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Bei kleineren Gegnern reichen einfache Tastenkombinationen für Standard-Attacken, später kommt man aber auch hier nicht mehr über die wohlüberlegte Attacken-Wahl per Menü herum. Und da man neben den üblichen Parametern wie Kraft- und Angriffspunkten nun auch noch auf den Hunger seiner Pokémon, die Attacken der KI-Partner und Ähnliches achten muss, erweist sich das recht simple Spielprinzip schnell als Herausforderung.
Vergleichbar mit den normalen Pokémon-Editionen ist das Spiel aber dennoch nicht: Wie bei Mystery Dungeon seit der ersten Ausgabe üblich, werden die Dungeons in jedem Durchgang neu ausgelegt - es gibt neue Items, und Gänge, Räume und Ausgänge sind anders verteilt. Das macht das Design gleichzeitig aber auch enorm langweilig, schließlich bekommt man immer nur dieselben rechteckigen Räume und passende Verbindungsgänge zu sehen.
Wer auf Abwechslung und Langzeitmotivation Wert legt, kann sich also auf eine gewisse Enttäuschung vorbereiten. Auf der anderen Seite ermöglicht das Design ein gerade für Handheld-Fans interessantes Paradoxon: Nämlich ein besonders kurzweiliges Rollenspiel, das immer für ein schnelles Spiel zwischendurch gut ist. Für die meisten Dungeons braucht man nur einen Bruchteil der Zeit, die in anderen RPGs üblich ist, sodass es immer reizvoll ist, zwischendurch ein oder zwei verirrte Pokémon aus den Tiefen der Verliese zu retten.
Ich bin ich und wir sind wir
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Es ist allerdings erstaunlich, dass ein Spiel, das so offensichtlich auf Team-Arbeit ausgelegt ist, keinerlei Multiplayer-Modus unterstützt. Lasst euch von den vielfältigen Verbindungsmöglichkeiten der beiden Spiel-Versionen untereinander nicht verwirren: Es gibt keine Möglichkeit, mit einem Freund zusammen zu spielen oder gegen dessen Rettungsteam anzutreten. So bleibt man auf seinen Erkundungstouren auf die mitunter etwas simpel gestrickte künstliche Intelligenz seiner Pokémon-Partner angewiesen.
Die Datentausch-Optionen sind aber nichtsdestotrotz reizvoll. Werdet ihr in einem Dungeon besiegt, könnt ihr einen Hilferuf an einen anderen Spieler aussenden. Nimmt dieser ihn an, muss er sich in den betreffenden Dungeon begeben, euch finden und wiederbeleben. Dank eures Freundes könnt ihr nun von dort aus weiterspielen - ohne ihn hättet ihr den Dungeon neu beginnen müssen.
Besonders vielfältig sind die verschiedenen Möglichkeiten, eine solche Notruf-Aktion zu starten. Mit einem anderen DS-Spiel kommuniziert ihr kabellos; soll die Hilfe aus einem GBA-Spiel kommen, steckt ihr einfach beide Spiele zusammen in den DS. Dritte Alternative ist ein Passwort-System, mit dem Ihr auch weit entfernten Freunden per Telefon oder Email helfen könnt. Zusätzlich zu den Rettungsaktionen könnt Ihr die Connectivity auch noch zum Austausch von Items benutzen, per Contact Mode neue Dungeons freischalten. Missionen, die in Eurem Spiel auftauchen, können obendrein per Passwort auch in jedem anderen Exemplar des Spiels freigeschaltet werden.
Ein technischer Fehlschlag?
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Optisch und akustisch hat Pokémon Mystery Dungeon allerdings nur wenig zu melden. Das Spiel ist eindeutig mit der schwächeren Plattform - dem Game Boy - im Hinterkopf konzipiert worden, und so zeigt sich auf dem DS eine für Nintendo-Verhältnisse auffällig rückständige Grafik. Fehlerfrei und hübsch gestaltet - aber technisch eben alles andere als zeitgemäß. Immerhin verschwindet die Karte (wenn man es wünscht) auf den oberen Bildschirm, und stört den Blick aufs Spiel nicht. Für alle Stylus-Fans gibt's auch noch die obligatorische Touchscreen-Steuerung, die in Sachen Effizienz und Komfort aber nicht mit der traditionellen Methode mithalten kann.
Wer darüber und über die relativ geringe Abwechslung im Spielablauf hinwegsehen kann, den erwartet ein unterhaltsames und simples Rollenspiel, das vor allem für das Spielen "so zwischendurch" gut geeignet ist. Klar im Vorteil ist zudem, wessen Freunde ebenfalls eine Version von Pokémon Mystery Dungeon spielen - die Rettung mag zwar etwas umständlich sein, bringt aber auch ein interessantes, neues Element ins Spiel.
