korridor zerfetzen zu lassen, bearbeiten kluge Abenteurer die Wesen durch einen Zaun hindurch oder nutzen den Verletzungsbonus, der hervorgerufen wird, wenn die Viecher eine Treppe hinunterpurzeln. Bei Silent Hill 4: The Room entscheidet nicht die Kampf-, sondern Ihre Denkgeschwindigkeit. Das gilt insbesondere für die lästigen Schwebegeister, die sich auch von rohester Gewalt nicht beeindrucken lassen. Diese verfluchten Wesen paralysieren Sie mit Amuletten, Geisterschwertern oder magischen Kerzen, mit denen Sie einen Sperrkreis abstecken.
Erlebnis für die Sinne
Wer nach dem genialen Silent Hill 3 sein Hirn erneut auf eine harte Adventure-Probe stellen möchte, findet in Silent Hill 4: The Room das passende Spiel. Die Grafik ist hervorragend: Psychedelische Texturen, Licht- und Schattenspiele und fein animierte Monsterbewegungen beweisen, dass die Entwickler bei Konami die PlayStation 2 im Griff haben. Daneben muss insbesondere die Originalität hervorgehoben werden, mit der die einzelnen Szenarien ausgestaltet wurden: Wer die diversen Räume in der blutgetränkten Apartment-Welt durchschreitet oder beobachtet, wie sich ein Geist aus der Wand schält, wird wissen, wovon die Rede ist. Großes wurde auch bei den zahlreichen Zwischensequenzen vollbracht, die bei Schnitt, Bewegungsablauf, Mimik und Musikuntermalung jedem Realfilm Konkurrenz machen. Diese Sequenzen werden nicht nur zu Spielbeginn als atmosphärischer Schuhlöffel eingesetzt, sondern durchziehen die gesamte Kampagne und lassen auch die wiederholte Verwendung von Levelkulissen nicht langweilig erscheinen. Der Hersteller Konami beweist mit jedem Detail, dass er die Klaviatur des Schreckens beherrscht: Intelligente Kamerawinkel, passende Vibrationseffekte und insbesondere die Abfolge von schockierenden Bildern und Worten ermöglichen ei-ne Gameplay-Erfahrung, die Fans des gediegenen Horrors glücklich macht.
