Es gibt ihn, den sogenannten Heiligen Gral der Videospiele. Er glänzt golden und ist ein Spiel für NES. Doch welche Spiele sind vielleicht sogar seltener oder teurer? Videogameszone klärt auf.
Quelle: blog.videogamepricecharts.com
Der Heilige Gral der Videospiele - Das goldene Nintendo World Championships 1990.
Die Bereitschaft, mehr als eine Millionen US-Dollar für ein Videospiel zu berappen ist zwar noch nicht vorhanden, doch die eingangs erwähnten 41.300 Dollar sind ein Beweis dafür, dass auch die Sammler von Videospielen langsam bereit sind, durchaus hohe Summen für seltene Objekte zu zahlen. Als heiliger Gral der Videospiele gilt heutzutage Nintendo World Championships 1990 für das Nintendo Entertainment System. Allerdings - und das ist der Haken - zählt nur die seltene Gold-Edition des Spiels. Es wird als das seltenste NES-Modul bezeichnet und das goldene Antlitz sorgte für den Spitznamen. Im Dezember 2009 war ein Sammler bereit, 18.000 US-Dollar für das Spiel zu zahlen. Von dem goldenen Modul wurden lediglich 26 Stück produziert und nur zwölf sind bis heute ans Tageslicht gelangt. Die Sonderedition war der Hauptpreis eines Nintendo Gewinnspiels in Nordamerika. Im Gegensatz zu den grauen Standard-Versionen des Spiels besitzt die Gold-Edition - neben der besonderen Lackierung - ein koloriertes Logo.
Doch auch die Tournament-Edition von Nintendo World Championships 1990 erfreut sich heute wahrer Beliebt- und Seltenheit, denn von dieser Variante wurden nur 90 Stück hergestellt. Sie war den Finalisten eines Nintendo Wettkampfes in Los Angeles vorbehalten. Heute sind Sammler bereit, bis zu 4.000 Euro für diese Edition zu zahlen.
Weitere Highlights sind Metal Slug für Neo Geo, Atlantis II für Atari 2600, Virtual Bowling / SD Gundam Dimenson War für Virtual Boy, Air Raid für Atari 2600, die Prize-Edition von Bangai-O für Sega Dreamcast, Pepsi Invaders für Atari 2600 sowie Kizuna Encounter für Neo Geo - in der PAL-Version. Sammler geben heute 10.000 oder mehr US-Dollar für das Spiel aus, schließlich zählt es zu den seltensten Games der Welt. Die Arcade-Version von Kizuna Encounter ist hingegen genauso üblich, wie die japanische AES-Version. Es gibt lediglich fünf Verkaufsnachweise für die PAL-Variante. Aufgrund der geringen Stückzahl stellt sich heute die Frage, ob man überhaupt einen Release der dieser Edition in Betracht zog und ob die Exemplare nicht lediglich ein Testlauf waren. Eine andere Theorie besagt, dass durch nicht näher genannte Umstände im Jahr 1996 eine kleine Zahl Exemplare in den europäischen Handel gelangt seien, die kurz darauf wieder aus den Regalen entfernt und nach Japan zur Demontage verbracht wurden. In dieser Zeitspanne hätten sich die fünf bis heute nachgewiesenen Versionen verkauft.
Quelle: gamesniped.com
Ultima: Escape from Mt. Drash nutzte lediglich den Namen, hatte aber nichts mit der Ultima-Reihe zu tun.
Das wohl seltenste PC-Spiel, wenn man es denn so nennen darf, ist Ultima: Escape from Mt. Drash für den Commodore Vic-20. Dabei handelt es sich um keinen offiziellen Bestandteil der Ultima-Reihe. Vielmehr ist es ein simples Labyrinthspiel, das 1983 von Sierra On-Line auf den Markt gebracht wurde. Keith Zabalaoui, ein Freund von Richard Garriot, schrieb das Programm und verwendete den Namen Ultima lediglich zur besseren Vermarktung. Als Sierra feststellte, dass das Spiel kein Verkaufshit werden würde, stellte der Publisher jegliche Werbemaßnahmen ein und produzierte lediglich 3.000 Exemplare. Man ging sogar so weit, die Existenz des Spiels zu leugnen. Erst Zabalaoui bestätigte später, dass das Spiel tatsächlich fertiggestellt und als Kassette verkauft wurde. Mythen ranken sich darum, Sierra On-Line habe die nicht verkauften Muster von Ultima: Escape from Mt. Drash am Fuße eines Berges begraben. Wahr ist hingegen, dass einige Händler nicht verkaufte Exemplare eine Klippe hinabgestürzt haben, wo später einige Exemplare des Spiels gefunden wurden. Im März 2004 verkaufte ein Nutzer bei ebay eine Version von Ultima: Escape from Mt. Drash für 3.605 US-Dollar - inklusive Papphülle, Anleitung, Kassette und Registrierungskarte.
