Geheimtipp der Woche: Dieses Rogue-lite fesselt mit einer Survival-Adaption von Dave the Diver
Test
Dive or Die - Children of the Rain überzeugt im Test und auf Steam gleichermaßen. In diesem Geheimtipp entfaltet sich ein Survival-Abenteuer, das euch so schnell nicht mehr loslässt.
Was wäre, wenn die Welt plötzlich nicht mehr so wäre, wie wir sie kennen? Wenn sich Klimakatastrophen und Unwetterereignisse häufen, bis von den Landmassen, nur noch die Gipfel der höchsten Berge übrig sind und der Rest der Welt in den unendlichen Weiten alles verschlingender Wassermassen verschwindet? Würdet ihr überleben? Und was wärt ihr bereit, dafür zu tun?
Genau in dieses Szenario wirft uns Dive or Die - Children of Rain und ergänzt das Ganze noch mit einer übernatürlichen Komponente, die direkt aus der Feder H.P. Lovecrafts stammt. Der Survival-Titel kombiniert dabei geschickt Rogue-Lite- und Horror-Elemente mit einer tiefverwurzelten, urzeitlichen Angst vor dem Unbekannten in tiefen Gewässern.
Wer die Tauchgänge in Dave the Diver mochte, kommt hier erneut auf seine Kosten - allerdings in der Survival-Horror-Edition. Die dunklen Tiefen des Meeres sind gefüllt mit Geheimnissen und Gefahren, und hinter jeder Ecke lauert etwas, das euch das Blut in den Adern gefrieren lässt. Zudem ist eine Rückkehr vom Tauchgang hier nicht garantiert. Warum dieser düstere Genre-Mix funktioniert und es der Titel daher auf unsere Geheimtipp-Liste geschafft hat, verraten wir euch jetzt.
Ein Rennen gegen die Zeit
In Dive or Die (jetzt kaufen 12,59 € )üübernehmt ihr die Leitung eines der letzten Zufluchtsorte der Menschheit. Nachdem der schwarze Regen den Planeten flutete und jeden, der mit ihm in Kontakt kam, wahnsinnig machte und schließlich eines qualvollen Todes sterben ließ, blieben nur wenige Überlebende zurück. Gemeinsam mit dem ehemaligen Taucher Old Jack, der verdächtig viel über den schwarzen Regen und den kosmischen Gott, der diesen schickte, weiß, setzt ihr alles daran, die letzte alles vernichtende Flut zu verhindern. - Dafür habt ihr 40 Tage Zeit.
Um den Rainmaker zu besänftigen, müsst ihr alle heiligen Idole des komischen Gottes finden und ihm auf einem Altar opfern. Doch der Altar muss zunächst errichtet und bemannt werden und die Idole sind weit über die Tiefen des schwarzen Meeres verstreut. In der ohnehin schon kurzen Zeit müsst ihr also Überlebende rekrutieren, das Lager ausbauen und auf den Tauchgängen nicht nur nach den Idolen suchen, sondern auch Ressourcen sammeln. Viel zu viele Baustellen für viel zu wenig Zeit.
Quelle: Drop Rate Studio
An Land blickt ihr aus der Iso-Perspektive auf euer Lager. Hier seht ihr die verschiedenen Gebäude, ob sie bemannt sind und ob sie ausgebaut werden können.
Dabei versteht es der Titel, sich perfekt auf dem schmalen Grad eines ablaufenden Timers zu bewegen, ohne dabei Zeitdruck und Stress zu verursachen. Strategisches Vorgehen ist gefragt. Wenn ihr klug abwägt, welche Gebäude als erstes wiederhergestellt werden müssen, und die Ziele für jeden Tauchgang im Vorfeld klar definiert, habt ihr eine vielversprechende Chance zu überleben.
Ein neuer Tauchgang - ein neuer Taucher
Sobald ihr einen Überlebenden aufgenommen habt, könnt ihr einmal am Tag einen Tauchgang unternehmen. Je nachdem, welches Ziel ihr euch gesetzt habt, solltet ihr den Taucher mit den dazu passenden Werten nehmen. Gehen euch die Ressourcen aus, solltet ihr einen Taucher mit einer hohen Tragekapazität schicken. Wenn ihr jedoch die Tiefen des Meeres auf der Suche nach den Idolen erkunden wollt, wäre ein Taucher mit einer hohen Sauerstoffausdauer ratsam.
Quelle: Drop Rate Studio
Am Leuchtturm kommen neue Überlebende an. In dieser praktischen Übersicht könnt ihr sehen, welche Werte sie haben und wie viele Ressourcen sie verbrauchen.
Auch hier sind wieder strategische Entscheidungen gefragt. Wenn ihr euch verkalkuliert, kann es passieren, dass ihr euren Tauchgang zu früh abbrechen oder wichtige Ressourcen abwerfen müsst oder womöglich gar nicht zurückkehrt - und ja, der Tod eines eurer Taucher ist endgültig. Der entsprechende NPC bleibt für immer verloren. Euch bleibt lediglich am nächsten Tag das Looten seiner Leiche übrig.
Nach jedem erfolgreichen Tauchgang gewinnen die Taucher an Erfahrung und steigen im Level. Mit jedem neuen Level können ihre Werte verbessert und neue Spezialfähigkeiten vergeben werden. Daher ist es ratsam, die verschiedenen Taucher abwechselnd loszuschicken. Levelt ihr nur einen auf und er schafft es nicht zurück, fangt ihr bei Null an.
Quelle: Drop Rate Studio
Nicht jeder Taucher schafft es, aus den schwarzen Tiefen zurückzukehren. Doch sein Opfer bleibt unvergessen.
Wie viel seid ihr bereit zu opfern?
Auch mit guter, strategischer Planung vergeht die Zeit wie im Flug, denn es gibt viel zu tun. Dabei werdet ihr vom Spiel immer wieder vor schwere Entscheidungen gestellt. Nehmt ihr neue Überlebende auf, die aber deutlich mehr Ressourcen verbrauchen, wodurch ihr weniger erkunden und mehr sammeln müsst - die auf der anderen Seite aber die Gebäude besetzen und euch nützliche Vorteile bringen? Oder überlasst ihr sie den dunklen Fluten?
Baut ihr die Gebäude aus oder craftet ihr mit den Ressourcen lieber bessere Ausrüstung für eure Taucher, die sich ansonsten möglicherweise unbewaffnet den Gefahren der Tiefen stellen müssen? Und was passiert, wenn euch die Zeit davon läuft?
Quelle: PC Games
Wenn ihr euch in der Nähe eines heiligen Idols befindet, schnappt ihr verschiedene Erinnerungsfetzen aus der Zeit vor der Flut auf.
Es gibt eine Möglichkeit, den Rainmaker gnädiger zu stimmen und das nahende Ende etwas hinauszuzögern. Allerdings müsst ihr den Altar dafür bereits ausgebaut und bemannt haben. Zudem müsst ihr euch entscheiden, ob ihr bereit seid, das Opfer zu bringen, das der kosmische Gott von euch verlangt. Immerhin sind Überlebende dieser Tage rar gesät.
Verfluchte Abgründe, dunkle Geheimnisse und unheimliche Schrecken
Dive or Die fängt mit seinem düsteren Comic-Look und einer unheimlichen Sound-Untermalung den inspirationsgebenden Lovecraft-Vibe perfekt ein. Jeder Tauchgang fühlt sich an wie ein tödliches Glücksspiel, ohne Gewissheit, ob der Taucher je wieder die Oberfläche erblicken wird. Die strategischen Elemente, moralische Entscheidungen und dunkler Humor runden das Bild perfekt ab.
Auch technisch macht der Titel eine gute Figur. Selbst auf schwächeren Systemen läuft das Survival-Rogue-Lite einwandfrei. Mit Dive or Die hat das französische Entwicklerstudio Drop Rate Studio ganze Arbeit geleistet. Bei jeder getroffenen Entscheidung mussten wir um das Überleben unseres Lagers bangen. Dadurch sind uns diese noch lange im Gedächtnis geblieben.
Dive or Die - Children of Rain erschien am 21. Juli 2026 auf Steam und bisher können sich die Rezensionen wirklich sehen lassen. Mit 91 Prozent positiver Bewertungen (Stand 28.07.2026) konnte der Titel Steamspieler ohne Zweifel überzeugen. Wer sich vorab selbst ein Bild machen will, kann zudem die kostenlose Demo ausprobieren. Wir versprechen, es lohnt sich.
