Endling: Extinction is Forever im Test - Als die Füchse den Wald verließen

Test Antonia Dreßler
Endling: Extinction is Forever im Test - Als die Füchse den Wald verließen
Quelle: Handy Games

Am 19. Juli erscheint Endling auf PC und Konsolen. In diesem Spiel stellen wir uns als Fuchs-Mama den Herausforderungen einer Endzeitwelt. Das Indie-Game im 2D-Scroller-Gewand ist zwar kurz, steckt aber voller bewegender Momente.


Du hast dich verlaufen. Schon wieder hast du dich verlaufen. Aber kein Wunder, früher standen hier viele Bäume, an denen du dich orientiert hast und jetzt liegt alles brach. Wenn es nur nicht so kalt und dein Magen einfach mal ruhig wäre ... Deine Gedanken sind bei deinen Kindern, die auf dich warten und die etwas zu essen brauchen - nicht auszumalen, was passiert, wenn du nichts findest.

Betrüblich ist ein Wort, mit dem sich die Stimmung und Handlung von Endling beschreiben lässt, dem Erstlingswerk des spanischen Studios Herobeat, das am 19. Juli für PC, PS4, Xbox One und Nintendo Switch erscheinen wird. In einer dystopischen Zukunft voller Gefahren werden wir auf tragische Art mit unserer Sterblichkeit konfrontiert und manövrieren uns als Fuchs durch eine Welt, die einem schnellen Wandel unterliegt.

Worum geht es in Endling?

Die Handlung lässt sich in zwei Grundprämissen zusammenfassen. Zunächst einmal sind wir der vermutlich letzte Fuchs der Welt, der direkt zu Beginn des Spiels einen Wurf Welpen auf die Welt bringt. Die zweite Prämisse bezieht sich auf das Environmental Storytelling, also die Geschichte, die durch den Wandel unserer Umgebung erzählt wird. Sie ist im Prinzip das, was passieren würde, wenn Menschen sich nicht mehr für Umwelt, Nachhaltigkeit und die generellen Auswirkungen ihrer Handlung über die kurzfristige Gewinnmaximierung bzw. Versorgen im Kleinen interessierten.

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Als Fuchs ziehen wir in 2D-Scroller-Manier durch eine wunderschön gezeichnete 3D-Welt, voller Gefahren, die vor allem menschlicher Natur sind. Jede Nacht verlassen wir den Fuchsbau auf der Suche nach Nahrung, erkunden die Umgebung, erschließen weitere Wege und gehen Ereignissen nach. Im Verlauf des Spiels tauchen immer mehr Gegebenheiten auf, die von uns ein strategisches Vorgehen verlangen und eines vorsichtigen Vorgehens bedürfen.

Die Frage des Genres

Wie andere Indie-Spiele auch entzieht sich Endling (jetzt kaufen ) einer Kategorisierung innerhalb der klassischen Genres, schafft aber eine angenehme Mischung aus Taktik- und Schleichelementen, Erkundung und Storytelling. Der Fokus liegt überwiegend auf letzterem und wird durch die Atmosphäre getragen, die zum Glanzstück des Titels gehört. Nicht nur das wunderschöne Artdesign, sondern auch der Soundtrack tragen einiges zur Stimmung bei und befeuern die Emotionalität, die wir beim Durchspielen empfanden.
Die Grafik, Kulisse und Atmosphäre sind wunderschön und packend. Quelle: PC Games Die Grafik, Kulisse und Atmosphäre sind wunderschön und packend. Endling ist ein sehr kurzer Titel, der mit knapp vier Stunden gut an einem Abend durchgespielt werden kann, für knappe 30 Euro bietet der Titel leider kaum Wiederspielwert. Die Stärke des Spiels liegt nämlich darin, dass man stets mit neuen Situationen konfrontiert wird, mit denen man nicht gerechnet hätte. Die sich daraus ergebenden mitunter beklemmenden Situationen regen zum Nachdenken und Innehalten an, was bei einem weiteren Spieldurchlauf einfach nicht gegeben ist.
An dieser Stelle geben wir also eine deutliche Empfehlung ab, sich nicht weiter mit dem Titel und dementsprechend dessen Handlung zu befassen, wenn man bereits vorhat, Endling zu spielen. Natürlich werden wir keine größeren Spoiler einfügen und uns bei der Handlung auf die ersten Minuten beschränken.

Die Handlung von Endling

Das Ziel des Spiels, also unsere Langzeitmotivation und der Handlungsrahmen, ist es, eines unserer Fuchswelpen wiederzufinden, das direkt zu Anfang aus unserem Bau entführt wurde. Regelmäßig lesen wir eine Fährte auf und folgen dieser, um weiter Hinweise über den Verbleib unseres Jungen zu erhalten. Im Folgenden schalten wir weitere Gebiete frei, treffen auf andere Tiere und Menschen und beobachten deren Schicksal, das unserem an Tragik oft in Nichts nachsteht. Nach kurzer Zeit begleiten uns die Welpen dann durch die Welt und fressen das Futter, sobald wir es ihnen vor die Füße legen.
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