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Vorschau zu Daemon X Machina: Switch-exklusive Action mit einzigartigem Stil

Wenn Metall auf Metall trifft: Das ungewöhnliche, Switch-exklusive Actionspiel Daemon X Machina steht kurz vor dem Release und wir konnten uns bei Nintendo finale Vorschau-Eindrücke davon machen. Was wir dabei zu sehen bekamen und wie viel Spaß wir in den wuchtigen Gefechten und beim Herumbasteln an unserem Mech haben, verraten wir euch hier!
Lukas Schmid
Quelle: Nintendo

Wenn Nintendo ein Switch-exklusives Spiel ankündigt, dann ist ihm meistens das Interesse der Öffentlichkeit gewiss. Sogar eher nischige Titel wie Astral Chain stoßen dann auf reichlich Fan-Feedback.

Und dann gibt es da noch Daemon X Machina (jetzt kaufen 40,40 € ). Schon vor geraumer Zeit angekündigt und sogar im Rahmen einer zeitlich beschränkten Demo von allen Switch-Besitzern ausprobierbar, läuft der Titel nach wie vor unter dem Radar. Und dabei wird er schon am 13. September veröffentlicht! Tatsächlich füllt der Titel mit seinem kompromisslosen Action-Gameplay jedoch durchaus eine noch nicht allzu umfangreich auf der Switch beheimatete Nische.

Wir konnten bei Nintendo in eine fast finale Version des Titels hineinspielen und letzte Eindrücke sammeln, bevor Daemon X Machina im kommenden Monat in unser Testlabor wandert. Was wir dabei entdeckten, war vor allem eine Assoziation, mit der wir im Vorfeld nicht unbedingt gerechnet hätten: Die Gefechte im Spiel erinnerten uns überraschend stark an jene aus Star Fox!

Do a Daemon Roll!

Am Ende der Demo stellten wir uns dem Dreadnought, einem riesigen Boss, der verbotene Mengen an Schaden einstecken konnte. Quelle: PC Games Am Ende der Demo stellten wir uns dem Dreadnought, einem riesigen Boss, der verbotene Mengen an Schaden einstecken konnte. Also, vor allem an jene Auseinandersetzungen aus der Weltraum-Fuchs-Saga, in denen wir uns auf einem offenen Feld wiederfinden und versuchen müssen, Objekte zu zerstören oder Massen an Feinden auszuschalten. Anstatt im Arwing nehmen wir hier aber in einem gewaltigen Mech Platz. Wahlweise mit Schuss- oder Nahkampfwaffen rücken wir unseren Widersachern zu Leibe. Auf Knopfdruck wechseln wir vom Kampf am Boden in den Flugmodus, gelangen dann deutlich schneller über das Schlachtfeld und können auf ein erweitertes Bewegungsrepertoire zurückgreifen. Allerlei Ausweichmanöver, Spezialangriffe und mehr sorgen dafür, dass nicht so schnell Langeweile aufkommt. Spieler der Demo, die vor einigen Monaten im eShop heruntergeladen werden konnte, beklagten damals die hakelige Steuerung. Zwar gibt es unserer Meinung nach noch immer die ein oder andere Doppelbelegung zu viel, über fehlende Präzision konnten wir uns beim Anspielen aber nicht beschweren. Das flutscht gut!

Wie es euch gefällt

Und auch sonst hörten die Entwickler auf das nicht immer positive Feedback aus der Community und besserten in den letzten Monaten an allen Ecken und Enden nach. So prallen wir von der Levelbegrenzung nun etwa nicht einfach mehr ab, sondern können bis zu einem gewissen Grad darüber hinweggehen und haben eine bestimmte Zeit, um noch umzukehren. In Sachen Performance ist die aktuelle Version des Spiels der Demo ebenfalls weit überlegen. Auch, was Balancing und Gegner-KI angeht, soll es Verbesserungen geben, die aber natürlich nicht so offensichtlich ins Auge stechen. Keine Frage: Hier wurde viel Mühe investiert, um das bestmögliche Erlebnis für Fans von bombastischer Mech-Action abzuliefern!

Super Mech Maker

Oft suchen zahlreiche kleine Feinde auf einmal das Schlachtfeld heim. In diesem Fall ist es ratsam, eine Fernwaffe mit relativ guter Feuerrate mit sich zu führen. Quelle: PC Games Oft suchen zahlreiche kleine Feinde auf einmal das Schlachtfeld heim. In diesem Fall ist es ratsam, eine Fernwaffe mit relativ guter Feuerrate mit sich zu führen. Übrigens können wir unseren Mech auch verlassen und sind dann als kümmerlicher Soldat auf dem Kampfareal unterwegs. Ihn wie auch unser Metall-Ungetüm können wir vielfältig individualisieren - richtig, richtig vielseitig. Im frei begehbaren Hub-Gebiet, in dem wir auch Haupt- und Nebenmissionen annehmen, einkaufen und mit NPCs plaudern, können wir mit unzähligen Ausrüstungsteilen unseren Helden samt Kampf-Koloss beschmücken. Das reicht von rein optischen Anpassungen bis zu unzähligen die Leistung betreffenden Gegenständen. Es mag nicht sonderlich ratsam sein, einen reinen Nahkampf-Mech zu gestalten, da man damit nur bedingt auf fliegende Gegner reagieren kann. Aber es ist möglich! Haben wir uns ein Setup zusammengestellt, mit dem wir zufrieden sind, können wir es auch abspeichern und später jederzeit erneut darauf zurückgreifen.

Fremde, grelle Welt

Seit dem Release der öffentlichen Demo wurden zahlreiche Detailverbesserungen vorgenommen. So prallen wir nun von den Levelbegrenzungen nicht mehr einfach ab. Quelle: PC Games Seit dem Release der öffentlichen Demo wurden zahlreiche Detailverbesserungen vorgenommen. So prallen wir nun von den Levelbegrenzungen nicht mehr einfach ab. Gebastelt wird mit gekauftem oder gesammeltem Loot. Zahlreiche Missionen zu spielen und sie auch zu wiederholen, dürfte also unabdingbar sein, um genug Ressourcen zu ergattern. Gut also, dass die Gebiete - zumindest jene, welche wir schon selbst erforschen durften - sehr abwechslungsrech gestaltet sind. Neben relativ klassischen Maps wie einer Art Militärkomplex verschlug es uns auch in eine Wüste, in der weißer und roter Sand einen interessanten Kontrast bildeten. In solchen Momenten kommt der technisch nicht sonderlich anspruchsvolle, aber ansehnliche und definitiv einzigartige Stil des Spiels besonders gut zur Geltung. Großflächige Texturen, grelle Farben und ungewöhnliche Designs werden von treibenden Rockklägen und Elektrobeats gut untermalt und verleihen dem Spiel eine eigene Atmosphäre.

Daemon X Who?

Schön umgesetzte Action, die übrigens auch ganz schön knackig werden kann, ein interessanter Grafikstil und zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten - klingt ja gut! Wir sind gespannt, ob es dem Titel bis zum Release gelingt, doch noch die Aufmerksamkeit zu ergattern, die ihm bis dato verwehrt geblieben ist.

Meinung

Meinung
  • Avatar Lukas Schmid Autor „Spannende Action, die mich allerdings noch vollends für sich gewinnen muss“ Im Kern ist Daemon X Machina ein ziemlich simples Actionspiel. Wir gehen hinaus aufs Schlachtfeld, ballern und schlagen fröhlich drauflos und hören erst auf, wenn sich nichts mehr bewegt. Das macht Spaß, das funktioniert und steuert sich auch ganz gut, wenngleich so manche Doppelbelegung etwas Einarbeitung benötigt. Allerdings, über diesen einfachen Kern hinaus sorgen die gefühlt unendlichen Anpassungs- und Individualisierungsmöglichkeiten dafür, dass hier doch deutlich mehr Substanz drinsteckt, als man meinen mag. Nicht nur das Aussehen unserer Kampfanzüge kann bis ins kleinste Detail nach eigenem Gusto entschieden werden, auch unsere Ausrüstungswahl steht uns völlig frei. Und auch der Stil des Abenteuers kann sich sehen lassen. Technisch definitiv nicht herausragend kompliziert, sieht der Titel doch einzigartig aus. Alles ziemlich überzeugend also. Und trotzdem ist es Daemon X Machina bisher nicht gelungen, mein Herz vollends zu gewinnen. Anders als bei anderen, ähnlichen Action-Titeln fällt es mir hier nicht schwer, das Gamepad aus der Hand zu legen und eine Pause zu machen, auch, wenn eine Schlacht eigentlich gerade spannungsgeladen ist. Warum das so ist? Ich weiß es nicht, hoffe aber auf etwas mehr Begeisterung meinerseits bis zum Release in ein paar Wochen.
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