Grand Theft Auto Liberty City Stories

Test Uwe Hönig

Grand Theft Auto Liberty City Stories Tarnung ist alles

Zum Glück bieten Ihnen Werkstätten gegen ein geringes Entgelt die Möglichkeit, Ihr Fahrzeug umlackieren zu lassen. Getreu dem Motto "Aus den Augen, aus dem Sinn" sollten zumindest die Polizistenscharen Sie dann in Ruhe lassen. Falls Sie eher an einer bürgerlichen Existenz interessiert sind, können Sie Ihren Lebensunterhalt als Taxi- und Krankenwagenfahrer oder sogar als Polizist und Feuerwehrmann verdienen.

Um die umfangreiche Geschichte voranzutreiben, bleibt Ihnen aber keine andere Wahl, als die verschiedenen Jobangebote der Gangs und Paten anzunehmen. Haben Sie in einem der drei Stadtteile einen gewissen Ruf erworben, erhalten Sie Aufträge, die Sie in neue Areale mit neuen Auftraggebern führen. Nach einer abgeschlossenen Mission oder bei wichtigen Ereignissen kommen Sie in den Genuss einer kurzen Zwischensequenz.

Lebendiges Treiben

Grand Theft Auto Liberty City Stories Auch auf der PSP ist es den begnadeten Rockstar-Programmierern (diesmal war die Abteilung Leeds zuständig) gelungen, eine lebensechte Stadt originalgetreu nachzubilden. Hunderte von Fußgängern bevölkern die Straßen und reagieren unterschiedlich auf Ihre Aktionen. Knüppeln Sie mit einem Baseballschläger unschuldige Bürger über den Haufen, kann es Ihnen durchaus passieren, dass Sie von einer eiligst herbeigerufenen Ambulanz überfahren oder Ihrerseits ein Opfer des Volkszorns werden.

Abhängig von der jeweiligen Tageszeit ändert sich auch das Gesicht der Stadt. Während tagsüber hauptsächlich unbescholtene Bürger anzutreffen sind, zeigt sich die Fratze des Verbrechens nachts in aller Deutlichkeit: Zuhältertypen schleichen durchs Rotlichtviertel, Gangs lungern in dunklen Ecken herum und die Polizei jagt mit heulenden Sirenen von einem Einsatz zum nächsten. Ständig wechselnde Licht- und Wettereinflüsse sowie liebevolle Details wie Zeitungen, die vom Wind umhergewirbelt werden, geben Ihnen wirklich das Gefühl, Teil einer lebendigen Stadt zu sein.

Mobile Revolution

Grand Theft Auto Liberty City Stories Technisch stellt GTA Liberty City Stories eine kleine Sensation dar: Die im Comic-Stil gehaltene Grafik bietet abwechslungsreiche Hintergründe sowie sauber inszenierte Effekte wie Regen und wechselnde Tageszeiten. Durch das geschickte Zusammenspiel der Grafik und der wirklich beeindruckenden Soundkulisse (hupende Autos, ratternde Züge, Explosionen, Sirenengeheul) werden Sie mitten in Ihren eigenen Gangsterfilm versetzt.

Um während des stressigen Gangsteralltags keine akustische Langeweile aufkommen zu lassen, werden Sie während des Spiels von zehn verschiedenen Radiosendern beschallt, die innerhalb ihrer Programme Songs aus allen Stilrichtungen und jede Menge Werbespots auf Ihre Ohren loslassen. Die gelegentlichen Ruckler bei erhöhtem Gegneraufkommen lassen sich aufgrund der ungeheuren Detailfülle von Liberty City leicht verschmerzen.

Die Kameraführung ist vielleicht nicht perfekt, verdient aber trotzdem ein Lob  gerade auf den viel befahrenen Straßen gewährleistet sie die nötige Übersicht und bietet durch rennspieltypische Perspektiven alles, was das moderne Raserherz begehrt. Mithilfe der durchdachten Steuerung und des intelligenten Kartensystems sind Sie auch während der heftigsten Verfolgungsjagden und Straßenschlachten stets Herr der Lage und können dank der Auto-Aim-Funktion sogar Feinde, die sich hinter Ihnen befinden, aufs Korn nehmen. Insgesamt ist Grand Theft Auto Liberty City Stories das bisher beste Spiel auf Sonys tragbarem Schmuckstück und wird garantiert den ohnehin schon exzellenten Geräte-Absatz noch weiter ankurbeln!

Wertung zu Grand Theft Auto: Liberty City Stories (PSP)

Wertung:

92 /10
Fazit

Wahnsinn, was Rockstar geleistet hat - das mobile GTA ist seinen großen Brüdern ebenbürtig!

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